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VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2015

– Fernsehen 2014 wichtigstes Werbemedium mit rund 4,3 Milliarden
Euro Werbeerlösen (+4 Prozent), VPRT-Prognose 2015: ca. 4,4
Milliarden Euro (+2 Prozent bis +3 Prozent )
– Radiowerbung erreichte 2014 rund 738 Millionen Euro (-1
Prozent), VPRT-Prognose 2015: ca. 730 Millionen Euro (-1
Prozent)
– Audio- und Videowerbung auch 2015 mit höchsten Wachstumsraten
(+20-30 Prozent)
– Anstieg des Werbemarktanteils der elektronischen Medien auf über
50 Prozent erwartet

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat auf
Basis der heute veröffentlichten Werbestatistik des Zentralverbandes
der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) für 2014 seine Frühjahrsprognose
zur weiteren Entwicklung des Werbemarktes 2015 in den Segmenten TV-,
Radio-, sowie Audio- und Videowerbung veröffentlicht.

Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT, kommentierte: „Die
Zahlen unterstreichen nachhaltig die wirtschaftliche Relevanz von
Radio- und Fernsehinhalten im Markt, die auch die vor- und
nachgelagerten Produktionsstufen erfasst. Die Entwicklungsfähigkeit
der Branche wird künftig wesentlich davon abhängen, ob faire
Rahmenbedingungen geschaffen werden, da derzeit nicht für alle
Wettbewerber ein vergleichbarer Ordnungsrahmen gilt. Der VPRT
unterstützt die Beratungen der Bund-Länder-Kommission zur
Medienkonvergenz, die sich den Herausforderungen einer modernen
Regulierung noch in diesem Jahr mit ersten Ergebnissen annehmen
will.“

Laut ZAW sind die Netto-Werbeumsätze Fernsehen 2014 in Deutschland
um 4 Prozent auf 4,29 Milliarden Euro gestiegen. Dabei baute das
Fernsehen seine Position als umsatzstärkste Gattung im deutschen
Werbemarkt weiter aus und erreichte einen Anteil von 27,99 Prozent
(2013: 26,86) der in der Statistik erfassten Netto-Werbeumsätze. Für
2015 prognostiziert der VPRT für die TV-Werbung weiteres Wachstum um
2 bis 3 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Noch nicht darin
enthalten sind die Netto-Werbeumsätze aus dem Bereich der
Instream-Videowerbung, die 2014 nach VPRT-Erhebungen bei rund 250
Millionen Euro lagen und die 2015 laut Verbandsprognose um 25 bis 30
Prozent auf dann deutlich über 300 Millionen Euro steigen sollen.
Insgesamt prognostiziert der Verband damit für die Bewegtbildwerbung
(TV und Videostreaming) in Deutschland 2015 ein Wachstum um circa 4
Prozent und ein Netto-Umsatzvolumen von rund 4,7 Milliarden Euro.

Die Netto-Werbeumsätze Radio erreichten im zurückliegenden Jahr
738 Millionen Euro und lagen damit um 1,1 Prozent unter dem
Vorjahreswert. Der Werbemarktanteil der Radiowerbung lag 2014 bei
4,81 Prozent und damit etwa auf Vorjahreshöhe (2013: 4,86) sowie
deutlich über dem Niveau vorheriger Jahre (2012: 4,64; 2011: 4,42)
der in der ZAW-Statistik erfassten Netto-Werbeumsätze. Für 2015
prognostiziert der VPRT für die Radiowerbung im Gesamtmarkt eine
leicht rückläufige Entwicklung (etwa -1 Prozent). Darüber hinaus wird
für den Bereich der Instream-Audiowerbung ein Wachstum von 20 bis 25
Prozent auf rund 10 Millionen Euro prognostiziert, so dass für die
Audiowerbung insgesamt (Radio und Audiostreaming) eine stabile
Entwicklung erwartet wird. Claus Grewenig: „Die leicht rückläufige
Umsatzentwicklung im Radio stellt gerade die privaten Radioangebote
vor Herausforderungen, da sie existenziell auf diese Werbeeinnahmen
angewiesen sind. Hier machen sich insbesondere auch die ungleichen
Wettbewerbs- und Finanzierungsbedingungen im Markt bemerkbar.“

