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365 Tage im Amt als Vorsitzender der höchsten krz-Gremien

Seit einem Jahr ist Detmolds Bürgermeister Rainer Heller als Vorsitzender der Verbandsversammlung und des Verwaltungsrates des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) in der Verantwortung für den Lemgoer IT-Dienstleister. Am 25.11.2015 wählten ihn die 37 Mitglieder der Trägerkommunen zu ihrem Gremienvorsitzenden. Ein guter Anlass für das krz, mit ihm auf das zurückliegende Jahr zu schauen.
Andrea Giese: Ein Jahr als Vorsitzender der krz-Verbandsversammlung und des Verwaltungsrates ? gab es Momente, wo Sie es bereut haben, an die Spitze des höchsten beschlussfassenden Gremiums des krz sowie unseres ?Hauptausschusses? zu wechseln?
Rainer Heller:
(lacht) Ja, mehrfach und zwar immer dann, wenn es zu Terminüberschneidungen kam. Inhaltlich habe ich den Schritt nie bereut, den Gremienvorsitz beim Lemgoer IT-Dienstleister übernommen zu haben. Er ermöglicht mir, einen tieferen Blick hinter die IT-Kulissen zu werfen und der ist überaus spannend. Die hohe Komplexität und das umfassende Wissen, derer es im Hintergrund für eine performante und reibungslose IT bedarf, beeindrucken mich jeden Tag wieder aufs Neue.
Andrea Giese: Also alles gut?
Rainer Heller:
Dem Grund nach ja! Wir sind mit dem krz auf einem sehr guten Weg ? z. B. bei der Kommunikation in und mit den Gremienmitgliedern ebenso wie in der Zusammenarbeit zwischen der Verbandsspitze und der krz-Geschäftsleitung. Wir sind da ein Team. Ich schätze ganz besonders unsere regelmäßigen und verbindlichen Austauschgespräche auf dieser Ebene. Sie ermöglichen es, dynamische Prozesse im Dialog zu besprechen und damit Vieles gemeinsam nach vorne zu bringen.
Andrea Giese: Was war denn neu für Sie? Wo sehen Sie die Stärken des krz?
Rainer Heller:
Neu war klar für mich die Erkenntnis, welche außerordentlich große Vernetzung zwischen Bund und Land einerseits und den Kommunen mit ihrem Zweckverband andererseits besteht.
In dieser Hinsicht ist das krz prima aufgestellt und zu allen Ebenen sehr gut vernetzt. Hier liegt auch neben der Innovationsfähigkeit eine seiner wesentlichen Stärken. IT verbindet eben ? extern wie intern. Auch das Teamgefühl innerhalb des krz empfinde ich jedes Mal als besonders stark ? vorbildlich eben.
 
