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Barrierefreiheit mit WordPress – barrierefreies Webdesign ist noch immer nicht Standard

Seit dem 1. Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen. Dieses Gesetz soll dafür sorgen, dass Behinderte die gleichen Chancen haben wie Menschen ohne Behinderngen. Im Jahr 2016 wurde das Gesetz überarbeitet. Im aktuellen Gesetz wird in Paragraph 12 Träger öffentlicher Gewalt dazu verpflichtet, dass Webseiten, Programme und Apps barrierefrei entwickelt werden müssen.

Weil die deutschen die internationale Richtlinie, WCAG 2.0, nicht übernehmen wollten, musste eine Verordnung her. Diese heißt „Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0“ und ist die deutsche Richtlinie für barrierefreies Webdesign. Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass eine Webseite so entwickelt und gestaltet wird, dass sie von allen Nutzern, auch von Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt bedient werden kann.

WordPress ist eine freie Webanwendung zur Verwaltung der Inhalte einer Webseite (Texte und Bilder). Wordress kann auch als Content-Management-System (CMS) eingesetzt werden.

Um WordPress barrierefrei zu machen müssen Themes bearbeitet werden. Ein Theme ist eine Art Kleid für die WordPress-Webseite. Ein anderes Wort für Theme wäre „Vorlage“ oder „Template“. Es gibt sehr viele fertige Themes die kostenfrei heruntergeladen werden können. Wenn mehrere Themes im Blog installiert sind, kann das Aussehen einer WordPress-Webseite in Sekunden geändert werden. Das ist eine der vielen Stärken von WordPress. Auf der Webseite https://de.wordpress.org/themes/ gibt es eine Auflistung von barrierefreien Themes.

Jedes Theme hat eine Datei style.css. Hier kann die Angabe der Schriftgröße von fest auf relativ geändert werden. Relative Schriftgroßen sind für Sehbehinderte wichtig, damit sie die Schriftgroße mit Hilfe des Browsers anpassen können. Außerdem kann in dieser Datei die Farbangaben geändert werden. Für Menschen mit einer Farbfehlsichtigkeit ist es wichtig, dass die WordPress-Webseite einen guten Farbkontrast zwischen Hintergrundfarbe und Schriftfarbe hat.

Beim Einfügen von Bilder in Artikel oder Seiten ist darauf zu achten, dass den Bildern ein Alternativtext hinzugefügt wird. Dieser Alternativtext soll ganz grob beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist.

Es gibt inzwischen sogar ein Plugin mit Namen „WP Accessibility Plugin“ um eine WordPress-Webseite barrierefrei zu machen.

Eine ausführliche Anleitung wie eine WordPress-Webseite barrierefrei gemacht werden kann, gibt es auf dem Blog von Markus Lemcke.

Posted by on 21. April 2017. Filed under Allgemein,Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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