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Das Handy orten – was gilt es zu beachten

Das Handy verlegt oder gestohlen. Wissen wo sich die Kinder gerade aufhalten oder ältere Menschen sich gerade befinden, die aufgrund altersbedingter Orientierungsprobleme in Gefahr geraten könnten. Wissen wollen, was ein Mitarbeiter gerade so treibt oder wo er sich aufhält. Ist der Partner tatsächlich im Büro oder geht er möglicherweise in diesem Augenblick fremd? All diese Fragen wären Gründe, um das Handy orten online zu lassen. Zwar sind die technischen Voraussetzungen längst kein Problem mehr, denn Dank GPS lassen sich auch mobile Endgeräte in weniger als 60 Sekunden ziemlich genau aufspüren. Auch die GSM Technologie erlaubt ein schnelles Auffinden. Grundlage sind hierbei die Funkmasten, in die sich das Handy eingeloggt hat, denn die Geräte kommunizieren auf der Basis der Funkzellen innerhalb dieser Masten.

Doch nicht alles ist auch erlaubt, denn der Gesetzgeber hat datenschutzrechtliche Richtlinien erschaffen, die die Persönlichkeitsrechte vor illegalen Angriffen schützt. Grundsätzlich gilt: Der zu ortende muss seine Zustimmung geben. Aber auch in begründeten Ausnahmefällen sind Handyortungen möglich und rechtlich zulässig.

 

Die Handy Ortung bei Diebstahl oder Verlust

Smartphones und Co. sind zumeist ein teures Vergnügen bei der Anschaffung. Die Preise für die neuesten Modelle reichen nahe an einen vierstelligen Eurobereich heran. Wenn die mobilen Endgeräte durch Diebstahl abhanden gekommen sind oder auf eine andere Art und Weise verlorengegangen sind, möchte man sie daher auch so schnell wie möglich wieder bekommen. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Optionen zur Ortung angeboten. Die Suche in diesem Fall ist absolut legal, denn die Geschädigten selbst haben nicht nur ein berechtigtes Interesse daran, wieder in den Besitz des Gerätes zu gelangen. Auch die persönliche Zustimmung für die Ortung liegt vor. Im Beim Handy orten lässt sich ziemlich exakt die genaue Position des Gerätes bestimmen. Im besten Fall hat man es einfach nur verlegt und findet es schnell wieder. Bleibt aber die Suche danach ohne den gewünschten Erfolg, sollten neben der GPS-Ordnung zwingend folgende Schritte eingeleitet werden:

  • Anzeige bei der Polizei erstatten (im Fall des Diebstahls, etc., Speicherung der relevanten Daten erlaubt bei der Auffindung eine eindeutige Zuordnung)
  • Kontaktaufnahme zum Provider (Sperren der eigenen SIM-Karte)
  • Mit der Imei Nummer das Handy sperren lassen

Der Imei-Nummer kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Es handelt sich um die Individualnummer des Gerätes, die einzigartig ist und dem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet ist. Sind Smartphone und Co. abhanden gekommen, kann man über den Provider das Handy sperren lassen. Zumeist findet man die Nummer auf dem Karton, dem Gerät selbst oder durch die Eingabe im Handy mit *#06*.

 

Ortung von Kindern oder älteren Menschen

Aufgrund des fortschreitenden Alters werden Menschen zeitlich und örtlich desorientiert. Zu ihrem eigenen Schutz sollten daher Vereinbarungen mit den Angehörigen getroffen werden, die die Ortung des Mobiltelefons erlaubt. So lässt sich im Ernstfall der Aufenthaltsort präzise ermitteln.
Wie in einem Online Beitrag auf wallstreet-online.de nachzulesen ist, ist es sinnvoll, die Handy Ortung von Kindern einzuplanen. Dieses darf nicht der Kontrolle über den selbstbestimmten Aufenthaltsort missbraucht werden, sondern sollte eine Ortung der Handys tatsächlich nur in Notfällen durchgeführt werden. (Schutzrechte, Fürsorgepflicht).

 

Den Aufenthalt von Mitarbeitern ermitteln – legal?

Mitarbeiter, ob im Außendienst oder auch im Büro per Handy zu orten unterliegen klar definierten gesetzlichen Bestimmungen. Denn, so wird in einem Online Beitrag auf fr-online.de publiziert, auch am Arbeitsplatz gilt der Datenschutz. Hier werden Persönlichkeitsrechte und das Recht auf Selbstbestimmung explizit geschützt.

Aber auch in diesem Bereich hat der Gesetzgeber Ausnahmen zugelassen, denen sich auch höchstrichterliche Instanzen anschlossen. Richtet sich exemplarisch ein konkreter Tatverdacht gegen einen Mitarbeiter in Bezug auf eine Straftat, so ist eine Handy Ortung durchaus zulässig. Diese Verdachtsmomente müssen sorgsam dokumentiert werden. Beispiele sind hier möglicher Spesenbetrug, Spionageverdacht oder geplante Angriffe auf die Betriebssicherheit. Die Handy Ortung endet aber im privaten Bereich. Nutzt der Mitarbeiter ein dienstliches Handy, so können bereits zuvor einvernehmliche Zustimmungen zur Handy Ortung vereinbart werden.

Posted by on 21. Dezember 2016. Filed under Telefon-Auskunft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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