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Barrierefreiheit mit HTML5 bringt einen Wechsel der Philosophie in Sachen barrierefreies Webdesign

Seit Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen. In diesem Gesetz werden Träger öffentlicher Gewalt zur Barrierefreiheit bei Webseiten, Programme und seit September 2016 auch bei Apps verpflichtet. Wenn Webseiten barrierefrei entwickelt werden, nennt sich das in der Fachsprache barrierefreies Webdesign.

Um festlegen zu können, wann eine Webseite barrierefrei ist müssen Kriterien festgelegt werden. Diese Kriterien ergeben sich aus den Problemen von Menschen mit Behinderungen und anderen körperlichen Einschränkungen bei der Bedienung und Wahnehmung von Webseiten. Diese Kriterien wurden zusammengefasst zu Richtlinien.

Die internationen Richtlinien für barrierefreies Webdesign heißen WCAG 2.0 und die Richtlinien für Deutschland heißen BITV 2.0.

Damit eine Webseite entstehen kann benötigt es als Grundlage eine plattformunabhängige Dokumentbeschreibungssprache mit Namen HTML. Mit Cascading Style Sheets, kurz CSS genannt, werden Gestaltungsanweisungen erstellt, die vor allem zusammen mit HTML eingesetzt werden.

HTML wurde immer wieder weiterentwickelt um den Ansprüchen der Web-Programmierer und Webdesigner gerecht zu werden. HTML5 beinhaltet nun Möglichkeiten Webseiten barrierefrei zu gestalten.

Eine der spektakulären Neuerungen in HTML5 ist die Forderung, dass Browser Video- und Audiomedien ohne zusätzliche Software, die so genannten Plug-ins, durch den Browser wiedergeben. Hierfür gibt es in HTML5 die beiden Elemente video und audio. Allein dies beseitigt letztlich die Barriere, zusätzliche Software installieren und korrekt zuordnen zu müssen.

Blinde-und Sehbehinderte Menschen profitieren von den neuen Gliederungs-Tags, die der Bildschirm-Vorlese-Software, Screenreader genannt, mitgeteilt wird. Dadurch haben es Blinde-und Sehbehinderte leichter den Aufbau einer Webseite zu erkennen, sofern diese neuen Gliederungs-Tags auch genutzt werden.

Bei Eingabefelder können jetzt bei HTML5 Platzhalter vergeben werden. Diese bewirken Musterdaten in Eingabefelder und verringern Irrtümer bezüglich des Formats angeforderter Daten.

Das Attribut autofocus sorgt dafür dass ein festgelegtes Element, zum Beispiel ein Eingabefeld, nach dem Laden der Seite zuerst den Fokus bekommt, sprich aktiv ist.

Markus Lemcke, Geschäftsinhaber des Unternehmens Marlem-Software, hat auf seinem Blog einen Artikel geschrieben in dem die wichtigsten Neuerungen zur Barrierefreiheit mit HTML5, zum Teil sogar mit Codebeispiel, nachzulesen sind. Lemcke hofft, dass diese Neuerungen und auch sein Blogartikel dazu beitragen, dass es in Zukunft noch mehr barrierefreie Webseiten geben wird.

Posted by on 6. Dezember 2016. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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