Andrea Giese: ?.und die Stellen, wo noch Nachholbedarf ist?
Rainer Heller:
Bekanntlich kann man ja nie genug kommunizieren. Das gilt dann wohl auch für das krz. Eine offene, ehrliche und transparente Information zu den Mitgliedskommunen und Kunden wird Garant sein, den gemeinsamen Nenner zwischen IT-Anforderungen und Finanzierbarkeit in der kommunalen Familie zu finden. Das wird auch für die Zukunft gelten: die Erfordernisse von Qualität und Kosten sind der Finanzierungsfähigkeit der kommunalen Familien gegenüberzustellen. Dabei dreht es immer um die zentralen Fragen ?Wofür bieten wir was an?? und ?Welcher Nutzen entsteht für die Kommunen vor Ort??
Bei der Beantwortung dieser Fragen wird immer der notwendige Grad der Vernetzung die Antwort auf den kontinuierlichen Kostendruck sein ? in horizontaler ebenso wie in vertikaler Hinsicht. Dabei sind Effizienzgrenzen ebenso zu berücksichtigen wie die Ergebnisse eines kontinuierlichen Marktvergleichs.
Andrea Giese: Die Führungskultur, die Kunden- und Anwenderbindung sowie die Organisation sind eng mit dem Wohl und Weh eines Hauses verbunden. Wie blicken Sie in dieser Hinsicht auf das krz?
Rainer Heller:
Wie gesagt: Das krz als mittelständisches Unternehmen wird sich nur durch eine verbindliche und verlässliche Mitarbeiter-Orientierung in Verbindung mit einer klaren Ziel-Fokussierung in diesem dynamischen IT-Markt behaupten. Das bedeutet aber auch, sich nicht jedem neuen Hype hinzugeben, sondern bewusst ?die Kirche auch mal im Dorf zu belassen?. Ein Risiko-Monitoring kann dabei äußerst hilfreich sein.
Dazu gehört auch, immer wieder die Kundensicht einzunehmen ? denn der Anwender entscheidet letztendlich über Erfolg oder Nichterfolg. Dazu bedarf es einer stringenten Kundenstrategie. Oder anders gesagt: Haben die Kunden ein Problem, hat das krz eine Krise. Und hat das krz eine Krise, bekommen die Trägerkommunen Zustände.
Andrea Giese: Was hat Sie besonders im zurückliegenden Jahr als Vorsitzender der Verbandsversammlung beschäftigt?
Rainer Heller:
Insbesondere drei Dinge: Zum einen die regionalen IT-Kooperationen anzustoßen, auszubauen und kontinuierlich mit Leben zu füllen. Zum zweiten die Mitgliedschaften im Zweckverband zu erweitern, was uns gemeinsam mit den Städten Oerlinghausen und Porta Westfalica gelungen ist und zum Dritten natürlich die Auswahl des neuen Finanzservices für das Verbandsgebiet. Diese wurde erforderlich nach der Ankündigung des bisherigen Herstellers, die Wartung ab 2020 für das bestehende Verfahren einzustellen.
Andrea Giese: Welche kommenden Herausforderungen sehen Sie für das krz?
Rainer Heller:
Ganz klar: Ein Dauerbrenner wird immer bleiben – die Diskrepanz zwischen den quantitativen wie qualitativen IT-Anforderungen an das krz und den finanziellen Möglichkeiten seiner Trägerkommunen.
Andrea Giese: An unterschiedlichen Stellen wird immer wieder darüber diskutiert, ob es nicht Sinn macht, durch Zentralisierung auf Bundesebene die örtliche IT überflüssig zu machen.
Rainer Heller:
Das sehe ich persönlich anders. Eine Bundes-IT würde nur unter der Voraussetzung gleicher Prozesse, die auf einer einheitlichen Gesetzgebung in der gesamten Republik basieren, Sinn machen. Unser föderaler Aufbau steht dem entgegen. Darüber hinaus bin ich der Überzeugung, dass in einem dynamischen, innovationsgetriebenen Markt wie der IT mehrere Schnellboote effektiver sind als ein großer, schwerfälliger Tanker.
Andrea Giese: Wenn Sie später einmal auf die Zeit als Vorsitzender der Verbandsversammlung zurückblicken. Was möchten Sie dann über diesen Zeitraum sagen können?
Rainer Heller:
(lacht) Dass das krz und seine Gremien so gut aufgestellt waren, dass sie jeden Vorsitzenden aushielten.

Der ostwestfälische Service-Provider
Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) in Lemgo wurde 1971 gegründet und ist seit 1972 Informatik-Dienstleister der Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe sowie von 34 (ab 1.1.2017 36) Städten und Gemeinden aus diesen Kreisgebieten. Direkt oder indirekt werden über 11,5 Mio. Einwohner in NRW mit Services des krz betreut.
Als kommunaler Zweckverband besitzt das krz den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Zu den traditionellen Aufgaben zählen unter anderem die Entwicklung, Einführung und Wartung klassischer Kommunalanwendungen. Um dem hohen Anspruch gerecht zu werden, hält das krz für seine Kunden ein reichhaltiges Angebot an Software-Applikationen (Verfahren), Netzwerktechnik, Arbeitsplatz- und Server-Hardware und Dienstleistungen (Beratung, Schulung, Installation, Wartung und Support) bereit. Das krz ist bekannt für einen ausgeprägten Datenschutz sowie eine höchstmögliche Datensicherheit und ist der erste kommunale IT-Dienstleister mit der BSI-Zertifizierung (ISO 27001).
Über 230 engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von der Verwaltungsfachkraft bis hin zum Technik-Experten, sind Garant für die Umsetzung der Unternehmensziele. Das krz unterstützt etwa 8.000 PC-Arbeitsplätze mit rund 10.500 Geräten in den Verwaltungen des Verbandsgebietes. Über die Mitglieder hinaus nehmen noch mehr als 600 weitere Kunden aus dem kommunalen Umfeld Dienstleistungen des krz in Anspruch. Der Servicedienst und die Hotline sorgen für eine Datenverfügbarkeit von nahezu 100%.
Unter dem Motto “krz – Kunden rundum zufrieden” ist das krz für seine Geschäftskunden ein zuverlässiger Partner. Ebenso stehen dem krz aufgrund seiner Mitgliedschaften in der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister – VITAKO e. V. und im KDN, der Leistungsgemeinschaft von Kommunen, Landkreisen und Datenzentralen, starke Partner zur Seite, um Synergieeffekte optimal zu nutzen.

Posted by on 15. Dezember 2016. Filed under Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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