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HanseCom: Bausteine einer zukunftssicheren Multimodalität

Hamburg, 12. September 2017 – Multimodalität ist in der Ära der Digitalisierung eine wesentliche Anforderung für die strategische Positionierung von Verkehrsunternehmen. Im Zentrum steht dabei die konsequente Orientierung auf die Kunden. HanseCom nennt die wichtigsten Komponenten für Multimodalität.

Multimodalität war bisher vor allem eine technische Frage: Es ging primär darum, verschiedene Verkehrsmittel zu einer Kette zu verknüpfen, die den Fahrgast von A nach B bringt, und wie dies in der Routenplanung technisch abgebildet werden kann.

Doch die Fahrgäste verändern sich, sie stellen neue Anforderungen an Mobilität. Der Trend zur Individualisierung macht auch einen stark individualisierten ÖPNV notwendig. Zugleich treten neue Anbieter auf den Markt, die nicht mehr nur in Fahrplänen, Linien und Takten denken, sondern über bestimmte Verkehrsmittel hinaus die veränderten Kundenbedürfnisse adressieren. Darauf müssen Verkehrsunternehmen mit einem neuen Konzept der Multimodalität reagieren: Multimodalität umfasst heute alle Aspekte einer kundenorientierten Mobilität.

Als Anbieter von HandyTicket Deutschland, der überregionalen Mobilitätsplattform im deutschen ÖPNV, stellt HanseCom Verkehrsunternehmen und -verbünden dafür eine zukunftssichere Plattform zur Verfügung. Diese muss nach Auffassung von HanseCom folgende Elemente umfassen:

1. Verkehrsmittel: Schnell von A nach B zu kommen, bleibt eine Kernaufgabe, und Verkehrsunternehmen stellen dafür die Verkehrsmittel bereit. Multimodalität muss aber mehr abdecken als nur den klassischen Mix von Bussen und Bahnen – weitere Mobilitätsangebote wie Carsharing, Ridesharing und Leihfahrräder sind beispielsweise integrale Bestandteile einer modernen Mobilität.

2. Kundenorientierung: Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Kunden, die sich heute an den Standards orientieren, die die großen Online-Plattformen im E-Commerce gesetzt haben. Dieses Service-Niveau erwarten sie auch von Verkehrsunternehmen. Dabei verändern sich Kundenbedürfnisse schnell und die Verkehrsunternehmen müssen dieses Tempo halten, wenn sie die Kunden nicht aus den Augen verlieren wollen. Der Servicegedanke muss bei allen Mitarbeitern verankert werden.

3. Individualisierung: Der Trend zur Individualisierung macht zielgruppenspezifische Angebote notwendig. Einfache Tarifstrukturen und übersichtliche Echtzeit-Informationen sind für Multimodalität genauso wichtig wie ein leistungsfähiges Set von Verkehrsmitteln.

4. Vertriebskanäle: Verkehrsunternehmen müssen ihre Kunden auf allen Kanälen der digitalen Welt erreichen; das Ticketing darf keine Zugangsschranke bilden. Tickets müssen an klassischen Verkaufsstellen, im Web und mobil uneingeschränkt verfügbar sein; auf dieser Ebene müssen breite Vertriebskooperationen beispielsweise mit Museen, Theatern, Zoos oder Veranstaltern von Events auf- und ausgebaut werden.

5. Partner: Verkehrsunternehmen können nicht jede Komponente selbst bereitstellen – vielmehr müssen sie mit Partnern bei den Moblitätsangeboten und im Vertrieb zusammenarbeiten: unter anderem beim Carsharing oder mit Vertriebspartnern aus anderen Branchen wie zum Beispiel E-Commerce-Anbietern oder Ticket-Agenturen. Verkehrsunternehmen müssen ihre Kunden erreichen, wo auch immer sie sich aufhalten.

6. Services: Multimodalität umfasst nicht nur Verkehrsmittel, sondern auch damit verbundene Services, von der Parkplatzreservierung und Valet Parking über WLAN bis zur Gastronomie. Mobilität ist mehr als nur Transport von A nach B, sie muss die gesamte damit verbrachte Zeit abdecken.

7. Überregionalität: Kunden sind heute nicht nur im Einzugsgebiet eines Verkehrsunternehmens beziehungsweise eines Verkehrsverbunds mobil – Multimodalität erfordert daher überregionale Mobilitätsservices mit abgestimmten Fahrplänen und integriertem Ticketing.

8. App: Der überaus heterogene Mix einer Vielzahl von Komponenten echter Multimodalität lässt sich nur über eine leistungsfähige digitale Plattform steuern. Nur auf die Endkunden zugeschnittene mobile Apps erreichen diese über deren bevorzugtes Medium und können alle Angebote integrieren; sie ist die Schnittstelle zu Mobility as a Service.

„Verkehrsunternehmen hatten lange Zeit nur einen wesentlichen Wettbewerber – den Individualverkehr“, erklärt Martin Timmann, Geschäftsführer bei HanseCom. „In der Ära der Digitalisierung ändert sich das, und es kann ohne Weiteres passieren, dass neue Player, beispielsweise aus der Automobilwirtschaft oder aus dem E-Commerce, versuchen, sich als Mitbewerber zu etablieren. Wenn Verkehrsunternehmen weiterhin als der Anbieter für Mobilität in ihrer Region wahrgenommen werden wollen, müssen sie die Herausforderung der Digitalisierung offensiv annehmen. Sie müssen eine Mobilitätsplattform entwickeln, in der ihre Kunden und deren Bedürfnisse die zentrale Rolle spielen, und diese maßgeblich mit Städten und Kommunen vorantreiben.“

Diese Presseinformation kann unter www.pr-com.de/hansecom abgerufen werden.

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