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Huaweis CEO Ken Hu: Branchenübergreifende Zusammenarbeit maßgeblich für Industrie 4.0

[Hong Kong, China, 4. November 2016] Ken Hu, amtierender Huawei CEO und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, hat auf der 15. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK) Regierungsvertreter und Führungskräfte globaler Unternehmen zu einer engeren Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0 aufgerufen.

Ken Hu betont, dass Industrie 4.0 die Industrielandschaft verändern, soziale Entwicklungen antreiben und einen erheblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit jedes Wirtschaftssektors haben wird. „Wir sind der Überzeugung, dass Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) die Grundvoraussetzung für diese spannende Transformation darstellen. Das Internet der Dinge (IoT), eine sichere Cloud-Infrastruktur und fortgeschrittene Softwareentwicklung sind dabei die drei grundlegenden Voraussetzungen für diese Entwicklung“, so Hu weiter. Das aus Deutschland stammende Konzept sei zwar bereits von den großen Industrienationen weltweit adaptiert worden. Jedoch gäbe es bisher keine einheitlichen Standards.

— IoT – Mehr Daten, mehr Detailwissen

Hu betont die Rolle des Internets der Dinge als Fundament von Industrie 4.0. Um das vollständige Potenzial der vierten industriellen Revolution ausschöpfen zu können, ist mehr Innovation bezüglich Sensoren, Chipsets und Breitbandnetzwerken notwendig.

— Cloud – Größere Konnektivität und Anpassungsfähigkeit

Huawei schätzt, dass im Jahr 2024 über 85 Prozent aller Unternehmenstätigkeiten in der Cloud stattfinden. Um alle individuellen Bedürfnisse zu erfüllen, müssen industriespezifische Clouds entwickelt werden. Diese Industrieclouds werden spezielle Dienste wie beispielsweise für Finanzen, Transport oder Herstellungsprozesse anbieten. Dadurch werden sich diese Clouds voneinander unterscheiden und eine bessere Wertschöpfungsrate als herkömmliche private und öffentliche Cloudlösungen aufweisen.

— Fortgeschrittene Software – Informationen aus Daten generieren

Die Industrie 4.0 wird zudem fortgeschrittene Software und Entwicklungsmöglichkeiten für Anwendungen benötigen, um das Potenzial vorhandener Clouddaten vollständig zu realisieren. „So wird das gesamte System zu einem Informationssystem“, betont Hu weiter. „Big Data-Analysen und künstliche Intelligenz sind zwei maßgebliche Bestandteile dieser Entwicklung“.

Hu thematisiert zudem die Wichtigkeit der Integration, die zwei Formen ausbilden wird: Zum einen die Integration von Operational Technology (OT) und ITK und zum anderen eine größere Integration innerhalb der ITK selbst. Beide erfordern eine engere Zusammenarbeit zwischen den Sektoren. Fachliche Kompetenz und Quelldaten sind Kernkompetenzen der Fertigungsindustrie. Wohingegen die IKT-Unternehmen über starke Netzwerke, Big Data und Möglichkeiten zu künstliche Intelligenz verfügen. Um IKT weiter zu integrieren, wird die Annäherung von Telekommunikation, Software und Anwendungen dazu beitragen, Universalcloudlösungen zu entwickeln, die für jeden Unternehmenszweck angepasst werden können.

„Die Industrie 4.0. wird unterstützt von den neuesten IKT-Technologien, die die Wertschöpfungsketten der Produktion in einer neuartigen Weise integrieren“, kommentierte Hu die Neugestaltung von Industrien. „Auf Industrie 4.0 basierte Herstellung kann als ein Designprozess angesehen werden. Konsumenten können in die frühen Stufen des Prozesses eingebunden werden und in der gesamten Produktion bis hin zur Auslieferung involviert bleiben. Das bedeutet, dass Material, Funktionen und Dienstleistungen in Gänze individualisiert werden können. Dies ist die Essenz der Industrie 4.0.“

Mehr als 1.000 Teilnehmer haben sich für drei Tage bei der APK zusammengefunden in dem Glauben, das sich deutsche und chinesische Unternehmen in ihren Stärken gut ergänzen. Das APK dient als Forum, um Partnerschaften und gemeinsame Forschungsprojekte zu vereinbaren – u.a. im Bereich Industrie 4.0. Die erste Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft fand 1986 statt und wird seit dem alle zwei Jahre abgehalten. Sie wird vom Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (APA) in Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium organisiert.

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