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Die potentielle Anwendung von HTML und CSS für Print

Gent, 12. Januar 2017 – Jedes Jahr schließen Studenten grafischer und digitaler Medien ihre Ausbildung an der Arteveldehogeschool mit einer Bachelorarbeit ab. Ken Wittebrood erhielt für seine Bachelorarbeit „Erforschung der potentiellen Anwendung von pdfChip für die crossmediale Produktion“ Bestnoten.

Für Studenten der „Grafimediatechnologie“ (grafische Medien und Technologie) beinhaltet die Bachelorarbeit ein praxisorientiertes Forschungsprojekt. Der ehemalige Student Ken Wittebrood untersuchte, ob HTML, CSS und JavaScript verwendet werden können, um Dateien zu erzeugen, die für einen grafischen Workflow geeignet sind.

In seiner Bachelorarbeit konnte er zwei seiner Leidenschaften kombinieren: den grafischen Sektor und Webtechnologien. Das Ergebnis seiner Forschung erklärt Ken Wittebrood folgendermaßen: „Wenn Sie an HTML und CSS denken, denken Sie nicht sofort an Druck. Aber der grafische Sektor hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Der Begriff „Crossmedia“ taucht überall auf. Heutzutage müssen Unternehmen selbstverständlich eine Webpräsenz haben, aber die Macht der Printmedien sollte nicht unterschätzt werden. Wie auch immer, Cossmedia-Kommunikation bringt eine Menge an extra Arbeit für Unternehmen mit sich. Der Content muss im Web veröffentlicht werden und dann darüber hinaus in einen Katalog, einem Flyer oder in einem Buch integriert werden. Web Designer und / oder Web-Entwickler kümmern sich um die Website und nutzen HTML und CSS als Werkzeuge. Dann formatiert ein Grafikdesigner oder die Prepress-Abteilung denselben Content noch einmal für den Druck. Sie generieren eine PDF-Datei, die dann zu den Druckern gesendet wird.“

Das Ziel seiner Bachelorarbeit war es, herauszufinden, ob dieser Prozess vereinfacht werden könnte. Die wissenschaftliche Fragestellung für seine Arbeit wurde wie folgt definiert: Ist es möglich, HTML, CSS und JavaScript zu nutzen, um PDF-Dateien zu erzeugen, die für den Einsatz in einem grafischen Workflow geeignet sind?

Die Forschung

Es mag zunächst seltsam klingen, Content zu nutzen, der nicht speziell für das Web bestimmt ist und ihn mit HTML zu formatieren, aber das ist aktuell nicht unüblich. Denken Sie zum Beispiel an EPUB, das beliebte eReader-Format, das auch mit HTML und CSS formatiert ist!

HTML und CSS sind Auszeichnungssprachen für die Erstellung von Websites. Die Forschung von Ken Wittebrood zeigte schnell, dass diese Technologien Mängel haben, wenn die Ausgabe lieber gedruckt werden soll. Der grafische Produktionsprozess ist komplex und erfordert eine andere Arbeitsweise als der Produktionsprozess für Bildschirm-Material. Handhabungsaspekte wie CMYK, Schmuckfarben, Definieren des Seitenformats, PDF-Kompatibilität … sind mit HTML und CSS nicht umsetzbar – um nur einige Gründe zu nennen, warum HTML und CSS für Print nicht geeignet sind.

Um die Grenzen von HTML & CSS zu überwinden, verwendete Ken Wittebrood pdfChip von callas software. Dies ist eine Kommandozeilen-Anwendung für die Konvertierung von HTML-Dateien in hochqualitative, druckreife PDF-Dateien. Die Programmierer von callas software erweiterten sozusagen HTML, CSS und JavaScript und fügten zusätzliche HTML-Elemente und CSS-Attribute hinzu, so dass sie speziell für einen grafischen Workflow verwendet werden können. Mit pdfChip sind Funktionen wie CMYK-Farben, Metadaten, Seitenformat und erweiterte Farbräume möglich. Durch die Analyse dieser zusätzlichen HTML-Elemente und CSS-Attribute, wollte Ken Wittebrood Antworten auf Fragen finden wie: „Wie funktioniert pdfChip?“, „Was kann die Lösung?“ und „Welches sind die möglichen Barrieren mit pdfChip?“. Neben der Überprüfung der Literatur für die theoretische Forschung, entwarf er eine Reihe von praktischen Fällen, einschließlich einer Webanwendung, über die Anwender Daten eingeben können. Basierend auf diesen Daten wird die HTML-Vorlage ausgefüllt und automatisch eine Ausschießung erstellt, die als druckfertige PDF/X-Datei heruntergeladen werden kann.

Die Ergebnisse

Die Forschungen zeigten, dass mit Hilfe von pdfChip und den spezifischen Erweiterungen von HTML, CSS und JavaScript, diese Sprachen verwendet werden können, um akkurate PDF/X-Dateien zu erstellen. Das Problem, dass in HTML und CSS notwendige Bestandteile für die Verwendung in einer grafischen Umgebung fehlten, wurde mit pdfChip beseitigt. Aspekte wie CMYK-Farben, Pantone-Farben, Farbprofile und Rendering werden unterstützt, so dass HTML und CSS für die Erzeugung perfekter PDF/X-Dateien verwendet werden können.

„Meiner Meinung nach werden sich moderne Druckvorstufenbetreiber und -designer zunehmend mit crossmedialer Kommunikation in der Zukunft beschäftigen. Unternehmen wollen mit einer einzigen Code-Basis für Web und Print arbeiten. Für diese Aufgabe ist pdfChip eine gute Lösung“, sagt Ken Wittebrood. Sie ermöglicht es, Content, der sowohl im Internet als auch in der Printversion veröffentlicht werden soll, schneller und effizienter zu formatieren.

Posted by on 12. Januar 2017. Filed under New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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