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Kaffeemaschine Schuld an schlechtem WLAN? NETSCOUT macht den Check: HotSpots und FlopSpots auf der CeBIT 2017

Anbieter für Service Assurance fühlt dem WLAN
auf der CeBIT auf den Zahn: Welche Halle bietet Ausstellern und
Besuchern die beste Internetverbindung?

HotSpot oder FlopSpot? Wollen Messebesucher diese Woche auf der
CeBIT per WLAN surfen, telefonieren oder Videos abrufen, sollten sie
dafür am besten die Hallen 2, 3 und 11 nutzen. Mit schlechter
Surfgeschwindigkeit und Verbindungsabbrüchen müssen Teilnehmer
hingegen in den Hallen 5 und 8 rechnen. NETSCOUT, Marktführer für
Service Assurance in Echtzeit und Cybersecurity-Lösungen, hat das
Drahtlosnetzwerk der IT-Messe unter die Lupe genommen.

Seit 2012 bietet der Veranstalter kostenloses WLAN für die über
200.000 Fachbesucher, 3.000 Journalisten und Blogger aus über 60
Ländern auf dem gesamten Messegelände an. Ob die
Drahtlosnetzwerk-Verfügbarkeit den Anforderungen der Besucher und
Aussteller jedoch standhält, hat NETSCOUT vor Ort am ersten Messetag,
20.03, in der Zeit von 11:30 bis 16:00 Uhr untersucht. Getestet wurde
das 2,4 GHz Frequenzband mit dem WLAN-Handheld-Tester AirCheck in 14
Messehallen. Der AirCheck-Tester erlaubt die Diagnose und
Fehlerbehebung von drahtlosen Netzwerken unter anderem bei
Verbindungsschwierigkeiten, nicht autorisierten Zugriffspunkten,
übermäßiger Kanalnutzung, Fehlkonfiguration und Überlastung.

Typische Störfaktoren für reibungslose WLAN-Verbindung

Mal schnell per Smartphone die E-Mails checken, sich mit dem
Laptop oder Tablet im Büro einloggen oder rasch online etwas
recherchieren. Dafür auf dem gesamten Messegelände das kostenlose
WLAN nutzen zu können, ist auf den ersten Blick eine gute Sache –
vorausgesetzt, das Netz funktioniert ohne große Qualitätseinbußen.
Entscheidend für die technische Güte eines WLANs sind vor allem die
vier Verfügbarkeits-Kriterien Signalpegel, Rauschpegel,
Signal-Rausch-Verhältnis sowie Datenpaket-Übertragung:

– Der Signalpegel gibt dabei die Leistung des Signals an und wird
in Dezibel Milliwatt bewertet. (1)

– Der Rauschpegel bezeichnet das Hintergrundrauschen. Dieses wird
typischerweise verursacht durch Störquellen wie Mikrowellen,
Bluetooth-Geräten, ZigBee-Geräten (wie Anlagensteuerung,
Lichttechnik, Gebäudeautomatisierung, Funkmelder,
Kaffeeautomaten, PC-Peripherie), Video- und Überwachungskameras,
Rauchmelder und Spiele-Controller. Bei Hoher Rauschrate
empfiehlt es sich, einen anderen Kanal oder das
5-GHz-Frequenzband zu nutzen, da es weniger anfällig für
Störquellen ist.

– Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR-Wert) errechnet sich aus der
Signalstärke abzüglich des Rauschpegels. Es zeigt, ob Daten noch
übertragen und fehlerfrei ausgetauscht werden können. Je
geringer der SNR-Wert, desto höher die Fehlerrate bei der
Digitalübertragungen.

– Die Datenpaket-Übertragung (Pingzeit) richtet sich nach der
Zeitspanne zwischen dem Aussenden eines Datenpaketes an einen
Empfänger und des daraufhin unmittelbar zurückgeschickten
Antwortpaketes. Je niedriger der Ping-Wert, desto besser, also
desto schneller das Paket. Nutzer, die lediglich im Internet
Webseiten aufrufen, bemerken kaum einen Unterschied zwischen 20
und 50 Millisekunden Pingzeit. Wichtig ist der Wert aber beim
Online-Gaming oder bei der Video- und Internet-Telefonie. Bei
hoher Pingzeit kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Sprachqualität kommen. Darüber hinaus können Datenpakete (Pings)
bei der Übertragung auch verloren gehen. Datenpaketverluste
äußern sich bei der Internet-Telefonie darin, dass sich etwa die
Gesprächspartner ständig ins Wort fallen. Damit es also keine
Aussetzer oder Ruckeln bei der Video- und Internet-Telefonie
gibt, dürfen maximal Verzögerungszeiten und Fehlerraten
(Datenpaketverlust) nicht überschritten werden.

