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Intelligente Informationen: DERCOM wirbt für neuen Standard iiRDS

Arbeitsgruppe entwickelt Datenbereitstellungsstandard
Entwurfsversion für März 2017 geplant
Neues Verbandsmitglied Fischer Computertechnik
Dynamische Anpassung an Nutzerrollen, Arbeitsaufgaben und Anwendungskontexte: Der neue Datenbereitstellungsstandard iiRDS (Intelligent Information Request and Delivery Standard) bereitet Technische Informationen standardisiert für den User auf ? unabhängig vom Urheber oder dem genutzten Endgerät. Der Verband Deutscher Redaktions- und Content Management System Hersteller (DERCOM) hat den neuen Standard für intelligente Informationen gemeinsam mit einer Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der Industrie, Forschung und Lehre mitentwickelt. Im März soll eine erste Entwurfsversion erscheinen.
?Um digitale Informationen kontextabhängig und individualisiert bereitzustellen, bedarf es eines branchenübergreifenden Standards. Diese Lücke schließt der neue Datenbereitstellungsstandard iiRDS?, erklärt Stefan Freisler, Vorstandsvorsitzender des DERCOM. An der Entwicklung haben sich neben den Verbandsmitgliedern auch zahlreiche Akteure aus Industrie, Forschung und Lehre beteiligt. Initiiert wurde die Arbeitsgemeinschaft iiRDS Anfang 2016 von der Gesellschaft für Technische Kommunikation (www.tekom.de).
Gerade in der globalisierten Wirtschaft, in der Komponenten verschiedenster Hersteller bei der Produktion zusammengeführt werden, liegen die Vorteile eines gemeinsamen Standards auf der Hand: Informationen aus heterogen Quellen lassen sich harmonisch und zielgerichtet den individuellen Bedürfnissen beim Regelbetrieb, dem Fehlerfall oder der Wartung anpassen. Darüber hinaus unterstützt der iiRDS Such- und Filterfunktionen sowie verschiedene Endgeräte und ist vom Benutzer erweiterbar. Der Standard liefert somit einen entscheidenden Beitrag, um Workflows zu optimieren, Zeit einzusparen und möglichst kosteneffizient zu arbeiten.
Typische Einsatzszenarien liegen beispielsweise im Wartungsbereich. So können Techniker über mobile Endgeräte eine Informationsanfrage an einen Server stellen. Dank des iiRDS erkennt dieser die Anfrage und Berechtigung des Nutzers, verpackt alle nötigen Informationen entsprechend und schickt diese auf das Mobilgerät des Technikers. Dort sorgt der genutzte Standard dafür, dass die Informationen wie gewünscht dargestellt werden. Nutzt man auf diese Weise iiRDS, so können z.B. Wartungspläne für komplette Anlagen generiert werden, auch wenn die einzelnen Komponenten von unterschiedlichen Lieferanten kommen.
Bereits auf der vergangenen tekom-Jahrestagung im November 2016 stellte die Arbeitsgemeinschaft zum iiRDS erste Use Cases für das neue Format vor. Im März ist die Veröffentlichung einer Entwurfsversion vorgesehen, die interessierte Nutzer downloaden und kommentieren können. Im Sommer 2017 soll die erste Version als Open-Source-Datei zur Verfügung stehen. Da Metadaten ein wesentlicher Bestandteil des iiRDS sind, möchte der DERCOM bereits jetzt auf den neuen Standard aufmerksam machen, denn: ?Für die Erstellung solcher Daten ist immense redaktionelle Arbeit notwendig. Das neue Format profitiert von regem Interesse und zahlreichen produktiven Kommentaren?, sagt Stefan Freisler, der sich unterdessen gemeinsam mit dem Verband über Mitgliederzuwachs freut. Mit dem Beitritt der Fischer Computertechnik AG, Hersteller des Redaktionssystems TIM, sind nun sieben deutsche Systemanbieter im Verband organisiert. Nach Schätzungen des DERCOM werden somit 80 Prozent der Anwender von Redaktionssystemen und CCMS im deutschsprachigen Raum von Systemen der Verbandsmitglieder unterstützt.

Der “Verband deutscher Redaktions- und Content Management System Hersteller e.V.”, kurz DERCOM, mit Sitz in Bamberg wurde am 7. Juni 2013 gegründet. Gründungsmitglie-der sind die Unternehmen Acolada GmbH und die SCHEMA GmbH aus Nürnberg, die Bamberger DOCUFY GmbH, die Empolis Information Management GmbH aus Kaisers-lautern, die gds AG aus Sassenberg, die Noxum GmbH aus Würzburg sowie die Ovidius GmbH aus Berlin. 2017 ist die Fischer Computertechnik AG hinzugekommen.
Der Vorstand des Vereins besteht aus: Stefan Freisler (Vorstand), Henning Mallok (stell-vertretender Vorstand) und Norbert Klinnert (Schatzmeister).
Ziel des Verbandes ist es, die Öffentlichkeit regelmäßig über neu entstehende Trends, technische Sachverhalte oder andere Standards im Bereich von Redaktions- und Content-Management-Systemen zu informieren. Zudem sollen Standards oder Schnittstellen zu weiteren Produkten im Marktbereich der Mitglieder definiert bzw. spezifiziert werden.

Posted by on 11. Januar 2017. Filed under Allgemein,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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