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Wenn der Fernseher bespitzelt und der Kühlschrank Spam verschickt

– eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. fordert
übergreifende Standards, um Sicherheitslücken im Wachstumsmarkt
Smart Home zu schließen

– Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit bei eco –
Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.: „Um im
internationalen Wettbewerb zu bestehen, braucht Deutschland ein
sehr viel stärkeres Bewusstsein für Datensicherheit im
vernetzten Zuhause.“

Laut einer konservativ angesetzten Schätzung der Fokusgruppe
Connected Home des Nationalen IT-Gipfels
(http://tinyurl.com/o88xff8), basierend auf Schätzungen von Deloitte,
wird die Anzahl der Smart Home Haushalte bis zum Jahr 2020 die
Millionengrenze überschreiten. Eine positive Entwicklung
prognostiziert auch eine Studie der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
(http://tinyurl.com/nfapt26), die dem deutschen Smart-Home Markt bis
2025 einen kumulierten Umsatz von 19 Milliarden Euro attestiert. „Das
schnelle Wachstum des Marktes steht nicht zur Debatte. Es mangelt
absolut nicht an Innovationen und Entwicklungen. Doch genau dieser
Wildwuchs ist auch ein Problem, denn es sind längst noch nicht
ausreichend rechtliche Rahmenbedingungen definiert. Auch fehlen noch
Hersteller-übergreifende Sicherheits- und damit auch
Entwicklungsstandards. Je mehr Anbieter unkontrolliert auf den Markt
drängen, desto schwieriger wird es, einen ausreichend hohen
Sicherheitslevel im Smart Home nachhaltig zu erreichen“, so Oliver
Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit
(https:/sicherheit.eco.de/) im eco – Verband der deutschen
Internetwirtschaft e.V. (https://www.eco.de/).

Lauschangriff in der Privatsphäre

Dazu kommt das fehlende Sicherheitsbewusstsein der Nutzer.
Tatsächlich sehen laut dem Report IT-Sicherheit 2015
(https://www.eco.de/veroeffentlichungen.html) von eco – Verband der
deutschen Internetwirtschaft e.V. über 80 Prozent der befragten
Experten der IT-Branche das größte Problem für den smarten Markt in
dem fast schon unbekümmerten Umgang mit Daten. Dabei zeigen unzählige
Beispiele die drohenden Gefahren für die Privatsphäre. Dazu gehört
das Samsung Smart TV, das Gespräche im Wohnzimmer mitgehört und
Informationen an Dritte weitergegeben haben soll. Zwar sollen, laut
Berichten des Stern (http://tinyurl.com/o946ctq), bis Ende Mai nicht
nur diese Sicherheitslücken durch ein Update behoben werden, sondern
auch alle weiteren HbbTV-fähigen Samsung TV-Modelle ein
Software-Update bekommen. Dennoch: Auf die Weitergabe der Daten an
Dritte weist Samsung in den Lizenzvereinbarungen sogar hin
(http://tinyurl.com/kmsefmt).

Welche weiteren Gefahren es geben kann, darüber berichtet
Sicherheitsanbieter Kaspersky in seinem Blog „Wie ich das Haus
hackte“ (http://tinyurl.com/ow4nezr). Schon bei fünf smarten
Haushaltsgeräten entdeckte Kaspersky über 14 Sicherheitslücken.

Allianzen schaffen, Glaubwürdigkeit erhöhen

Um Datensicherheit im Chaos garantieren zu können, sprach sich der
Nationale IT-Gipfel bereits im Jahr 2014 für Allianzen zur gemeinsame
Entwicklung von Smart Home-Standards und -Plattformen aus
(http://tinyurl.com/o88xff8). „Erste Schritte sind hier schon
gemacht, unter anderem durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie, das mit der Förderung des VDE-Zertifizierungsprogramms
–Smart Home + Building– (http://tinyurl.com/qen9ty8) die deutsche
Wirtschaft entscheidend unterstützt“, fügt Dehning hinzu.

Um die Entwicklungen inhaltlich zu begleiten und Raum für
Vernetzung und Austausch zu schaffen, hat der eco eine eigene
Kompetenzgruppe zum Thema gegründet. „Konnektivität wird zu einer der
großen Herausforderungen im Internet der Dinge. Neben der Etablierung
von vertikalen Standards und Protokollen ist auch die Entwicklung von
entsprechenden Frameworks und Libraries essentiell. Einerseits um
sicherere sowie zuverlässigere Anwendungen zu entwerfen und
andererseits um die Pflege sowie die Skalierbarkeit der Systeme zu
vereinfachen“, erklärt Arzu Uyan, die zukünftige Leiterin der neuen
eco Kompetenzgruppe Smart Environment. „Dazu kommt, dass Unternehmen
heute mehr denn je die Methoden –Privacy by Design– und –Defensive
Design– in ihren Produktentwicklungsprozess integrieren müssen, um am
Markt zu bestehen“, fasst Uyan zusammen.

eco (www.eco.de) ist mit rund 800 Mitgliedsunternehmen der größte
Verband der Internetwirtschaft in Europa. Seit 1995 gestaltet der eco
Verband maßgeblich die Entwicklung des Internets in Deutschland,
fördert neue Technologien, Infrastrukturen und Märkte, formt
Rahmenbedingungen und vertritt die Interessen der Mitglieder
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. In den eco
Kompetenzgruppen sind alle wichtigen Experten und Entscheidungsträger
der Internetwirtschaft vertreten und treiben aktuelle und zukünftige
Internetthemen voran.

Pressekontakt:
Weitere Informationen:
eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.,
Lichtstr. 43h, 50825 Köln, Tel.: 0221 / 70 00 48 – 0,
E-Mail: info@eco.de, Web: www.eco.de

Pressekontakt: Thomas Müller,
Tel.: 0221 / 700048-260, E-Mail: Thomas.Mueller@eco.de

PR-Agentur: euromarcom public relations GmbH,
Tel. 0611 / 973150, E-Mail: team@euromarcom.de,
Web: www.euromarcom.de – Wir sind die PR-Agentur für eco und andere
gute Namen.

Posted by on 21. Mai 2015. Filed under Computer & Technik,Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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