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Smartphones und tragbare Geräte könnten die medizinische Behandlung von Menschen mit Hirnleistungsstörungen revolutionieren

Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) beteiligt sich an einem umfangreichen neuen Forschungsprogramm, für das heute der Startschuss fällt. Das Programm wird von der Innovative Medicines Initiative (IMI) unterstützt und soll neue Möglichkeiten erforschen, um Menschen mit Depressionen, Epilepsie und Multipler Sklerose über tragbare Geräte und Smartphones zu beobachten.
Das Forschungsprogramm mit dem Namen RADAR-CNS (Remote Assessment of Disease and Relapse ? Central Nervous System) hat das Ziel, die Lebensqualität und eventuell auch die Behandlung von Menschen zu verbessern, die an den genannten und anderen chronischen Störungen leiden.
Der Einsatz von Smartphones und tragbaren Geräten ermöglicht eine kontinuierliche Fernüberwachung von Patienten und liefert damit ein umfassendes Bild vom Zustand eines Patienten auf einer Detailebene, wie sie bislang nicht möglich war. Auf der Grundlage dieser Informationen könnte eine Behandlung beginnen, bevor sich der Zustand des Patienten verschlechtert, sodass ein Rückfall oder eine Verschlimmerung der Krankheit verhindert werden können, noch bevor der Patient einen Arzt aufsucht.
Die Software AG bringt wichtige Bestandteile ihrer Digital Business Platform in dieses Forschungsprojekt ein, u. a. ihre Produkte Apama Big Data Streaming Analytics und Terracotta In-Memory Data Fabric. Dr. Giles Nelson, SVP Product Management bei der Software AG, beschreibt die Einsatzmöglichkeiten: ?Die Digital Business Platform versetzt Forscher in die Lage, in Echtzeit auf noch nie dagewesene Datenmengen zu nutzen, die von intelligenten tragbaren Geräten bereitgestellt werden. Sie erhalten dadurch tiefgehende Einblicke in Hirnleistungsstörungen, personalisierte Analysen und können frühe Anzeichen von abnormem Verhalten entdecken.?
RADAR-CNS ist ein Gemeinschaftsprojekt des King?s College London und Janssen Pharmaceutica NV (JPNV). Finanziert wird es von der Innovative Medicines Initiative, einer Public-Private-Partnership der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) und der Europäischen Union. Am Programm beteiligt sind 24 Partner aus Europa und den USA; es bringt Experten aus unterschiedlichsten Bereichen wie klinische Forschung, Fertigung, Informatik, IT, Data Analytics und dem Gesundheitswesen zusammen.
Epilepsie, Depression und Multiple Sklerose haben ganz unterschiedliche Ursachen und Symptome. Alle drei Erkrankungen können die Lebensqualität und -erwartung von Patienten erheblich beeinträchtigen. Bei allen drei Krankheitsbildern erleben die Patienten Zeiten, in denen sie ihre Symptome gut im Griff haben, und dann wieder Perioden, in denen sich ihr Befinden verschlechtert und sie akut erkranken (Rückfall). Patientenbefragungen zeigen immer wieder, wie wichtig es ist, Rückschläge vorhersagen zu können und existierende Behandlungsmethoden zu verbessern, um sie möglichst zu vermeiden.
Professor Matthew Hotopf, Direktor des NIHR Maudsley Biomedical Research Centre in London und einer der Leiter des Programms RADAR-CNS, beschreibt die Vorteile einer stärkeren Nutzung von Daten: ?Die Qualität und Quantität von Daten, die wir mithilfe tragbarer Geräte und Smartphones erheben können, ist in den letzten Jahren explodiert. Es ist gut möglich, dass diese Art von Daten die klinische Versorgung schon deshalb verbessern kann, weil sie genauere Informationen liefert. Die Daten geben uns aber sogar die Möglichkeit zu erkennen, dass sich der Gesundheitszustand eines Patienten verschlechtert, bevor er deswegen in die Klinik kommt.?
?Beispielsweise kann es zu Veränderungen im Verhalten eines depressiven Menschen kommen, noch bevor dieser sich dessen selbst bewusst wird. In den Wochen vor einem Rückfall schläft der Patient vielleicht schlechter und ist weniger aktiv. RADAR-CNS wird ausloten, wie das immense Potenzial tragbarer Technologien genutzt werden kann, um das Leben der Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern, die an chronischen Erkrankungen wie Epilepsie, Depression und Multipler Sklerose leiden.?
