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Cloud-Sicherheit auf mehrere Schultern verteilt / Bundesdruckerei nutzt erstmals Raic-Prinzip für Cloud Computing – neues Angebot BDrive wird auf CeBIT vorgestellt

Das IT-Sicherheitsunternehmen Bundesdruckerei
stellt auf der CeBIT 2017 (Halle 7, Stand E17) seine neue
Cloud-Speicherlösung vor. Die Plattform BDrive teilt die vom Nutzer
verschlüsselten Daten in einzelne Fragmente, die keinen Rückschluss
auf das Original zulassen. Diese Teildokumente werden dann mehrfach
bei unabhängigen Cloud-Anbietern gespeichert. BDrive nutzt damit
erstmals das Sicherheitskonzept RAIC („Redundant Array of Independent
Clouds“), das sich an dem in der Datenspeicherung bekannten
RAID-Prinzip („Redundant Array of Independent Disks“) orientiert. Die
bei RAID bewusst erzeugte Redundanz wird nun beim Cloud-Computing
eingesetzt. „BDrive vereint das Beste beider Cloud-Welten: Sie ist so
flexibel und einfach wie eine Public Cloud und so sicher wie eine
Private Cloud“, sagt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Bundesdruckerei. „BDrive macht das Teilen und Ablegen von Daten
in der Cloud einfach, sicher und compliancekonform.“

Die Lösung eignet sich insbesondere für die sichere Zusammenarbeit
über Unternehmensstandorte hinweg und mit externen Partnern.
Zielgruppen sind alle Unternehmen und Behörden, die höchste
Anforderungen an Datensicherheit und -schutz stellen. BDrive ist auf
allen gängigen Desktop-Plattformen und mobilen Endgeräten sowie über
Standard-Web-Browser einsetzbar. Die umfangreiche Lösung ist ab
Sommer 2017 erhältlich. Kunden können die aktuelle Version ab Ende
März testen.

Bei BDrive wird die zu speichernde Datei am Arbeitsplatz des
Anwenders verschlüsselt; dann werden einzelne Datenpakete erzeugt und
in der Regel auf fünf kommerzielle, etablierte Cloud-Speicherdienste
verteilt. Dabei kann der Kunde immer auswählen, welche
Speicherdienste für welche Dokumente genutzt werden. Die Daten liegen
nicht auf Servern der Bundesdruckerei. Beim Zugriff auf die Daten
werden die einzelnen Fragmente wieder zur Originaldatei
zusammengefügt. Die Daten sind in redundanter Form auf den Servern
gespeichert; daher führt auch der Ausfall mehrerer
Cloud-Speicherdienste zu keinem Datenverlust. Die Verteilung der
einzelnen Datenfragmente auf separate Anbieter verhindert zudem das
Abfangen vollständiger Dateien und lässt keine Rückschlüsse auf die
Ausgangsdaten zu. Auch die Bundesdruckerei kann zu keinem Zeitpunkt
auf die Daten der Kunden zugreifen oder sie einsehen. Zudem bietet
BDrive ein hochmodernes Identitäts- und Berechtigungsmanagement und
detaillierte Zugriffsrechte.

Als weiteres Innovationshighlight zeigt die Bundesdruckerei auf
der CeBIT das „Behavior-based-Authentication“-Verfahren. Dieses kommt
ohne Passwörter und spezielle Sicherheitstoken aus. Es wurde am
Hasso-Plattner-Institut in Potsdam entwickelt. Anwender werden anhand
alltäglicher, individueller Bewegungsabläufe authentifiziert. Das
geschieht mit Geräten, die fast jeder heute besitzt: Smartphones und
Smartwatches. Dort eingebaute Sensoren messen beispielsweise die
Länge der Schritte, wie der Anwender beim Gehen seine Hüfte dreht
oder sein Smartphone aus der Hosentasche zieht. Es entsteht ein
einzigartiges, für den Nutzer typisches Profil. Dieses wird mit dem
hinterlegten Profil des Nutzers verglichen. Nun wird ein sogenanntes
Trust-Level berechnet. Es sagt aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit
der augenblickliche Nutzer auch der hinterlegte Nutzer ist. Erreicht
das Level einen vorher definierten Wert, so gilt der Nutzer
automatisch als authentifiziert.

Für die sichere Industrie 4.0 präsentiert die Bundesdruckerei auf
der Messe ein ganzheitliches Konzept aus Beratung, Produkten und
Lösungen. Im Mittelpunkt des Messestands steht eine Mini-Fabrik,
deren Komponenten untereinander vernetzt sind. Sie ist Dreh- und
Angelpunkt für zentrale Sicherheitsaspekte von Anwendungen für die
Industrie 4.0. Intelligente Systemlösungen reagieren eigenständig und
gezielt auf Fehler und Angriffsversuche. Die Bundesdruckerei und ihre
Tochter genua zeigen praxisorientierte Lösungen für einen hohen
Firewall-Schutz und für die risikolose Fernwartung. Zudem wird der
Zusammenhang zwischen Sicheren Identitäten und Industrie 4.0
erläutert und wie sich digitale Identitäten durch den Einsatz von
Zertifikaten schützen lassen. Hamann: „Industrie 4.0 funktioniert nur
mit einer sicheren Identifizierung aller Beteiligten: Mitarbeiter,
Maschinen und Werkstücke.“

Pressekontakt:
Alexandra Haberstroh, Pressesprecherin
Bundesdruckerei GmbH
Tel.: +49 (0)30 2598 2818
Fax: +49 (0)30 2598 2808
E-Mail: Alexandra.Haberstroh@bdr.de

Original-Content von: Bundesdruckerei GmbH, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 16. Februar 2017. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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