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SWR-Rundfunkrat stimmt Konzept zum Jungen Angebot zu / SWR-Gremium: Onlineangebot von ARD und ZDF ist zukunftsweisend

Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat
in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. Mai 2015, in Stuttgart nach
ausführlicher Diskussion und Beratung dem Konzept zum geplanten
gemeinsamen Jungen Angebot von ARD und ZDF zugestimmt. Nach dem
Gremium des auf ARD-Seite federführenden SWR berät am 29. Mai 2015
der ZDF-Fernsehrat in Berlin über das Onlineangebot. Die Vorsitzende
des SWR-Rundfunkrats Margit Rupp bezeichnete das Konzept von ARD und
ZDF als zukunftsweisend. Rupp: „Das Jugendangebot von ARD und ZDF ist
von immenser Bedeutung für die ganze Gesellschaft. Jungen Menschen
müssen wir eine klare Alternative bieten zu den bestehenden Inhalten
im Netz mit meist kommerzieller Ausrichtung. Durch die ökonomische
und inhaltliche Unabhängigkeit wird sich das Junge Angebot klar von
Geschäftsmodellen anderer Anbieter unterscheiden. Es verfolgt den
Anspruch, identitäts- und demokratiestiftend sowie meinungsbildend zu
wirken. Es wird den gesellschaftlichen Diskurs fördern und dazu
beitragen, junge Menschen zu gesellschaftlicher Teilhabe zu
befähigen.“

Mit Blick auf die staatsvertragliche Beauftragung betonte der
SWR-Rundfunkrat, dass die noch nicht abschließend formulierten
rechtlichen Rahmenbedingungen so ausgestaltet sein müssen, dass das
Angebot auch ein Erfolg werden könne. Es werde darauf zu achten sein,
dass die ansonsten für öffentlich-rechtliche Online-Angebote
bestehenden Einschränkungen beim Jungen Angebot tatsächlich
wegfallen, so wie es in der Protokollnotiz zum Entschluss der
Ministerpräsidentenkonferenz vom Oktober 2014 festgehalten worden
war. Zudem appellierte der SWR-Rundfunkrat an die Rundfunkkommission
der Länder, einen Start des Angebots spätestens Mitte 2016 zu
ermöglichen.

Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen sei mitentscheidend für
den Erfolg die zielgruppengerechte Ansprache. Margit Rupp: „ARD und
ZDF sollten einen angemessenen Anteil an originären, ausschließlich
für das junge Angebot ausgerichteten Inhalten produzieren. Diese
Inhalte, aber auch das Mediennutzungsverhalten und damit die
Verbreitungswege, sollten regelmäßig durch die Medienforschung
überprüft werden. Nur dann kann das Angebot flexibel auf
Entwicklungen innerhalb der von Dynamik geprägten Zielgruppe
reagieren oder diese im besten Fall vorwegnehmen.“

Das SWR-Gremium legte in der Beratung großen Wert darauf, dass das
Angebot einen angemessenen Anteil an Information, Wissen und Bildung
enthalten müsse. Anders als kommerzielle Anbieter, die auf
nachfrageoptimierte Inhalte setzen, müsse das öffentlich-rechtliche
Onlineangebot eine nachhaltige Strategie mit eigenem publizistischem
Mehrwert verfolgen. Ein weiteres Merkmal des Jungen Angebots sei
entsprechend dem Auftrag der Ministerpräsidentenkonferenz die
Vernetzung mit den jungen ARD-Wellen. Der SWR-Rundfunkrat
bekräftigte, dass die Zusammenarbeit mit den regionalen jungen Wellen
jedoch nicht bedeute, dass hier ein neues nationales Hörfunkprogramm
entstehe.

Weiterhin sieht es der SWR-Rundfunkrat als Teil des Auftrags an,
einen barrierefreien Zugang zum Jungen Angebot zu gewährleisten.
Darüber hinaus gelten der hohe Datenschutzstandard und die hohen
Anforderungen eines wirksamen Jugendmedienschutzes
öffentlich-rechtlicher Angebote auch für das Junge Angebot.

Pressekontakt:
Wolfgang Utz, Tel.: 0711/929-11030, wolfgang.utz@swr.de

Posted by on 21. Mai 2015. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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