Bonn – Immer mehr Computer arbeiten ohne Wissen ihrer Besitzer für Kriminelle. Sie schleusen über E-Mails Malware ein, mit deren Hilfe sie die fremden Rechner für ihre Machenschaften nutzen. „Auch Linux-Rechner sind davor nicht gefeit“, warnt der Informationsdienst „RUN LINUX!“ (www.run-linux.de) aus dem Fachverlag für Computer¬wissen. Eindeutige Warnsignale seien: Das System wird immer langsamer, Fehlermel¬dungen warnen fälschlicherweise vor zu kleinem Arbeitsspeicher, der Computer wird unerwartet immer wieder neu gestartet. Dies deute auf verdeckt arbeitende Rootkits hin, die den Rechner zum Bestandteil eines weltumspannenden Botnets gemacht haben.
Um solchen Tarnkappenviren auf die Spur zu kommen, sollten Linux-Anwender das kostenlose Open-Source-Programm „chkrootkit“ einsetzen. Der Rootkit-Jäger ist Bestandteil von „Ubuntu“, steht aber auch im Internet unter zahlreichen Adressen zum Download bereit.
Experten gehen davon aus, dass für 95 Prozent des Spam-Aufkommens und der per E-Mail verbreiteten Malware Botnets verantwortlich sind. Da die E-Mail eines der zentralen Einfallstore für Bots ist, sollten Anti-Spam- und Anti-Malware-Programme stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
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