Von Anfang an werden Patienten in das RADAR-CNS Programm eingebunden, um zu erkennen, welche Symptome vordringlich zu adressieren sind. mit welchen Sym. Nur so können die wichtigsten Symptome eruiert werden, die es zu adressieren gilt. Außerdem können sie die Forscher bei der Implementierung der Messtechnologien beraten, so dass sie für die Patienten attraktiv und auch unter den Aspekten von Privatsphäre und Sicherheit akzeptabel sind.
Wo immer möglich, wird RADAR-CNS kostengünstige und gängige Technologien nutzen, damit das Ergebnis so vielen Patienten wie möglich zugutekommt. Das Projekt wird so aufgesetzt, dass die Ergebnisse auch auf andere Krankheitsbilder übertragen werden können. Im Idealfall sollen Ferndiagnose-Technologien in der Medizin gang und gäbe werden und zu einem Umdenken bei Vorsorge und Behandlung führen.
Vaibhav Narayan, PhD, Head of Integrated Solutions and Informatics, Neuroscience, Janssen Research & Development, LLC, einem Tochterunternehmen von Janssen Pharmaceutica, und einer der Leiter des RADAR-CNS Programms, bringt das Forschungsziel auf den Punkt: ?Wir wollen die klinische Behandlung und die Ergebnisse verbessern, indem wir Daten nutzen, die von Patienten in ihrem Alltag erzeugt werden. So wollen wir Rückfälle vorhersehen, verhindern und die Lebensqualität unserer Patienten verbessern. Diese Art ?vorausschauender? Lösungen muss durch wissenschaftliche Nachweise gestützt werden und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Privatsphäre und Sicherheit von Patienten und Pflegekräften bleiben dabei voll und ganz geschützt.?
Das RADAR-CNS-Programm läuft von 2016 bis 2021 und wird gemeinsam vom King?s College London (KCL) und Janssen Pharmaceutica NV (JPNV) geleitet.
Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Innovative Medicines Initiative 2 Joint Undertaking gemäß Förderungsvereinbarung Nr. 115902. Es wird unterstützt vom Horizon 2020 Förderungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und dem EFPIA, dem europäischen Dachverband der nationalen Verbände forschender Pharmaunternehmen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter diesem Link: www.imi.europa.eu .
Professor Matthew Hotopf und Kollegen am King?s College London werden vom NIHR Maudsley Biomedical Research Centre unterstützt.
Das Programm ist eine Partnerschaft von 24 Organisationen aus Europa und den USA:
1. King–s College London, Großbritannien
2. Provincia Lombardo-Veneta – Ordine Ospedaliero di San Giovanni di Dio – Fatebenefratelli, Italien
3. Lygature, Niederlande
4. Università Vita-Salute San Raffaele, Italien
5. Fundacio Hospital Universitari Vall d–Hebron – Institut de Recerca , Spanien 6. University of Nottingham, Großbritannien
7. Centro de Investigacion Biomedica en Red, Spanien
8. Software AG , Deutschland
9. Region Hovedstaden, Dänemark
10. Stichting VU-VUMC , Niederlande
11. Universitätsklinikum Freiburg , Deutschland
12. Stichting imec Nederland, Niederlande
13. Katholieke Universiteit Leuven , Belgien
14. Northwestern University, USA
15. Universität Passau, Deutschland
16. Università degli Studi di Bergamo, Italien
17. Charité, Deutschland
18. Intel Corporation (UK) Ltd, Großbritannien
19. GABO:mi Gesellschaft für Ablauforganisation:milliarium mbH & Co. KG 20. Janssen Pharmaceutica NV, Belgien
21. Biogen Idec Limited, Großbritannien
22. H. Lundbeck A/S, Dänemark
23. UCB Biopharma SPRL, Belgien
24. MSD IT Global Innovation Center s.r.o., Tschechische Republik
King?s College London (KCL) – www.kcl.ac.uk
Das King–s College London ist eine der international führenden Universitäten (2015/16 QS World University Rankings) und eine der ältesten in England. King–s hat über 26.500 Studierende (fast 10.400 davon in Graduierten-Studiengängen) aus 150 Ländern und ca. 6.900 Mitarbeiter. Die Universität befindet sich derzeit in der zweiten Phase eines Entwicklungsprogramms mit einem Umfang von 1 Milliarde Pfund.
Forschung und Lehre des King–s College London genießen einen außergewöhnlich guten Ruf. Im Research Excellence Framework (REF) 2014 stand das College im ?Power Rating? in Großbritannien auf Platz 6, bewertet werden hier die Qualität wie die Quantität der Forschungsaktivität, und auf Platz 7 im Ranking der Times Higher Education. 84 Prozent der Forschung am King?s wurden als ?weltweit führend? oder ?international exzellent? bewertet (3* und 4*). Die Universität ist gemessen an den Forschungseinnahmen eine der führenden sieben Universitäten in Großbritannien. Die jährlichen Gesamteinnahmen der Universität belaufen sich auf 600 Millionen Pfund.