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich
Markt und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich, erläuterte:
„Die audiovisuellen Medien bieten der werbungtreibenden Wirtschaft
hohe Reichweiten-, Wirkungs- und Effizienzvorteile. Wir erwarten
daher in den kommenden Jahren weiter steigende Umsätze und
Marktanteilsgewinne. Für die elektronischen Medien insgesamt gehen
wir sogar von einem Anstieg der Werbemarktanteile auf über 50 Prozent
aus. In den einzelnen Segmenten wird die Umsatzentwicklung jedoch
auch in Zukunft zyklischen Schwankungen unterliegen und vor allem von
fairen Wettbewerbsbedingungen gegenüber global agierenden
Marktteilnehmern abhängen.“

Mit seiner Frühjahrsprognose ergänzt der VPRT die heute
veröffentlichte Werbestatistik des ZAW, die unter anderem auf den
jährlich vom VPRT erhobenen Umsatzmeldungen basiert. Die
ZAW-Statistik dokumentiert, dass die Netto-Werbeumsätze der
elektronischen Medien sich im zurückliegenden Jahr in einem insgesamt
leicht rückläufigen Werbemarkt erneut positiv entwickeln konnten:
2014 erreichten Radio, Fernsehen, Online und Mobile einen Anteil von
41,58 Prozent (2013: 39,93; 2012: 37,45). Der VPRT erwartet für die
kommenden Jahre weitere Marktanteilsgewinne und für die
elektronischen Medien einen Gesamtanteil am Werbemarkt von über 50
Prozent.

VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2015
Netto-Werbeumsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland
Veränderung gegenüber dem Vorjahr, in Prozent

Mediengattung Prognostizierte Umsatzentwicklung 2015e
Fernsehwerbung +2 bis +3 %
Instream-Videowerbung +25 bis +30 %
Bewegtbildwerbung gesamt ca. + 4 %
Netto-Werbeumsätze Radio ca. -1 %
Instream-Audiowerbung +20 bis +25 %
Audiowerbung gesamt +/- 0 %

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose 2015

Entwicklung der Werbeumsätze audiovisueller Medien 2011-2015e
Netto-Werbeumsätze in Deutschland, in Millionen Euro

Mediengattung 2011 2012 2013 2014 2015e
Fernsehwerbung 3.981,17 4.037,7 4.125,13 4.289,16 ca. 4.396
Instream-
Videowerbung – – 200 250 ca. 319
Bewegtbildwerbung
gesamt – – 4.325,13 4.539,16 ca. 4.715
Radiowerbung 709,15 719,65 746,11 737,66 ca. 730
Instream-
Audiowerbung – – < 10 < 10 ca. 10
Audiowerbung
gesamt – – – – ca. 740

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose 2015

Entwicklung der Werbemarktanteile 2011-2014
Anteile an den in der ZAW-Statistik erfassten Netto-Werbeumsätzen
gesamt, in Prozent

Mediengattung 2011 2012 2013 2014
Fernsehwerbung 24,83 % 26,02 % 26,86 % 27,99 %
Radiowerbung 4,42 % 4,64 % 4,86 % 4,81 %
Online/Mobile-Display* 6,18 % 6,79 % 8,21 % 8,77 %
Elektronische Medien Gesamt ** 35,43 % 37,45 % 39,93 % 41,57 %

* der Marktanteilsgewinn Online/Mobile-Display in 2013 ist z. T. auf
eine veränderte Basis zurückzuführen
** darin derzeit noch nicht enthalten: Instream-Videowerbung,
Instream-Audiowerbung, Search u .a. Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose
2015 / ZAW

Die Grafiken zu den Netto-Werbeerlösen finden Sie hier:
http://ots.de/goRGK

Über den VPRT:

Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und
Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und
Mobileangeboten bereichern seine rund 140 Mitglieder Deutschlands
Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit
das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen,
technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als
Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit
Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und
auf EU-Ebene.

Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.

Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel

T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de

Posted by on 21. Mai 2015. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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