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Barrierefreiheit bei Entwicklungsumgebungen – ein schwäbisches Unternehmen hat die wichtigsten und bekanntesten IDEs analysiert

Markus Lemcke, Geschäftsinhaber des Unternehmens Marlem-Software, ist von Geburt an Körperbehindert. Da er aufgrund seiner Körperbehinderung keinen dauerhaften Arbeitsplatz bekam, meldete Lemcke im Jahr 2008 ein Gewerbe an und machte sich selbstständig. Schwerpunkt des Unternehmens war und ist, die Barrierefreiheit in der Informatik. Das Unternehmen fing mit barrierefreies Webdesign an, machte weiter mit barrierefreie Softwareentwicklung und irgendwann Barrierefreiheit bei dem Betriebssystem Windows. Als Lemcke merkte, dass die Nachfrage wuchs nahm er noch Barrierefreiheit bei den Betriebssystemen Android, IOS und Ubuntu, ein Betriebssystem aus der Linux Welt hinzu. Da Lemcke feststellte, dass Apps behinderten Menschen das Leben erleichtern können, schrieb er im Frühjahr diesen Jahres eine Artikelreihe über Apps für Behinderte auf seinem Blog.

Lemcke machte oft die Erfahrung, dass Programmierer ohne Behinderung kein Interesse haben an der barrierefreien Programmierung. Deswegen dachte er darüber nach, was er tun könnte, damit dieses Thema Aufschwung erfährt. Die erste Idee war, wenn die Entwicklungsumgebungen, eine integrierte Entwicklungsumgebung ist eine Sammlung von Anwendungsprogrammen, mit denen Programme bzw. Software entwickelt bzw. erstellt wird, die barrierefreie Programmierung unterstützen würden, dann hätten vielleicht mehr Programmierer ohne Behinderung Lust auf barrierefreie Programmierung.

Die zweite Idee war, dass wenn die Entwicklungsumgebungen für Programmierer mit Behinderung bedienbar sind, diese selbst aktiv dafür sorgen können, dass es mehr barrierefreie Software und Apps gibt.

Diese zwei Grundideen waren die Säulen für die Artikelreihe „Barrierefreiheit bei Entwicklungsumgebungen“. Lemcke untersuchte die Entwicklungsumgebungen Eclipse, Visual Studio, Android Studio, Netbeans, IntelliJ IDEA und Delphi. Alle eben genannten Entwicklungsumgebungen installierte Lemcke auf seinem Laptop.

Die Unterstützung zur barrierefreien Softwareentwicklung hat keine der oben genannten Entwicklungsumgebungen erfüllt. Eclipse und Visual Studio waren Testsieger. Beide IDEs sind für die Vorlesesoftware von Blinden, Screenreader genannt, gut zugänglich, komplett per Tastatur bedienbar und haben Anpassungsmöglichkeiten im Bereich Tastenkürzel und Farben. Lemcke favorisiert Eclipse weil dieser gut abgeschnitten hat und obendrein noch kostenlos ist.

Den kompletten Test, aller Entwicklungsumgebungen gibt es auf dem Blog von Marlem-Software. Lemcke hofft, dass diese Artikelreihe dazu beiträgt, dass mehr Software und Apps barrierefrei entwickelt werden.

Posted by on 30. September 2016. Filed under Allgemein,Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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