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Wie sinnvoll sind immer schärfere Displays?

Kaum ein Bereich der Technik entwickelt sich heute so rasant wie Displays von Monitoren, Smartphones und Fernsehern. Nicht nur Speicherplatz, Kamera und Akkulaufzeit spielen für den Kunden bei mobilen Geräten eine Rolle, sondern auch die Auflösung des Bildschirms. Hersteller sind nicht zuletzt aus diesem Grund bestrebt, immer bessere und höher auflösende Displays auf den Markt zu bringen und das Bedürfnis des Kunden nach „mehr“ zu befriedigen. Tatsächlich jedoch stellt sich die Frage, bis zu welchem Punkt das ständige Aufrüsten von Pixeln sinnvoll ist. Die Fähigkeiten des menschlichen Auges nämlich sind durchaus begrenzt und können in hohen Pixelbereichen kaum einen Unterschied erkennen.

 

Der Nutzen hoher Auflösungen für den Anwender

Hersteller wollen vor allem glückliche Nutzer und erreichen dies durch ständigen Fortschritt. Die steigenden Ansprüche der Nutzer werden bei Betrachtung der ersten Handys oder auch Notebooks deutlich. Hier waren einzelne Pixel sogar mit bloßem Auge erkennbar, aber dennoch fühlten sich die Kunden wahrhaft berauscht von der neuen und fortschrittlichen Technologie. Dass eine derart niedrige Auflösung heute niemanden mehr glücklich machen würde, liegt auf der Hand. Ein gewöhnliches Smartphone oder auch Tablet im High-End-Format lässt sogar hochwertige HD TV Geräte hinter sich.

Hohe Auflösungen bieten durchaus Vorteile. (Quelle: stokpic (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
 

 

Bei genauer Betrachtung der Faktoren, die sich durch eine hohe Auflösung über 1080 Pixel zeigen, lassen sich tatsächlich Vorteile für den Kunden erkennen. So ist vor allem die Erhöhung der Pixeldichte bei Beibehaltung der gewohnten Displayfläche ein echter Pluspunkt. Die Bildschärfe, die Hersteller in ppi angeben, steigt also durchaus an und besonders detailreiche Bilddarstellungen sind möglich. Auch ermöglicht die Steigerung der Auflösungen eine Vergrößerung der Displayfläche, ohne dass dabei sichtbar Qualität verloren geht. Größere Monitore und Smartphone-Displays sind das Ergebnis. Für den Kunden ergeben sich dank der höheren Auflösungen also tatsächlich Vorteile. Dass Hersteller sich hieran orientieren und ihren Kunden immer höhere Auflösungen bieten, ist also absatztechnisch ein durchaus kluger Schachzug. Dabei bleiben viele Monitore trotz hoher Auflösung in einem durchaus erschwinglichen Preisbereich, wie Angebote bei arlt.com zeigen.

 

Spaß mit Grenzen

Obwohl es wohl eines der faszinierendsten Sinnesorgane des Menschen ist, verfügt das Auge über eine begrenzte Leistungsfähigkeit. Ein zu einhundert Prozent funktionsfähiges Auge ist zu einem Auflösungsvermögen von etwa einer Winkelminute in der Lage. Es ist also in der Lage, einen Gegenstand von 0,3 Millimetern aus etwa einem Meter Entfernung zu erkennen. Kleinere Objekte bleiben unsichtbar oder können zumindest nicht scharf erkannt werden. Für die Weiterentwicklung von Displays ist dies eine durchaus wichtige Größe, denn ab einem bestimmten Punkt machen höhere Auflösungen tatsächlich nur noch wenig Sinn.

