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YouTube bei Onlinevideos das Maß der Dinge / 93 Prozent der deutschen Onlinevideo-Angebote sind reine YouTube-Channels – Zahl der Videoabrufe steigt enorm (FOTO)

11.142 der insgesamt 12.008 deutschen Onlinevideo-Angebote
verbreiten ihre Inhalte ausschließlich über YouTube. Weitere 229
Angebote (2 Prozent) nutzen sowohl YouTube als auch die eigene
Website und lediglich 637 Angebote (5 Prozent) verzichten gänzlich
auf die Verbreitung über die Plattform des US-Internetgiganten
Google, wie aus dem aktuellen Web-TV-Monitor 2016 hervorgeht, den die
Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gemeinsam mit der
Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) am heutigen
Dienstag, 22. November, in Stuttgart vorstellt. Dabei wurden in der
Studie nur YouTube-Channels gezählt, die über mehr als 500 Abonnenten
verfügen. Weiterer zentraler Befund des Web-TV-Monitors, Deutschlands
umfangreichster Primärdatenerhebung zum Thema Onlinevideo: Die in der
Studie untersuchten deutschen YouTube-Kanäle zählten im August 2016
zusammen rund 113,2 Mrd. kumulierte Abrufe. Ein Jahr zuvor waren es
noch 63,8 Mrd. – ein Plus von 77 Prozent innerhalb nur eines Jahres.

Während die Zahl der deutschen YouTube-Kanäle seit 2015 um 33
Prozent gestiegen ist, geht die Zahl der originären Web-TV-Sender
zurück. Seit 2015 wurden 17 Prozent der Angebote eingestellt bzw.
wechselten mit ihren Inhalten zu YouTube. Der anhaltende Boom um
YouTube-Stars wie Bibi oder Konstantin Hert (freekickerz) macht eine
Video-Präsenz außerhalb der Plattformen und Netzwerke offenbar für
viele Anbieter nicht mehr attraktiv – vor allem für diejenigen, die
jugendliche Zielgruppen erreichen wollen.

Wachstum der Videoabrufe bei drei Viertel aller Anbieter

Drei Viertel aller befragten Onlinevideo-Produzenten gaben an,
dass die Zahl ihrer Video-Abrufe im Vergleich zu 2015 gestiegen ist.
Insgesamt verzeichneten die Befragten im August 2016 bei den Abrufen
ein Plus von 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Plattformübergreifend gehen die Anbieter von einem weiteren Wachstum
der Abrufzahlen bis 2017 von 26 Prozent aus.

Videos mit Nachrichteninhalten sind beliebt

Bei den Inhalten dominieren Informationen und Nachrichten: 31
Prozent der Onlinevideo-Angebote sind nach Angaben der Anbieter dem
Nachrichtenbereich zuzurechnen, 18 Prozent konzentrieren sich
allgemein auf lokale und regionale Inhalte. Danach folgen mit 13
Prozent Beiträge im Unterhaltungssegment.

Live-Streaming wird plattformübergreifend immer bedeutender

Die Prognosen der Anbieter für Videoabrufe sind beim Livestreaming
höher als bei Video-on-Demand: Über alle Plattformen hinweg sollen
sich die Abrufzahlen bis 2017 im Vergleich zum Vorjahr fast
verdoppeln (plus 97 Prozent).

Rund zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) bescheinigen dem
Live-Streaming eine zunehmende Bedeutung in den nächsten drei Jahren.
Während sich bei Videos auf Abruf YouTube als Standardplattform
durchgesetzt hat, gibt es bei der Live-Verbreitung bisher noch kein
führendes Portal. Hier ist der Markt mit seinen vielen neuen Diensten
dynamischer denn je. Dies bedeutet unter anderem Wachstums- und
Entwicklungschancen auch für deutsche Produzenten, Aggregatoren und
Plattformen.

Untersuchungsmethodik des Web-TV-Monitor 2016

Für die Erfassung von Onlinevideo-Angeboten im
BLM/LFK-Web-TV-Monitor 2016 wurden folgende Kriterien definiert:
Bewegtbildinhalte sind zentraler Zweck des Angebotes, es handelt sich
um ein aktives Angebot, das IP-basiert oder per App oder im Rahmen
eines YouTube-Kanals mit mind. 500 Abonnenten bzw. einer
Facebook-Video-Präsenz verbreitet wird, sich an ein deutschsprachiges
Zielpublikum wendet sowie nur eigene oder lizenzierte Inhalte unter
Einhaltung rechtlicher Standards publiziert. In einer Primärerhebung
zwischen Juli und August 2016 wurden alle Onlinevideo-Anbieter in
Deutschland von Goldmedia per Online-Fragebogen kontaktiert.

Die Studie wurde im Auftrag von BLM und LFK von der Beratungs- und
Forschungsgruppe Goldmedia und Bertram Gugel erarbeitet. Der
Web-TV-Monitor 2016 liefert dabei zum zweiten Mal eine Analyse der
größten YouTube-Kanäle in Deutschland.

Die Studie steht kostenfrei zur Verfügung:
www.blm.de
www.lfk.de
www.webtvmonitor.de
www.goldmedia.com

Pressekontakt:
Dr. Wolfgang Flieger
Pressesprecher
Tel.: (089) 638 08-313
wolfgang.flieger@blm.de

Original-Content von: BLM Bayerische Landeszentrale f?r neue Medien, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. November 2016. Filed under Allgemein,Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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