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IT-Visionen für das nächste Jahrzehnt

Stuttgart – Elf Visionen hat die sogenannte Grand-Challenges-Arbeitsgruppe identifiziert, die für die Informationsgesellschaft des siebten EU-Rahmenprogramms ab 2009 als förderungswürdig eingestuft werden. „Im fünften Rahmenprogramm flossen Fördergelder meist nach dem Giesskannenprinzip in viele Kleinstprojekte, so dass leider den Ergebnissen die internationale Bedeutung und Nachhaltigkeit fehlte. Bei unseren neuen Themen ist Europas Forschungspotenzial dem der USA oder Japans überlegen – und sie können von der Industrie aufgegriffen werden“, sagte Professor Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Arbeitsgruppe und Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz http://www.dfki.de, in einem Gespräch mit der Computer Zeitung http://www.computer-zeitung.de.

Zu den elf grossen Herausforderungen für die IT-Branche zählen Themen wie „sicheres Auto, mehrsprachige Übersetzung, Serviceroboter, selbstreparierender Computer, Internet-Polizeiagent, Krankheits- und Behandlungssimulator, erweitertes persönliches Gedächtnis, pervasive Kommunikationsjacke, persönliches Visualisierungsgerät, ultraleichter Flugtransportagent, intelligenter Laden“. So könnten mit der Service-Robotik ältere Menschen auch von zu Hause aus teilweise noch in die Arbeitswelt eingebunden werden. Und nach dem Berufsleben könnte sie Menschen helfen, „ihr Leben möglichst lange alleine zu bewältigen, indem die Hygiene und Vitalwerte kontrolliert werden und Reinigungsdienste sowie Kochhilfen angeboten werden“, sagt Wahlster. In zehn Jahren seien auch Simulationsumgebungen für bestimmte Krankheiten entwickelbar, um die Wirkung von Medikamenten zu optimieren und zu personalisieren.

Das Thema E-Commerce werde in Zukunft in der Breite nur erfolgreich sein, wenn man auch kleinere Güter effizient ausliefern und auch abrechnen könne. Deshalb gewinne die Kleinstlogistik mit schnellablaufenden Prozessen eine grössere Rolle. „Daran sind viele Online-Projekte gescheitert. Man muss auch geringwertige Transaktionen wirtschaftlich abrechnen können“, so die Erfahrung von Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de . In der Transportlogistik sieht Wahlster ein Geschäftsfeld mit hoher Dynamik. „Minihubschrauber und Kleinzeppeline könnten in der Schicht fliegen, die wegen der Bodennähe für den normalen Flugverkehr gesperrt ist“, so Wahlster. Durch die Kleinstflugobjekte, die direkt über die Häuser hinweg schweben, könnten ganz neuartige Handelssysteme entstehen. Die komplexe Steuerung dieser unbemannten Flugzeuge sei eine riesige Herausforderung für die Informatik.

Posted by on 21. September 2004. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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