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Unerwünschte Werbung: Erste Drittanbieter-Appstores für Apple-Geräte im Web aktiv

Eigentlich ist das Apple-Ökosystem sehr sicher. Und bis vor kurzem konnten sich Apple-Anwender tatsächlich fast blind darauf verlassen, dass Apps, die sie installierten, von Apple vorher auf Unbedenklichkeit geprüft worden waren. Denn Drittanbieter-Appstores sind in Apples Sicherheitskonzept nicht vorgesehen. Cyberkriminelle in Asien haben jedoch eine Lücke darin entdeckt, registrieren sich in Apples ?Developer Enterprise Program? und erwerben so gültige Apple-Zertifikate. Damit signieren sie beliebte Apps, versehen diese mit unerwünschter Werbung und bewerben sie weltweit über soziale Medien. Anwender, die auf diesen Trick hereinfallen, haben keine Chance, den Betrug zu entdecken. Trend Micro hat Apple über diese Betrugsmasche informiert.
Apples ?Developer Enterprise Program? ist für Unternehmen gedacht, die eigene Apps für ihre Mitarbeiter erstellen und nutzen wollen. Damit sich diese auf den Apple-Geräten installieren lassen, benötigen sie ein gültiges Apple-Zertifikat. Das wiederum bekommen sie direkt bei Apple als ausstellender Zertifikatsbehörde. Freilich steht dieser Weg allen Entwicklern mit gültiger E-Mail-Adresse und Kreditkarte offen. Diesen Weg nutzen offenbar erste Appstore-Betreiber aus China und Vietnam und liefern sich dabei mit Apple ein Katz-und-Maus-Spiel. Sobald Apple feststellt, dass ein solches Zertifikat entgegen den Nutzungsbedingungen verwendet wird, zieht der Hersteller dieses Zertifikat zurück. In diesem Moment jedoch besorgen sich die Appstore-Betreiber mittels neuer Identität ein weiteres gültiges Zertifikat. Und damit geht das Spiel weiter.
Unerwünschte Adware im Huckepack
Die Betreiber dieser illegalen Appstores nutzen beliebte Apps, um unerwünschte Werbung zu verbreiten. Zu diesem Zweck erweitern sie zum Beispiel eine Version des Spiels Pokémon Go mit Adware, die mittlerweile mehr als eine Million Mal heruntergeladen wurde. Zudem greift diese Malware persönliche Informationen ab, unter anderem den Gerätenamen, die internationale Mobilfunkteilnehmerkennung (IMSI, International Mobile Subscriber Identity Number) und internationale Mobilfunkgerätekennung (IMEI, International Mobile Station Equipment Identity Number) sowie die verwendete IP-Adresse.
Drittanbietern stets misstrauen
Apple-Anwender sollten gewarnt sein. Zwar hat Trend Micro noch keine explizite Schadsoftware entdeckt, die über diese Betrugsmasche verbreitet worden wäre. Aber das könnte nur eine Frage der Zeit sein. Außerdem ist noch nicht klar, wozu die Betreiber der illegalen Apple-Appstores die gesammelten persönlichen Informationen der Anwender in Zukunft verwenden werden.
Apple-Anwender sollten sich daher speziell in sozialen Medien nicht täuschen und auf eine andere Anbieterseite als den offiziellen Appstore von Apple locken lassen.

Als weltweit führender Cybersicherheitsanbieter verfolgt Trend Micro seit über 25 Jahren das Ziel, eine sichere Welt für den digitalen Datenaustausch zu schaffen.
Die Lösungen für Privatanwender, Unternehmen und Behörden bieten mehrschichtigen Schutz für Rechenzentren einschließlich cloudbasierter und virtualisierter Umgebungen, Netzwerke und Endpunkte – unabhängig davon, wo sich die Daten befinden: von (mobilen) Endgeräten über Netzwerke bis hin zur Cloud. Trend Micros Lösungen sind für gängige Rechenzentrums- und Cloudumgebungen optimiert und sorgen so dafür, dass wertvolle Daten automatisch vor aktuellen Bedrohungen geschützt sind. Die miteinander kommunizierenden Produkte bilden einen Schutzmechanismus, der durch zentrale Transparenz und Kontrolle eine schnellere, bessere Absicherung ermöglicht.
Um Bedrohungen schnell erkennen, verhindern und entfernen zu können, nutzen alle Lösungen das Smart Protection Network: Diese cloudbasierte Sicherheitsinfrastruktur verwendet die neuesten datenwissenschaftlichen Methoden zur Big-Data-Analyse.
Trend Micro bietet seine Lösungen weltweit über Vertriebspartner an. Der Hauptsitz des japanischen Anbieters, der mit mehr als 5.000 Mitarbeitern in über 50 Ländern aktiv ist, befindet sich in Tokio, die deutsche Niederlassung in Hallbergmoos bei München. In der Schweiz kümmert sich die Niederlassung in Glattbrugg bei Zürich um die Belange des deutschsprachigen Landesteils, der französischsprachige Teil wird von Lausanne aus betreut; Sitz der österreichischen Vertretung ist Wien.
Weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Lösungen sind unter www.trendmicro.de verfügbar, zu aktuellen Bedrohungen unter blog.trendmicro.de sowie blog.trendmicro.ch. Anwender können sich auch unter @TrendMicroDE informieren.

Posted by on 22. September 2016. Filed under New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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