Die Fähigkeiten des Auges sind begrenzt. (Quelle: PublicDomainPictures (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
 

 

Doch nicht nur die Fähigkeiten des menschlichen Auges spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle, denn auch der Abstand zu Monitor oder Smartphone-Display hat Einfluss auf die sichtbaren Ergebnisse. Hält ein Nutzer mit einer einhundertprozentigen Sehkraft ein Smartphone in etwa einem Abstand von 25 Zentimetern vor sein Gesicht, so ist das Auge in der Lage, bis zu 338 ppi zu erkennen. Schon bei einer Vergrößerung des Abstandes um fünf Zentimeter verringert sich dieser Wert auf 282 ppi. Bei 40 Zentimetern Abstand sind dann nur etwa 212 ppi im leistbaren Rahmen.

 

Ein Blick auf die Display-Technologie

Durchaus sinnvoll ist es außerdem, die Art des jeweiligen Displays zu betrachten. Hersteller von heute verlassen sich in der Regel auf drei verschiedene Display-Typen. Der Kunde hat die Wahl zwischen IPS, AMOLED und LCD.

  • AMOLED, das ausgeschrieben „ Active Matrix Organic Light Emitting Diod“ bedeutet, ist besonders bei Smartphones zu sehen. Ein klarer Vorteil dieses Display-Typs ist sein geringer Stromverbrauch, weswegen die Akkulaufzeit der Geräte gesteigert wird. Dass AMOLED-Displays eine etwas geringere Haltbarkeit aufweisen als IPS oder LCD, dürfte für den Kunden von heute nur wenig wichtig sein, da mindestens alle 24 Monate ein neues Gerät gekauft wird.
  • IPS, übersetzt „In-Plane-Switching“, ist vor allem bei PC Monitoren und Notebookbildschirmen zu finden. Blickwinkel mit einer sehr hohen Stabilität sprechen für diese Art Display. Etwas schwach auf der Brust zeigen sich IPS-Displays allerdings im Bereich der Farbdarstellung.
  • Ein LCD-Bildschirm kann durchaus auch ein IPS- oder AMOLED-Display sein, denn beide Varianten zählen ebenfalls zu den Liquid-Crystal-Displays. Die LCD-Displays sind oftmals etwas farbschwach und zeigen sich im Bereich der Blickwinkelabhängigkeit etwas unbequemer als ihre Konkurrenz.

 

Für den Kunden entscheidend kann es also durchaus sein, statt einer immer höheren Auflösung auf eine neue Display-Technologie zu setzen. Hieraus ergibt sich im Ernstfall ein deutlich höherer Mehrwert.

 

Hohe Auflösungen als Marketing-Motor

Dass der Kunde sich vor allem von technischen Neuerungen und stetiger Weiterentwicklung zum Kauf neuer Geräte verleiten lässt, ist auch den Herstellern nicht verborgen geblieben. So ist inzwischen nicht mehr die tatsächliche Sichtbarkeit ausschlaggebender Grund für das Aufrüsten, sondern vielmehr die gesteigerte Attraktivität der Produkte. In der Tat wird sich ein Kunde sicherlich stärker zu einem Smartphone mit einem hohen ppi Wert hingezogen fühlen, denn der Wunsch nach ständiger Steigerung ist in der heutigen Gesellschaft fest verankert. Laut Welt.de ist das LG G3 das derzeit schärfste Handy der Welt, denn es bringt ganze 538 ppi. Hierdurch lässt es sogar das iPhone 5s mit 326 ppi und das HTC One M8 mit 440 ppi weit hinter sich. Wie spürbar der Unterschied tatsächlich ist, finden Nutzer jedoch nur im persönlichen Vergleich heraus. So kann nicht pauschal gesagt werden, dass Displays mit einer hohen Auflösung unsinnig sind. Allgemein jedoch ist das Auge auch mit niedrigeren Auflösungen ab 250 ppi durchaus zufriedenzustellen. Da sich die Kundschaft jedoch dauerhaft von hohen ppi-Werten überzeugen lässt, werden Hersteller sicherlich auch weiterhin an deutlichen Steigerungen arbeiten.

Posted by on 22. Mai 2015. Filed under Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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