All diese Parameter können durch Störfaktoren negativ
beeinträchtigt werden und dafür sorgen, dass die Verbindungsqualität
smarter Endgeräte hinter den Anforderungen hinterherhinkt. Neben
schlechter Konnektivität für die Messebesucher bedeutet das auch,
dass Aussteller Schwierigkeiten haben, wenn sie ihre Anwendungen
digital demonstrieren wollen. Störfaktoren können zum Beispiel nicht
autorisierte Zugriffspunkte, übermäßige Kanalnutzung,
Fehlkonfiguration, Überlastung und andere elektronische oder per
Bluetooth verbundene Geräte sein – angefangen von der Kaffeemaschine
bis hin zum Rauchmelder.

Die FlopSpots: Hallen mit besonders vielen Störquellen

Aufgrund der starken Störung durch eine große Anzahl anderer
elektronischer Geräte konnte in Halle 12 – Communication & Networks,
Datacenter Infrastructure, IoT – nur eine einfache WLAN-Verbindung
aufrechterhalten werden. Auch in Halle 4 – Digital Business Solutions
– leidet das WLAN besonders unter Störquellen und erreichte nur eine
mittlere Verbindungsqualität.

Halle 9 – Die Salesforce-Halle fiel vor allem durch Verluste bei
der Übertragung von Datenpaketen auf. Von drei ausgesendeten Paketen
kamen nur zwei zurück. Darüber hinaus war die durchschnittliche
Antwortzeit der Datenpakete mit 80.5 Millisekunden im Vergleich zu
allen anderen Hallen hoch. Kurze Pingzeiten sind vor allem für
zeitkritische Anwendungen wichtig, aber auch um lange Sprechpausen
und blecherne Stimmen bei Telefonaten zu vermeiden.

Halle 5 – Big Data & BI; ERP & HR Solutions – verzeichnete einen
sehr hohen Rauschpegel. Aussteller konnten daher teilweise ihre
Anwendungen nicht über ihre Monitore zeigen. Keine verlässliche
Verbindung gab es vor allem auf den Kanälen 4 und 5.

Im Vergleich zu anderen Hallen punktete Halle 7 – Public Sector –
mit einer geringeren Anzahl von Fremd-Netzwerken als potenzielle
Störquellen. Dennoch kam es in dieser Halle zu einem hohen Verlust
bei der Übertragung von Datenpaketen. Von drei ausgesendeten kam nur
ein Paket zurück.

Besonders im Konferenz-Bereich in Halle 8 ist mit Abstrichen zu
rechnen

Ein besonders hohes Maß an Störquellen, die die WLAN-Verbindung
negativ beeinträchtigen, zeigte der Test im Konferenzbereich. So
konnte bei der Nutzung der Kanäle 4, 5, 9, 10 und 13 nur eine
einfache Verbindung sichergestellt werden, und Nutzer müssen mit dem
Verlust von Datenpaketen rechnen. Mit 50 Millisekunden lag die
Antwortzeit von Datenpaketen ebenfalls nur im gelben Bereich.

Die wahren HotSpots: Hier klappt es mit dem WLAN

Mit wenig Hintergrundrauschen, keinerlei Verlusten von
Datenpaketen und nicht zu hoher Kanalauslastung punktete Halle 11 –
Startups; Karriere-Bereich. Lediglich die Nutzung des Kanals 10 war
aufgrund des geringen Signalpegels nicht empfehlenswert.

