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Studie: Bank-IT bremst Verbesserungen bei internen Abläufen aus

Deutschen Banken steht die eigene IT im Weg, wenn
es darum geht, interne Abläufe zu verbessern. 65 Prozent der Fach-
und Führungskräfte bemängeln, dass sich in der zentralen Datenbank
für die dokumentierten Prozesse keine Kennzahlen ermitteln lassen.
Zudem liefert die eingesetzte Software kaum andere Anhaltspunkte, um
Zeit oder Kosten bei der täglichen Arbeit zu sparen. Das bestätigen
mehr als 60 Prozent der Bankmanager. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Studie von Procedera Consult. 100 Fach- und Führungskräfte wurden
befragt.

Die IT-seitigen Einschränkungen belasten die Institute enorm.
Viele Trends, die im aktuellen Marktumfeld für eine verbesserte
Ertragssituation sorgen könnten, gehen an den Banken vorbei.
Branchenübergreifend wollen die Unternehmen beispielsweise
kontinuierliche Verbesserungen und operatives Tagesgeschäft besser
miteinander verzahnen. Dazu gehört etwa Kunden verstärkt in die
Abläufe einzubinden, Arbeitsschritte zu automatisieren oder
verfügbares Wissen schneller verfügbar zu machen. Doch um das
nachzumachen brauchen die Banken einen übergreifenden Blick auf alle
Abläufe. Kaum ein Institut kann das mit der bestehenden Software
gewährleisten. Nur 18 Prozent bieten derzeit eine Prozesslandkarte
an, um mit wenigen Klicks durch die Anweisungen zu navigieren.

“Viele Anweisungssysteme bauen auf elektronisch dokumentierten
Richtlinien auf”, sagt Ralf Heydebreck, Experte für bankfachliches
Anweisungswesen. “Was fehlt, ist eine zentrale Datenbank, um
Auswertungen oder gesetzlich vorgeschriebene Berichte automatisch zu
erstellen.”

Darüber hinaus lassen sich die sogenannten Organisationshandbücher
(OHB) aus Sicht der Mitarbeiter teilweise nur sehr umständlich
bedienen. Mehr als 80 Prozent der Systeme überfordern die Anwender
mit nicht benötigten Informationen. Nur knapp jedes fünfte
OHB-Werkzeug ermöglicht, die Ausgabe auf die für den eigenen
Arbeitsbereich benötigten Daten zu beschränken. Eine nachvollziehbare
Gliederungsstruktur oder Basisfunktionen wie eine Suchfunktion
stellen gerade mal gut 60 Prozent der Tools bereit.

“Die Banken müssen die Mitarbeiter im Tagesgeschäft besser
unterstützen”, mahnt Heydebreck. “Dazu gehört eine konsequent
prozessual dargestellte Ablauforganisation. Ein OHB-System, das
bestenfalls Fließtexte nach Suchbegriffen filtert, ist nicht mehr
zeitgemäß.”

Der Experte warnt in diesem Zusammenhang vor Missverständnissen.
Obwohl das OHB möglicherweise alle relevanten Regelungen beinhaltet,
kann ein unkomfortabel entwickeltes System dafür sorgen, dass
Mitarbeiter benötigte Informationen nicht finden und das Vertrauen
verlieren. Mehr als 30 Prozent der Anwender nehmen die Anweisungen
beispielsweise als inkonsistent und bestenfalls mittelmäßig
gegliedert wahr. Und rund ein Viertel empfindet die Dokumente als
unvollständig oder inkonsistent. Das bestätigt sich häufig auch in
der Praxis: “Widersprüchliche Anweisungen und Lücken gehören zu den
häufigsten Beanstandungen von externen Prüfern”, so Heydebreck.

Über die Studie

Procedera Consult hat 100 Fach- und Führungskräfte deutscher
Banken online zu Organisationsthemen befragt. Die Antworten stammen
zum größten Teil aus den Abteilungen Risiko-Controlling, Kreditwesen,
IT, interne Revision, Bankorganisation, Vertrieb und Kundenservice.
Dabei weisen die teilnehmenden Institute eine Bilanzsumme von weniger
als einer Milliarde Euro bis hin zu mehr als zehn Milliarden Euro
auf.

Über Procedera Consult

Procedera ist eine auf Organisationsfragen spezialisierte
Unternehmensberatung für Banken und Sparkassen. Seit 2008 unterstützt
das Unternehmen Organisationsbereiche von Kreditinstituten im
Prozessmanagement sowie der Umsetzung regulatorischer Anforderungen
sowohl fachlich wie auch technisch. Die Markterfahrung bei der
Analyse und Überarbeitung von Organisationshandbüchern reicht bis
1988 zurück. Als Umsetzungsberater beschäftigt Procedera
Fachspezialisten, die zuvor selbst jahrelang Organisationsthemen auf
Institutsseite verantwortet haben.

Pressekontakt:
Procedera Consult GmbH
Emser Platz 2
10719 Berlin
Florian Bongartz
florian.bongartz@procedera.de
Tel.: +49 151 2052 3887

Original-Content von: Procedera Consult GmbH, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 4. November 2016. Filed under Computer & Technik,Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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