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Barrierefreies Webdesign – das neue Behindertengleichstellungssetz unterstreicht die Wichtigkeit

Seit dem 1. Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung.
Ziel des Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

In Paragraph 8 dieses Gesetzes werden verschiedene Staatliche Einrichtungen dazu verpflichtet, die Barrierefreiheit bei Gebäuden zu beachten. In Paragraph 9 steht drin, dass Menschen mit einer Hörbehinderung oder einer Sprachbehinderung das recht haben die Gebärdensprache zu verwenden, wenn sie mit Träger öffentlicher Gewalt kommunizieren. In Paragraph 10 geht es um die Gestaltung von Bescheiden und Vordrucken. Hier werden die Träger öffentlicher Gewalt dazu verpflichtet, Bescheide und Vordrucke so zu gestalten, dass diese für Menschen mit Behinderungen wahrnehmbar sind. Viele behinderte Menschen haben ein Problem Formulare von Hand auszufüllen. Deswegen bieten inzwischen viele Behörden die Formulare auf der Webseite zum Download in Word-und PDF-Format an. Behinderte können oft am Computer Formulare wesentlich besser ausfüllen wie von Hand. In Paragraph 11 geht es um Verständlichkeit und leichte Sprache. Dies ist für Menschen mit einer Lernbehinderung sehr wichtig.

In Paragraph 12 geht es um Barrierefreie Informationstechnik. Dieser Paragraph ist der Grund warum Markus Lemcke sein Unternehmen Marlem-Software gegründet hat. Träger öffentlicher Gewalt sind dazu verpflichtet, Webseiten Programme und jetzt auch Apps barrierefrei zu gestalten. Wenn Webseiten barrierefrei gestaltet sind, nennt sich das in der Fachsprache barrierefreies Webdesign. In Absatz 2 des oben genannten Paragraphen wird barrierefreies Webdesign auch für Behördeninterne Webseiten, im Fachjargon Intranet, gefordert. Lemcke hofft, dass jetzt endlich auch viele Webseiten von Behörden in Reutlingen auf barrierefreies Webdesign umgestellt werden. Damit eine deutsche Webseite barrierefrei ist, muss diese die deutschen Richtlinien, BITV 2.0, erfüllen. Webseiten außerhalb Deutschlands werden in der Regel nach den internationalen Richtlinien WCAG 2.0 barrierefrei gemacht. Der Sinn beider Richtlinien ist, dass Webseiten so programmiert werden, dass diese für möglichst viel verschiedene Behinderungsarten bedienbar sind.

Geschäftsinhaber Markus Lemcke kann Webseiten nach BITV 2.0 und WCAG 2.0 barrierefrei gestalten. Er hofft, dass er als Fachmann in Zukunft auch Aufträge aus Reutlingen bekommt, wenn ein Experte in Sachen barrierefreies Webdesign benötigt wird.

Posted by on 31. Oktober 2016. Filed under Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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