Die Verbindungsleistung der Hallen 14 & 15 – Planet Reseller,
Halle 2 – Digital Business Solutions sowie Halle 3 – Digital Office
zeigte sich im Testvergleich als sehr solide. Alle Test-Datenpakete
konnten in den jeweiligen Hallen fehlerfrei übertragen und
zurückgegeben werden. Lediglich die Kanäle 3 und 8 in Halle 3
schwächelten, da hier keine oder nur eine sehr schwache Verbindung
aufrechterhalten werden konnte.

Halle 6 – Business Security; Research & Innovation – zeigte sich
trotz eines hohen Rauschpegels als zuverlässig. Alle Datenpakete
wurden in guter Zeit übertragen, vor allem die Kanäle bestachen durch
einen guten Signalpegel.

HotSpots mit Einschränkungen: Auf die Auswahl des richtigen Kanals
kommt es an

Das WLAN-Signal der Halle 16 – Business Electronics & Equipment;
POS & Banking Solutions – sowie der Halle 17 – Business Electronics &
Equipment; Unmanned Systems & Solutions; VR & AR – wies eine gute
technische Qualität ohne Datenpaketverluste auf. Kleine
Einschränkungen aufgrund des geringen Signalpegels gab es jedoch auf
den Kanälen 5 und 14 in Halle 16 sowie auf den Kanälen 7 und 14 in
Halle 17.

„Auf einer Messe gibt es für Besucher und Aussteller, die das Netz
zum Arbeiten oder Surfen benötigen, natürlich immer typische
Herausforderungen wie ein hoher Messelärmpegel und die Schwierigkeit,
ein „ruhiges Eckchen“ zu finden“, erklärt Martin Klapdor, Senior
Solutions Architect bei NETSCOUT SYSTEMS. „Doch damit es zumindest
auf der technischen Seite klappt und kein WLAN-Frust entsteht, gibt
es grundlegende Tipps zu beachten. Nutzer sollten ihre Geräte auf die
in Deutschland überlappungsfreien Kanäle 1, 6 und 11 einstellen, um
den Datendurchsatz ihrer Geräte nicht zu mindern. Aussteller sollten
vor allem prüfen, ob der Access Point für ihr Netzwerk eventuell zu
weit entfernt ist oder das Signal durch Störquellen wie andere
elektronische Geräte blockiert wird.“

Fußnote:

(1) Untersucht wurden die jeweiligen Kanäle 1 bis 14 im 2,4
GHz-Frequenzband – wobei in Deutschland die Kanäle 1,6 und 11
überlappungsfrei sind. Die dBm-Werte können kategorisiert werden
nach:

30 dBm – maximal erreichbare Signalstärke, aber in der realen Welt
meist nicht erreichbar.

65 dBm – Mindestsignalstärke für Anwendungen, deren Datenpakete
zuverlässig und zügig übertragen werden müssen.

70 dBm – Mindestsignalstärke für eine zuverlässige Übertragung von
Datenpaketen.

80 dBm – Mindestsignalstärke für einfache Verbindungen.
Datenpaketübertragen ist jedoch unzuverlässig.

90 dBm – Erreichung des Rauschpegels. Die Verbindung kann nicht
ordnungsgemäß aufrechterhalten werden.

Über Netscout

NETSCOUT SYSTEMS, INC. ist ein Marktführer für Service Assurance
in Echtzeit und Cybersecurity-Lösungen für anspruchsvolle
Service-Provider-, Großunternehmen- und Behörden-Netzwerke. Die
NETSCOUT-Technologie Adaptive Service Intelligence (ASI) beobachtet
fortlaufend die Servicebereitstellungsumgebung, um
Performanceprobleme zu identifizieren. Sie ermöglicht Einblick in
Sicherheitsrisiken im Netzwerk und unterstützt Nutzer dabei,
Probleme, die den Geschäftsbetrieb oder die Nutzererfahrung
beeinträchtigen, schnell zu beheben. NETSCOUT bietet unübertroffene
Servicetransparenz und schützt die digitale Infrastruktur, die die
Grundlage unserer vernetzten Welt bildet. Mehr Informationen unter
www.netscout.com.

Pressekontakt:
Carolin Nillert / Julia Zhu
Oseon
netscout@oseon.com
+49-69-25 73 80 22 16

Original-Content von: NETSCOUT, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. März 2017. Filed under Computer & Technik,Information & TK,Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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