Startseite » Allgemein » Privat und beruflich trennen: So setzt man die Grenzen der Privatsphäre

Privat und beruflich trennen: So setzt man die Grenzen der Privatsphäre

Vor allem junge Unternehmer haben häufig das Problem: Sie möchten stets erreichbar sein, den besten Kundenservice bieten und keine Aufträge verpassen. Kurzerhand wird der private Account auf Facebook für Kundenkontakte genutzt, auch die Handynummer wird schnell als die zuverlässigste Kommunikationsquelle angegeben. Die Folgen sind zweierlei zu betrachten: Auf der einen Seite sichert man eine blitzschnelle Kommunikation, kümmert sich stetig persönlich um die Anliegen der Kunden und punktet mit Geschwindigkeit der Verarbeitung sämtlicher Anfragen. Auf der anderen Seite verzichtet man auch etwas unheimlich wichtiges: Den Feierabend und die Privatsphäre. Ab einem gewissen Pensum lohnt es sich, klare Grenzen zu setzen und rein berufliche Kommunikationswege zu schaffen.

Die geschäftliche E-Mail-Adresse

So gut wie alle Unternehmer haben eine E-Mail-Adresse nur für die Firma eingerichtet. Es ist auch eine prima Entscheidung, die allerdings nur dem Aussehen etwas nützt, wenn eine Umleitung eingerichtet wird. Da die meisten Menschen den E-Mail-Account mit dem Smartphone verbunden haben, wird der Unternehmer ohne Umwege in seinem Feierabend erreicht. Besser ist es, wenn man separat auf die E-Mails zugreift: So kann der Mensch selbstständig entscheiden, wann er im Dienst ist.

Tipp: Vor allem Einzelunternehmer möchten auch im längeren Urlaub für ihre Kunden wenigstens minimal erreichbar sein. Eine automatische Abwesenheitsnotiz oder eine zeitlich begrenzte Umleitung wären hierfür gute Alternativen zur ständigen Erreichbarkeit.

Die Handynummer: Beruflich und privat

Die Weitergabe der Handynummer ist ein großer Stressfaktor für das Privatleben. Nicht nur Kunden, die es ernst meinen und große Aufträge mitbringen, sondern auch sämtliche Werbeanbieter können von der öffentlichen Nummer Gebrauch machen. Und auch Kunden können sehr viel Stress bedeuten und Ruhezeiten nicht respektieren, wer möchte schon an einem Samstagabend aus dem wohlverdienten Wochenende rausgerissen werden? Lieber ein Zweithandy einrichten und eine klare Grenze ziehen: Zu Beginn reicht ja meistens ein einfaches Prepaid-Handy oder ein Smartphone mit einem günstigen Vertrag. Der Vorteil ist: Auf dem geschäftlichen Handy können alle nötigen Apps wie z.B. die Verwaltung der Firmenseite auf Facebook, der E-Mail-Account, beruflich genutzte Programme wie Skype sowie WhatsApp installiert werden, dennoch entscheidet der Unternehmer allein, wann er diese abrufen möchte. Der Unternehmer muss lernen, das zweite Handy zeitlich passend einzusetzen. Das bedeutet: Am Wochenende ist das Geschäftshandy aus, unter der Woche zu den üblichen Arbeitszeiten und im Urlaub nach Bedarf und punktuell eingeschaltet.

Die große Vielfalt der sozialen Netzwerke

Natürlich sind diverse soziale Netzwerke starke Werbeplattformen für die Unternehmer. Folgende werden besonders gern und erfolgreich für das Online-Marketing genutzt:

Hier lohnt es sich auf jeden Fall, extra für das Unternehmen einen Account oder eine Seite (z.B. bei Facebook) einzurichten. Zum einen ist es nicht zwingend nötig, dass die Kunden die privaten Partyfotos, Bilder der Kinder oder Haustiere sehen, zum anderen erweckt es einen seriöseren Eindruck. Persönlich darf die Geschäftsseite dennoch sein, schließlich sind Authentizität und Offenheit zurzeit beliebt.

Tipp: Schützen Sie Ihre Privatsphäre auf Facebook. Viele Kunden und potentielle Partner suchen bewusst in sozialen Netzwerken nach den Seiten, um einen Überblick über die Persönlichkeit zu verschaffen. Daher sollten sensible Inhalte nicht für die Öffentlichkeit sichtbar sein.

Der Arbeitsrechner

Tatsächlich ist es durchaus sinnvoll, nur für die beruflichen Belange einen Zweitrechner anzuschaffen. Hier gelingt die Struktur sowie Datenschutz deutlich besser: Die Gefahr ist zu groß, dass der private PC schnell mal für andere Zwecke weitergegeben wird oder sensible Daten offen gelassen werden. Der vertrauliche Umgang mit Kundendaten erfordert ein solides System, auch gegen den externen Zugriff müssen die Informationen und Aktivitäten im Netz  geschützt werden.

Letztendlich spielt die Psychologie auch mit rein: Es ist wichtig, die beruflichen Aktivitäten von dem privaten Leben zu trennen, sonst ist man dauerhaft unter Stress gesetzt. Selbst wenn die Auswirkungen augenscheinlich gering sind, durch eine klare Trennung und bessere Struktur erreicht man eine hohe Produktivität und eine optimale Erholung.

Posted by on 13. Februar 2017. Filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis