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Barrierefreiheit mit WordPress – Ein Unternehmen aus Reutlingen erklärt wie es geht

Seit dem 1. Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung.
Ziel des Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.

In Paragraph 12 geht es um Barrierefreie Informationstechnik. In der letzten Fassung des Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung war es der Paragraph 11. Dieser Paragraph ist der Grund warum Markus Lemcke sein Unternehmen Marlem-Software gegründet hat. Träger öffentlicher Gewalt sind dazu verpflichtet, Webseiten, Programme und jetzt auch Apps barrierefrei zu gestalten. Wenn Webseiten barrierefrei gestaltet sind, nennt sich das in der Fachsprache barrierefreies Webdesign. Lemcke hofft, dass jetzt endlich auch viele Webseiten von Behörden in Reutlingen auf barrierefreies Webdesign umgestellt werden. Damit eine deutsche Webseite barrierefrei ist, muss diese die deutschen Richtlinien, BITV 2.0, erfüllen. Webseiten außerhalb Deutschlands werden in der Regel nach den internationalen Richtlinien WCAG 2.0 barrierefrei gemacht. Der Sinn beider Richtlinien ist, dass Webseiten so programmiert werden, dass diese für möglichst viel verschiedene Behinderungsarten bedienbar sind.

Der neue Paragraph 12 war der Grund warum Lemcke seinen Blogartikel über Barrierefreiheit mit WordPress zu überarbeiten. Die Aussehen heißen in WordPress „Theme“. In Sekunden schnelle kann das Aussehen einer Webseite mit WordPress komplett verändert werden, wenn ein anderes Theme aktiviert wird. Jedes Theme hat eine Datei mit Namen style.css. In dieser Datei muss die Angabe der Schriftgröße auf relative Schriftgrößen umgestellt werden. Das ist wichtig, damit Menschen mit einer Sehbehinderung im Browser sich die Schriftgröße anpassen können. Wenn in der style.css-Datei die Farben geändert werden, sollte über einen ausreichenden Farbkontrast nachgedacht werden zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe. Dies ist für Menschen mit einer Farbsehschwäche wichtig.

Im Administrationszugang von WordPress können Bilder hochgeladen werden. Damit diese Bilder für Blinde wahrnehmbar sind, müssen Alternativtexte vergeben werden für jedes Bild. In einem Alternativtext für ein Bild, soll ganz grob beschrieben werden, was auf dem Bild zu sehen ist. Diese Alternativtexte werden von der Vorlese-Software, Screenreader genannt, vorgelesen.

Zur großen Freude von Lemcke gibt es sogar ein Plugin für WordPress mit vielen Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Barrierefreiheit. Auf dem Blog des Unternehmens Marlem-Software kann die Anleitung nachgelesen werden, wie Webseiten mit WordPress erstellt und barrierefrei gemacht werden.

Posted by on 9. November 2016. Filed under Allgemeines & Information. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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