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Wie sich die Mitarbeiter in Logistikunternehmen ihren IT-Arbeitsplatz wünschen

Die gegenwärtigen Computer am Schreibtisch der Büroangestellten erzeugen beim digitalen Wandel der Logistikunternehmen offenbar Bremseffekte. Vielfach entsprechen sie noch nicht den veränderten Anforderungen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Befragung der msg services ag von über 2.200 Büroangestellten und 600 Business-Managern, wie sie sich den zukünftigen IT-Arbeitsplatz der Mitarbeiter vorstellen. Analysiert wurden die zehn wichtigsten Branchen in Deutschland, darunter auch der Logistiksektor.

Der Logistikbranche kommt für die digitale Zukunft eine besondere Bedeutung zu. Schließlich wächst der E-Commerce-Markt in kontinuierlich großen Schritten, und wenn erst einmal Smart Home-Produkte verstärkt in die Haushalte der Verbraucher einziehen, wird die Logistik umso mehr zur entscheidenden Schnittstelle zwischen Herstellern und Kunden. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Logistikbranche bereits ausreichend den digitalen Wandel für sich angenommen und in der informationstechnischen Infrastruktur für die Arbeitsprozesse umgesetzt hat.

Und hier zeigen sich deutlich Defizite in Bezug auf die IT-gestützten Arbeitsplätze. Lediglich ein Viertel der befragten Logistikmitarbeiter und damit deutlich weniger als im Durchschnitt aller Branchen zeigt sich weitgehend zufrieden. Hingegen kritisieren 40 Prozent die veraltete Technik und weitere 35 Prozent die vielen Beschränkungen. Diese Sicht wird von ihren Abteilungsleitern zwar nicht vollständig geteilt, aber auch sie geben mehrheitlich einen großen Optimierungsbedarf zu Protokoll.

Holger Sievers, Vorstandsvorsitzender der msg services ag, sieht darin einen kritischen Erfolgsfaktor für die Digitalisierung in den Unternehmen. “Die vielfältigen Nutzeneffekte der Digitalisierung können sich nur entfalten, wenn den Mitarbeitern eine angemessene technische Basis zur Verfügung steht”, betont er. Es sei zwar eine sukzessive Abkehr von den klassischen Arbeitsplatzkonzepten hin zu standortunabhängigen, individualisierbaren und Cloud-orientierten Workplaces sichtbar, aber der Veränderungsprozess vollziehe sich angesichts des hohen Modernisierungsbedarfs noch zu zögerlich. “In den Planungen zur digitalen Transformation darf deshalb eine Neuausrichtung der Arbeitsplatzsysteme nicht fehlen”, betont Sievers.

Diese Notwendigkeit drücken auch die Büromitarbeiter der Logistikunternehmen in ihren Antworten auf die Frage aus, wodurch sich die zukünftigen IT-Arbeitsplätze charakterisieren sollten. Ganz oben auf ihrer Top 10-Wunschliste stehen schnelle Datenverbindungen und eine einfache Bedienung der Office-Systeme. Das Ranking der persönlichen Anforderungen an den zukünftigen IT-Arbeitsplatz zeigt aber auch, dass sie der modernen Kommunikation einen hohen Stellenwert beimessen. So finden sich die Wünsche nach einem Social Media Tool und einem Messenger-Dienst an dritter bzw. fünfter Stelle der Wunschliste.

Dazu passt, dass drei Viertel möglichst standortunabhängig auf alle Daten zugreifen wollen und zwei Drittel den mobilen Endgeräten den Vorzug geben. In der Konsequenz drücken sie damit auch eine digitale Affinität aus, zumal 60 Prozent demnächst gerne weitgehend ohne Papierdokumente arbeiten möchten. Interessant ist gleichzeitig ein relativ deutliches Bekenntnis zur hohen Datensicherheit. Dieses Thema rangiert immerhin auf Platz sieben der Ansprüche an die IT-Arbeitsplatzbedingungen der Zukunft, sogar deutlich vor dem Aspekt der schnellen Bereitstellung neuer Innovationen. Auffällig ist zudem, dass jeder zweite Logistikmitarbeiter auch bereit wäre, private Devices im Job zu nutzen. Damit unterscheiden sie sich deutlich von den Kollegen aus den anderen Branchen, die im Durchschnitt lediglich zu 30 Prozent gerne ihr persönliches Endgerät auch am beruflichen Arbeitsplatz einsetzen würden.

Interessanterweise können auch die Führungskräfte dem Bring-your-own-device-Gedanken viel abgewinnen, obwohl sie sich in ihren Bedarfsvorstellungen hinsichtlich der zukünftigen Workplaces teilweise von ihren Mitarbeiter abheben. Dies betrifft weniger die Mobilitätsanforderungen, sondern vor allem die modernen Kommunikationsdienste am Arbeitsplatz. Doch das Collaboration-Thema hat in den Logistikbetrieben bei beiden Gruppen erst wenige Anhänger gefunden: Nur jeder Zweite erachtet die Möglichkeit des Information Sharing als notwendig, Funktionen für eine Zusammenarbeit in virtuellen Teams findet nicht einmal ein Drittel wichtig. Und interessant ist auch, dass zwar 43 Prozent der befragten Office-Mitarbeiter in Logistikunternehmen flexiblere Arbeitszeitmodelle wünschen, das Interesse daran jedoch geringer ausgeprägt ist als in anderen Branchen.

Die vollständige Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden unter www.msg-services.de.

Posted by on 30. März 2017. Filed under Allgemein,Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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