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Inventurdifferenzen können existenzbedrohende Ausmaße annehmen

Die alljährliche Inventur bringt oftmals Differenzen ans Licht, mit denen ein Unternehmer nicht gerechnet hätte. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei Einzelhändlern können sich Ladendiebstähle oder mangelnde Loyalität von Mitarbeitern nachhaltig auf die Existenz auswirken. Doch nicht nur auf lokaler Basis, sondern auch im Onlinehandel steigen die Risiken für finanzielle Schäden.

Wardrobing – ein neues Phänomen im Onlinehandel

Wardrobing ist ein neuer Trend im Onlinehandel, der nicht nur für Kleinunternehmer und Einzelhändler eine existentielle Gefahr darstellt. Unter Wardrobing versteht man die Bestellung von Kleidungsstücken, die vom Kunden getragen und anschließend retourniert werden. Für den Händler der die getragene Ware erhält, ergibt sich aus dieser Situation ein finanzieller Verlust im Ausmaß des vollständigen Produktpreises. Denn ein Wiederverkauf getragener Kleidung ist ausgeschlossen, sodass der Händler den zurückgesandten Artikel abschreiben und als Verlust verbuchen muss. Die neue Herausforderung basiert auf der niedrigeren Hemmschwelle bei Online-Retouren im Gegensatz zum stationären Handel. Beim persönlichen Umtausch im Ladengeschäft müsste sich der Kunde dem Gespräch mit dem Verkäufer stellen, wenn dieser ihn auf Flecken oder den getragenen Zustand des Kleidungsstücks hinweist. Im Internet fühlt sich der Kunde anonym und neigt daher eher zu einer nicht korrekten Handlung.

Warensicherung sollte im Vordergrund stehen

Existenzgründer versuchen die Investitionskosten in ihr Unternehmen anfänglich gering zu halten und so mehr finanzielle Freiheit in der Gründungszeit zu genießen. Doch eine gute Warensicherung ist eine wichtige Investition und sollte von Beginn an realisiert werden. Diebstähle durch Kunden oder Mitarbeiter bleiben in 80 Prozent aller Fälle unbemerkt und führen zu Inventurdifferenzen mit nicht zu unterschätzenden Auswirkungen auf die Liquidität und Geschäftsfähigkeit des Unternehmens. Die Warensicherung ist auf verschiedenen Wegen möglich, wobei modernste Sicherheitstechnik wie Alarmgeber und Kameras im Vordergrund stehen. Auch eine übersichtliche Ladeneinrichtung und Ladengestaltung erschweren Diebstähle und schrecken unehrliche Kunden ab. Die neue Orientierung auf ausschließlich digitale Kriminalität ist nicht angeraten, da gerade kleine Geschäfte seltener Opfer eines Cyberangriffs werden, hingegen aber mit dem klassischen Diebstahl konfrontiert werden und sich entsprechend schützen müssen. Natürlich ist auch die Datensicherung nicht zu unterschätzen, doch sollte sie ein Bestandteil der Vorbeugung gegen Inventurdifferenzen und Verluste sein und sich nicht als primäre Maßnahme präsentieren. Die Investition in eine diebstahlerschwerende Warensicherung und ein gutes Kamerasystem mit Bildschirmen im Kassenbereich senkt die Diebstahlrate und ist damit eine optimale Prävention gegen Inventurverluste und hohe finanzielle Einbußen.

Videoüberwachung und geschultes Personal gegen Inventurdifferenzen

Hohe Inventurdifferenzen sind vermeidbar, in dem die Mitarbeiter des Geschäfts geschult und mit verdächtigem Kundenverhalten vertraut gemacht werden. Zusätzlich kann eine gute Videoüberwachungsanlage abschreckend wirken und dem Händler sowie seinen Mitarbeitern einen vollständigen Überblick über das Ladengeschäft verschaffen. Die Überwachung des Geschäfts sollte sich nicht primär auf die Bereiche mit hochpreisigen Waren konzentrieren, da auch der Diebstahl günstigerer Produkte zu hohen Inventurdifferenzen führt und sich durch die Häufigkeit von Diebstählen steigert. Ehrliche Mitarbeiter sind ein weiterer Aspekt in der Vermeidung von Verlusten. Die gelegentliche Überprüfung der Mitarbeiter ohne vorherige Ankündigung ist kein Zeichen des Misstrauens, sondern sichert das Unternehmen und schließt interne Risiken aus. Mitarbeiter die sich dem Unternehmen gegenüber loyal verhalten, werden auf eine Taschenkontrolle oder den videoüberwachten Arbeitsplatz nicht mit Unmut reagieren und diese Kontrolle als wichtig anerkennen.

Fazit: Durch mangelhafte Sicherheitskonzepte entstehen Geschäften jährlich Verluste in Millionenhöhe. Betroffen sind nicht nur große und in der Industriespionage interessante Konzerne, sondern vor allem kleine Händler und mittelständische Unternehmen. Auch im Internethandel besteht das Risiko von Inventurdifferenzen durch die neue Methode Wardrobing. Um Prävention zu leisten und Umsatzverluste zu vermeiden, sollten klare Geschäftsbedingungen und Warensicherungen, sowie die Überprüfung von Mitarbeitern ins Augenmerk von Unternehmern geraten. Ein gutes Sicherheitskonzept mit umfassenden Maßnahmen schützt am besten vor Diebstählen und somit für existenzgefährdenden Inventurdifferenzen.

Posted by on 29. Dezember 2016. Filed under Business & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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