Das KCL genießt einen besonders guten Ruf in den Geistes- und Rechtswissenschaften, den Naturwissenschaften (zu denen auch Psychiatrie, Humanmedizin, Krankenpflege und Zahnmedizin zählen) sowie den Sozialwissenschaften (z. B. Internationale Beziehungen). An vielen Fortschritten des modernen Lebens war es maßgeblich beteiligt, etwa an der Entdeckung der DNA-Struktur sowie an Forschungsarbeiten, die zu der Erfindung von Radio, Fernsehen, Handys und Radar führten.
Das King–s College London und das Guy–s and St Thomas–, King–s College Hospital sowie die South London and Maudsley NHS Foundation Trusts bilden gemeinsam die King–s Health Partners. Das Zentrum für akademische Gesundheitsforschung der King–s Health Partners ist eine wegweisende globale Kooperation zwischen weltweit führenden Forschungseinrichtungen und drei der erfolgreichsten NHS Foundation Trusts in London, zu denen auch Lehrkrankenhäuser und psychosoziale Dienste gehören. Weiterführende Informationen finden Sie hier: www.kingshealthpartners.org.
Die Fundraising-Kampagne des King?s ? World questions | King?s answers ? hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Lösung der drängendsten Probleme der Menschheit beizutragen. Ihr Spendenziel von 500 Millionen Pfund hat sie 18 Monate früher als geplant erreicht. Die Universität möchte nun auf diesen Erfolg aufbauen und bis Ende 2015 weitere 100 Millionen Pfund einwerben, um lebensnotwendige Forschung und innovative neue Behandlungen zu finanzieren und Stipendien zu unterstützen.
Die fünf Schwerpunktbereiche der Kampagne sind Neurologie und psychische Gesundheit, Führung und Gesellschaft, Krebs, globale Energie und Kinderheilkunde. Mehr Informationen zu dieser Kampagne finden Sie hier: www.kcl.ac.uk/kingsanswers.
National Institute for Health Research (NIHR) – http://www.nihr.ac.uk/
Das NIHR wird vom britischen Gesundheitsministerium finanziert. Sein Ziel ist es, die Gesundheit und den Wohlstand der britischen Nation durch Forschung zu verbessern. Das NIHR ist der Forschungsarm des National Health Service (NHS). Seit seiner Gründung im April 2006 hat das NIHR die Forschung im NHS neu ausgerichtet: der Anteil der angewandten Gesundheitsforschung zum Wohle der Patienten und der Öffentlichkeit wurde erhöht, grundlegende wissenschaftliche Entdeckungen schneller in spürbaren Nutzen für Patienten und die Wirtschaft umgesetzt und Wissenschaftler aus dem Gebiet der angewandten Gesundheitsforschung unterstützt. Das NIHR spielt eine wichtige Rolle in der Strategie der britischen Regierung für mehr Wirtschaftswachstum: seine erstklassige Infrastruktur in der Gesundheitsforschung macht es attraktiv für Investitionen von Biotechnologie-Unternehmen. Gemeinsam bilden die Mitarbeiter, Programme und Exzellenz Zentren des NIHR das am stärksten integrierte Forschungssystem der Welt. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des NIHR: www.nihr.ac.uk
 
 
 
 

Software AG ermöglicht ihren Kunden, in der digitalen Welt zu den innovativen Gewinnern zu gehören. Die Produkte helfen Unternehmen, bestehende IT-Systeme in einer einzigen Plattform zusammenzuführen, ob in der Cloud oder in der eigenen ITUmgebung, und damit das Geschäft zu optimieren. Die Kombination aus Prozess-, Integrations- und Echtzeit-Analyse-Software in einer umfassenden Digital Business Platform ermöglicht es den Kunden, die Effizienz ihres operativen Geschäfts zu steigern, Systeme zu modernisieren und Prozesse zu optimieren, um intelligente Entscheidungen zu treffen und einen erstklassigen Service zu bieten. Seit mehr als 45 Jahren steht die Software AG für kundenzentrierte Innovation und ist führend in vielen innovativen ITMarktkategorien.
Die Software AG beschäftigt über 4.300 Mitarbeiter in 70 Ländern und erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von 873 Millionen Euro.
Mehr unter www.softwareag.com/de

Posted by on 26. April 2016. Filed under Allgemein,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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