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eco Verband: Brexit stellt tausende Domains britischer Inhaber in Frage

– eco Verband – Names & Numbers Forum legt Diskussionspapier vor

– Änderungen bei einigen Top Level Domains wohl unumgänglich

– Experten definieren Handlungsoptionen

Das Brexit-Votum hat möglicherweise erhebliche Auswirkungen auf
die Domainbranche. Dies ist die Essenz des neuen Diskussionspapiers
„Brexit – Challenges for the Domain Industry?“, welches eco – Verband
der Internetwirtschaft e. V. vorgelegt hat. Das Paper steht zum
Download bereit unter https://numbers.eco.de/downloads.html.

Betroffen sind Briten und Anbieter mit britischen Kunden

Die Vergabebestimmungen für Domain-Namen unter Endungen wie etwa
„.eu“, „.it“ oder „.fr“ sehen vor, dass nur Unternehmen oder Personen
mit Sitz in der Europäischen Union oder aus dem Europäischen
Wirtschaftsraum Domaininhaber sein dürfen. Nach dem Brexit werden
mehrere Hunderttausend Domainregistrierungen, die von Großbritannien
aus vorgenommen wurden, nicht mehr den Vorgaben der Vergabestellen
genügen. Das Schicksal dieser Domainregistrierungen ist derzeit
ungewiss. Betroffen sind nicht nur Briten, sondern auch
Domainanbieter in Deutschland und anderen Ländern, deren Kunden in
Großbritannien sitzen.

Brexit-Auswirkungen heute schon spürbar

Während der Brexit möglicherweise erst in einigen Jahren
implementiert wird, sind die Auswirkungen auf die Domainindustrie
schon jetzt spürbar. So stellen die Domainanbieter bereits Änderungen
im Registrierungsverhalten ihrer Kunden durch sinkende
Registrierungszahlen fest. Zudem erhalten die Registrierungsstellen
Anfragen von Kunden und Interessenten.

Fest steht, dass die Registrierungsstellen auf nationaler Ebene
oder – im Fall von „.eu“ die Europäische Kommission – das Thema durch
Änderungen ihrer Registrierungsbedingungen oder öffentliche und
verbindliche Verlautbarungen angehen müssen.

eco zählt unter seinen mehr als 900 Mitgliedsunternehmen knapp 150
Registries und Registrare, also Unternehmen aus der Domainbranche.
Diese Unternehmen verfügen über erhebliche einschlägige Expertise,
die über eco kanalisiert und verfügbar gemacht werden soll. Während
eco keinen direkten Einfluss auf den Umgang mit den Veränderungen
hat, die der Brexit mit sich bringen wird, so sollen doch zumindest
die Gremien und Personen, die die Entscheidungen zu treffen haben,
auf sämtliche mögliche Optionen Zugriff haben.

Fünf Optionen stehen zur Auswahl

eco zeigt in dem Paper fünf Optionen auf, wie das Problem
adressiert werden kann, wobei auch ausdrücklich in Betracht gezogen
wurde, dass gegebenenfalls ein bilaterales Abkommen zwischen der EU
und Großbritannien geschlossen wird, das Domainregistrierungen
erfasst und einen zwischenzeitlichen Verlust von
Domainregistrierungen verhindert.

Unklarheit über langfristige Verträge

Neben den oben genannten Problemen stellen sich ganz praktisch
noch viele Fragen im Umgang mit langfristigen Domain- und
Hosting-Verträgen, die zwar noch unter EU-Gesetzgebung geschlossen
wurden, aber künftig als Verträge zwischen einem EU- und einem
Drittland zu behandeln wären. Zudem würde Großbritannien nach dem
Brexit sicherlich nicht mehr zum SEPA-Raum (Single European Payments
Area) gehören, so dass allein schon der Zahlungsverkehr schwieriger
und teurer würde.

RA Thomas Rickert, Leiter des eco Names & Numbers Forum, erklärt:
„Mit unserem Paper und dem Eröffnen eines Diskussionsforums möchten
wir dazu beitragen, dass die Auswirkungen des Brexit für Unternehmen
und Kunden überschaubar bleiben und bald Rechtssicherheit für alle
Beteiligten auf Basis von Expertenwissen geschaffen werden kann.“

eco (www.eco.de) ist mit mehr als 900 Mitgliedsunternehmen der
größte Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet
der eco Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in
Deutschland, fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte,
formt Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco
Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger
der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige
Internetthemen voran.

Weitere Informationen:
eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.,
Lichtstr. 43h, 50825 Köln, Tel.: 0221 / 70 00 48 – 0,
E-Mail: info@eco.de, Web: www.eco.de

Pressekontakt: Thomas Müller,
Tel.: 0221 / 700048-260, E-Mail: Thomas.Mueller@eco.de

PR-Agentur: euromarcom public relations GmbH,
Tel. 0611 / 973150, E-Mail: team@euromarcom.de,
Web: www.euromarcom.de – Wir sind die PR-Agentur für eco und andere
gute Namen.

Posted by on 21. September 2016. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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