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Bain-Studie zum globalen IT-Markt / Nachzügler lösen neuen Cloud-Boom aus (FOTO)

Cloud-Umsätze verdoppeln sich bis 2020 weltweit auf rund 390
Milliarden US-Dollar

– Höchste Zuwächse werden bei Public-Cloud-Lösungen erwartet
– Mehr als 40 Prozent der Unternehmen beginnen erst jetzt,
konsequent Cloud-Services einzusetzen
– Mit den richtigen Strategien haben IT-Anbieter
Wettbewerbsvorteile

Die Cloud hat sich weltweit als Infrastruktur für das digitale
Zeitalter etabliert. In Unternehmen fließt inzwischen etwa ein
Sechstel der gesamten IT-Ausgaben von rund 1,1 Billionen US-Dollar in
entsprechende Hardware, Software und Services. Und das Wachstum setzt
sich fort. Einer Prognose der internationalen Managementberatung Bain
& Company zufolge werden sich die weltweiten Cloud-Umsätze bis 2020
auf 390 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Damit würde die Cloud in den
kommenden Jahren rund 60 Prozent des gesamten Wachstums im globalen
IT-Sektor auf sich vereinen. Von dem anhaltenden Boom, so zeigt die
neue Bain-Studie „The Changing Faces of the Cloud“, profitieren in
erster Linie Public-Cloud-Lösungen (Abb. 1).

Auch im Mittelstand schlägt die Stunde der Cloud

Die entscheidenden Wachstumsimpulse kommen nicht länger von
digitalen Vorreiterunternehmen und Start-ups, die schon frühzeitig
auf Cloud Computing gesetzt haben. Vielmehr schlägt nun die Stunde
der „Nachzügler“: Unternehmen, die bislang die Transformation ihrer
IT scheuten, sei es aus Sicherheitsgründen, sei es aus Angst vor
Kontrollverlust oder vor unüberschaubaren Kosten. Laut Bain-Studie
entwickelt sich diese mit 43 Prozent zahlenmäßig größte Kundengruppe
in Zukunft auch zur umsatzstärksten.

Gerade im Mittelstand in Deutschland und der Schweiz sieht
Bain-Partner und IT-Experte Christopher Schorling noch erhebliches
Potenzial: „Noch bis letztes Jahr überwog bei vielen Mittelständlern
die Skepsis gegenüber der Cloud. Das ändert sich gerade grundlegend.
Die Digitalisierung und der rasante technische Fortschritt haben zu
einem Umdenken geführt. Jetzt schlägt auch hier die Stunde der
Cloud.“

Enormer Nachholbedarf bei vielen Unternehmen

Der Bain-Studie zufolge betreiben die Nachzügler im Durchschnitt
erst 16 Prozent ihrer IT-Anwendungen in der Cloud. Diese sind in der
Regel nicht systemkritisch. Ganz anders die Situation bei den
digitalen Vorreitern, die immerhin 11 Prozent aller Unternehmen
ausmachen. Hier liegt der Cloud-Anteil bei 69 Prozent und damit nahe
am Maximum. Für diese Unternehmen ist die Cloud längst das
entscheidende Werkzeug in ihrer digitalen Transformation. Nun setzen
sich auch die Nachzügler-Unternehmen zunehmend mit ihrer
Digitalisierung auseinander. „Allerdings vertrauen die Mittelständler
beim Thema Cloud nicht unbedingt ihren bisherigen IT-Dienstleistern“,
betont Branchenkenner Schorling. „Stattdessen bekommen
Public-Cloud-Lösungen und neue Spezialisten eine Chance.“

Ausleseprozess im Cloud-Markt

Nicht alle IT-Anbieter sind auf die neue Ära vorbereitet. Das wird
Konsequenzen haben. „Im Cloud-Markt wird es zu einem Ausleseprozess
kommen“, ist sich Schorling sicher. Mit drei Strategien gelingt es
IT-Unternehmen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen:

1. Richtige Marktabgrenzung: Die Grenzen zwischen Infrastruktur-
und Plattformdiensten sowie Software-as-a-Service verschwimmen. Jeder
IT-Anbieter muss genau festlegen, mit welchen Diensten er welche
Marktsegmente adressiert.

2. Richtige Kundenauswahl: Kunden, deren Bedarf am besten zum
eigenen Leistungsspektrum passt, müssen gezielt angesprochen werden.

3. Richtiger Marktangang: Die eigenen Produkte und Prozesse sind
kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen. Längst sind
noch nicht alle Prozesse so einfach, flexibel und skalierbar wie
technisch möglich.

„Im ersten Cloud-Boom hatten oft US-Anbieter die Nase vorn“,
stellt Bain-Experte Schorling fest. „Das ändert sich jetzt, denn der
Mittelstand in Deutschland und der Schweiz schätzt Angebote
heimischer Unternehmen mit Rechenzentren im Inland. Diese Chance
müssen hiesige IT-Anbieter ergreifen.“

Bain & Company

Bain & Company ist eine der weltweit führenden
Managementberatungen. Wir unterstützen Unternehmen bei wichtigen
Entscheidungen zu Strategie, Operations, Technologie, Organisation,
Private Equity und M&A – und das industrie- wie länderübergreifend.
Gemeinsam mit seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare
Wettbewerbsvorteile zu erzielen und damit den Unternehmenswert
nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der ergebnisorientierten Beratung
stehen das Kerngeschäft des Kunden und Strategien, aus einem starken
Kern heraus neue Wachstumsfelder zu erschließen. Seit unserer
Gründung im Jahr 1973 lassen wir uns an den Ergebnissen unserer
Beratungsarbeit messen. Bain unterhält 55 Büros in 36 Ländern und
beschäftigt weltweit 7.000 Mitarbeiter, 800 davon im
deutschsprachigen Raum. Weiteres zu Bain unter: www.bain.de.

Pressekontakt:
Leila Kunstmann-Seik, Bain & Company Germany, Inc., Karlspatz 1,
80335 München
E-Mail: leila.kunstmann-seik@bain.com, Tel.: +49 (0)89 5123 1246,
Mobil: +49 (0)151 5801 1246

Original-Content von: Bain & Company, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 3. April 2017. Filed under Allgemein,Computer & Technik,Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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