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FSM-Beschwerdestelle für Onlineinhalte 2016 / Stetige Steigerung der kinder- und jugendpornografischen Fälle; Rechtsextremismus auf gleichbleibend hohem Niveau

Im Jahr 2016 erhielt die FSM-Beschwerdestelle
insgesamt 4.644 Meldungen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der
Gesamtbeschwerden damit um rund 15 % gesunken (2015: 5.448).

1.394 der eingegangenen Beschwerden enthielten Darstellungen des
sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen. In Relation zur
Gesamtbeschwerdezahl ist dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr
erneut angestiegen (2016: 30 %, 2015: 28 %, 2014: 27 %). Seit 2005
ist die Zahl der gemeldeten Missbrauchsinhalte fast stetig gestiegen.
Von den in Deutschland gehosteten Inhalten konnten 97 % innerhalb
einer Woche gelöscht werden. Im Ausland waren nach 4 Wochen 74 % der
Inhalte gelöscht – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (2015: 62
%). Diese Löschquote ist im Vergleich zu den deutschen Fällen
aufgrund unterschiedlicher Rechtslagen schlechter. Die Verbesserung
der Löschquote wurde durch das direkte Kontaktieren der Provider, bei
denen die illegalen Inhalte gehostet sind, erreicht.

2016 hat sich die Anzahl der Beschwerden über Rechtsradikalismus
nach der großen Steigerung in 2015 nur unwesentlich verändert (2016:
263 Fälle, 6 %; 2015: 256 Fälle, 5 %; 2014: 32 Fälle, 1 %). Hierzu
zählen beispielsweise die Verbreitung von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen (2016: 227 Fälle; 2015: 202 Fälle)
und die Leugnung des Holocausts (2016: 36 Fälle; 2015: 55 Fälle). Als
volksverhetzend wurden von der Beschwerdestelle 2016 103 Inhalte
eingestuft (2015: 139).

Nach kinder- und jugendpornografischen Inhalten wurden
erwachsenenpornografische Inhalte 2016 am häufigsten bearbeitet (718
Fälle/16 %), gefolgt von den übrigen jugendgefährdenden Inhalten (338
Fälle/7 %). Der Anteil der Beschwerden gegen „Sonstige“ Inhalte ist
im Vergleich zum Vorjahr mit 32 % in etwa gleich geblieben (1.536
Fälle). Hierunter fallen beispielsweise Inhalte, für die die
Beschwerdestelle nicht zuständig ist oder bei deren Überprüfung kein
Verstoß gegen jugendmedienschutzrechtliche Vorschriften festgestellt
werden konnte.

Martin Drechsler, Geschäftsführer der FSM: „Die konstant sehr
hohen Löschquoten der in Deutschland gehosteten
Missbrauchsdarstellungen sind nur möglich dank unserer sehr guten
Kooperation mit dem Bundekriminalamt. Für die gestiegenen Löschquoten
im Ausland ist die internationale Vernetzung der FSM-Beschwerdestelle
mit dem INHOPE-Netzwerk und den Providern essentiell.“

Diagramme der Statistiken finden Sie unter
http://www.fsm.de/de/downloads#Statistiken-anchor

Pressekontakt:
FSM e.V., www.fsm.de ; Katja Lange, Beuthstr. 6, 10117 Berlin; Tel.:
030 24 04 84 – 43, lange@fsm.de, @FSM_de

Original-Content von: FSM e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 28. Februar 2017. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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