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App für Nachbarschaftshilfe im 21. Jahrhundert

Guzz.io nennt sich die neue App und Onlineplattform für Nachbarschaftshilfe im 21. Jahrhundert, die kürzlich im SWR-Fernsehen ausführlich vorgestellt wurde. Mit Guzz helfen praktisch Begabte und Leute mit einem speziellen Hobby per Video-Dialog.

Die Familienwaschmaschine ging kaputt – ausgerechnet am Wochenende. Die Nummer des Kundendienstes und die Gebrauchsanleitung waren mal wieder nicht zur Hand. Ein Handwerker war nicht erreichbar. Und im Internet fanden sie keine Gebrauchsanleitung, die zu ihrer Waschmaschine passte. Was tun? Tom Brückner (45) und seine Tochter Kiara (16) aus Karlsruhe waren schon leicht frustriert. Der Haussegen hing etwas schief. Sie bekamen die Ablaufpumpe kaum heraus und bestellten schließlich im Internet das falsche Ersatzteil.

Wie viel praktischer wäre es doch, in solchen Fällen über das Smartphone einen Heimwerker kontaktieren zu können, der sich mit der Materie besser auskennt und kurz über die Kamera draufschaut. Als sie Freunden und Bekannten von dieser Vision erzählten, wurde schnell klar, dass es unzählige weitere Anwendungsfälle für einen derartigen Live-Support gibt. Beispielsweise das Erlernen eines Musikinstruments außerhalb der Öffnungszeiten einer Musikschule, die Ideenfindung für eine anstehende Hausrenovierung oder das Einüben einer Fremdsprache mit einem Muttersprachler am anderen Ende der Welt. Der Informatiker Brückner beschloss kurzerhand, eine solche App selbst zu bauen. Guzz war geboren.

Technisch funktioniert www.guzz.io ähnlich wie Skype, allerdings mit dem Unterschied, dass ein soziales Netzwerk integriert ist, welches Ratsuchende und Guzz-Gurus zusammenbringt. Jeder kann selbst zum Guru für seine eigenen Kenntnisse werden, denn Guzz basiert auf dem Prinzip der Sharing Economy. Guzz gibt es für iOS, Android und Desktop-Browser. Als Mobile App ist Guzz nicht nur ortsunabhängig. Es kann auch beide Kameras des Smartphones verwenden, um etwas im Raum live zu zeigen.

Die Betreiber sehen Guzz als sinnvolle Ergänzung zu bekannten Diensten wie YouTube und Diskussionsforen. Andere Plattformen gehen oft nur begrenzt auf individuelle Fragen ein oder verlangen, das Problem erst einmal umständlich in Textform zu beschreiben. Für die Generation Snapchat ist das Steinzeit. Guzz-Gurus bieten dagegen Ratschläge in Echtzeit.

Seit dem Start haben sich bereits mehr als 150 Gurus als Ratgeber eingetragen, und täglich werden es mehr. Zum Start funktioniert Guzz rein ehrenamtlich. “Das Geschäftsmodell wird künftig darin bestehen, dass die Gurus mit ihren Ratschlägen auch Geld verdienen können und wir in diesem Fall eine Provision erhalten”, kündigt Tom Brückner an. Spannend kann das beispielsweise für Schüler sein, die Ihr Taschengeld mit PC-Unterstützung für Senioren aufbessern möchten.

Die Betreiber sind sicher, dass “guzzen” einmal ebenso selbstverständlich sein wird wie “googeln” – nur persönlicher.

App-Download

Fernsehbeitrag im SWR

Posted by on 7. November 2016. Filed under Allgemein,Internet,New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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