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Zum Abschluss der CeBIT 2017 (20. bis 24. März): Das waren die Toptrends der CeBIT 2017 (FOTO)

Die diesjährige CeBIT machte die rasant fortschreitende
Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erlebbar wie nie: vom
Kleinbus, der dank künstlicher Intelligenz die Fragen von Passagieren
beantwortet, über Drohnen, die Inspektionen an Industrieanlagen
durchführen können bis zur Smart City mit ressourcenschonender
Infrastruktur und neuartigen Dienstleistungen für den Bürger.

Ein ganzes Feuerwerk an technischen Innovationen entfachte das
diesjährige Partnerland Japan, das mit rund 120 Unternehmen auf 7 200
Quadratmetern Ausstellungsfläche vertreten war – der größte
Länderpavillon in der Geschichte der CeBIT. Ausrufezeichen im
Programm der CeBIT setzten auch die Global Conferences mit mehr als
200 Sprechern auf drei Bühnen, darunter der führende japanische
Robotik-Forscher Hiroshi Ishiguro, KI-Visionär Ray Kurzweil, der für
die nächsten 15 Jahre die Verschmelzung von Mensch und Maschine
voraussagt, und Social-Media-Spezialist Michal Kosinski mit
provokanten Einschätzungen zum Thema Psycho-Targeting im Vorfeld
politischer Wahlentscheidungen. Der amerikanische Whistleblower
Edward Snowden, der aus seinem russischen Exil per Live-Video
zugeschaltet wurde, erklärte, dass es dank der fortschreitenden
Ausbreitung von Verschlüsselungstechnologien für Angreifer inzwischen
schwieriger sei, an Daten zu kommen. Doch das „goldene Zeitalter für
Geheimdienste“ bleibe Realität.

Internet of Things: Das neue Business-Universum

Die intelligente Vernetzung von Maschinen, Infrastrukturen und
Produkten der verschiedensten Anwendungswelten ebnet Unternehmen den
Weg in die digitale Transformation. Wie weit die Entwicklung im
Internet of Things bereits fortgeschritten ist, machte die CeBIT 2017
mit eindrucksvollen Showcases erlebbar – beispielsweise zum Thema
Autonomes Fahren. So konnten die Besucher bei Vodafone sehen, wie
Fahrzeuge über die neue Technologie LTE-V2X direkt miteinander
kommunizieren können, damit Unfälle vermieden werden. Die
stromsparende Technik Narrowband-IoT, die beispielsweise die Deutsche
Telekom zur Vernetzung von Wohn- und Geschäftsgebäuden vorstellte,
war ebenso ein Fokusthema wie der kommende Mobilfunkstandard 5G, der
ab dem Jahr 2020 Milliarden von Maschinen und physischen Produkten
den Datenaustausch in Echtzeit ermöglichen soll.

Wie der Energiespeicher Powerwall in einem vernetzten Haus zum
Aufladen von Elektrofahrzeugen genutzt werden kann, demonstrierte der
E-Mobility-Pionier Tesla auf der CeBIT. Und SAP zeigte am Beispiel
eines Flughafenmodells, dass sich die Abläufe an einem Airport in
Echtzeit auswerten lassen, um flexibel reagieren zu können – von der
Warteschlange an der Sicherheitsschleuse über die Bewegungen auf dem
Flugfeld bis zu den Angebotsregalen der Shops. Telefónica brachte
ebenfalls eine Reihe interessanter IoT-Lösungen auf die CeBIT, die
von smarten Sportschuhen mit Schrittanalyse-Tool über ein
intelligentes Flottenmanagement bis zum vernetzten Schutzhelm für den
Einsatz unter Extrembedingungen reichte. Ein weiterer Anziehungspunkt
der CeBIT 2017 war der M2M/IoT Pavillon, wo Eurotech mit Partnern wie
der OSGi Alliance Lösungen für verschiedene Branchen präsentierte –
unter anderem zu den Themen Field Service Management, Smart Energy
und Umwelttechnik.

Der Public Sector Parc machte deutlich, wie die Öffentliche
Verwaltung Daten, die über das IoT gewonnen wurden, vermarkten oder
per Serviceportal an die Bürger weitergeben kann – beispielsweise zur
Feinstaubbelastung in einer bestimmten Straße. Auch der Gewinner des
diesjährigen CeBIT Innovation Awards kommt aus dem IoT-Umfeld: Hinter
der cleveren Smartphone-App von Plantix steht eine umfangreiche
Datenbank, die bei Nutzpflanzen einen Schädlingsbefall oder
Nährstoffmangel sichtbar macht.

Künstliche Intelligenz: Roboter und Maschine denken mit

Künstliche Intelligenz und selbst lernende Systeme waren weitere
Megatrends der diesjährigen CeBIT. Vor allem Aussteller aus Japan,
das als führende Robotik-Nation gilt, zeigten den aktuellen Stand der
Entwicklung. Highlights waren ein humanoider Roboter von Fujisoft,
der in Fernost bereits in Seniorenresidenzen eingesetzt wird, und ein
industrieller Roboterarm von Yaskawa, der eine flexible Interaktion
mit der Umgebung ermöglicht. Zahlreiche Showcases veranschaulichten
auf der CeBIT, wie KI-Systeme in der Produktion, im Rahmen der
vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance), bei der
Qualitätssicherung oder als smarte Assistenten am Arbeitsplatz
einsetzbar sind.

Aber auch für die Zukunft der medizinischen Diagnostik und des
autonomen Fahrzeugverkehrs sind selbst lernende Lösungen ein
Meilenstein, wie IBM mit seinem Computersystem Watson demonstrierte.
Allgemein werden die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine
immer nutzerfreundlicher: Intelligente Bots ersetzen
Displayanweisungen, während mit Sensoren ausgestattete Maschinen oder
cyberphysikalische Systeme Probleme frühzeitig selbst erkennen und
bei Bedarf Ersatzteile ordern können.

Cybersicherheit: Connectivity macht anfällig

Zu den gravierendsten IoT-Sicherheitsbedrohungen zählen
unzureichend geschützte Verbindungen zwischen Maschinen und dem Web.
Airbus Cybersecurity stellte auf der CeBIT ein sicheres Konzept für
die Fernwartung mit umfangreichen Überwachungsfunktionen vor.
Aussteller wie Cisco, Kaspersky Lab oder Trend Micro präsentierten
ebenfalls neue Produkte zum Thema Datensicherheit, beispielsweise für
die vernetzte Produktion, Smarte Städte sowie Unternehmen aus dem
Mittelstand, die zunehmend ins Visier von Hackergruppierungen
geraten. Für große Aufmerksamkeit sorgte das „Haunted House“ von
Sophos: Ein nachgebautes Smart Home machte ersichtlich, wie
Cybergangster Haushaltsgeräte wie einen Kühlschrank, eine Heizung mit
digitaler Steuerung oder eine Videoüberwachungskamera angreifen
können, wenn nicht rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden. Der
Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, mahnte bei seinem
CeBIT-Auftritt eine stärkere internationale Zusammenarbeit bei der
Bekämpfung der Internetkriminalität an und zog einen plakativen
Vergleich mit dem Fußballsport: Bei der Aufklärung solcher Straftaten
agiere man teilweise noch wie eine Jugendmannschaft – „aber wir
müssen in die Champions League!“.

Cloud Computing: Alles aus der Wolke

Ob Unternehmen, Anlagen oder Produkte: Cloud Computing vernetzt
alles mit allem und macht das Internet der Dinge erst möglich. Auf
der CeBIT standen neben cloudbasierten Diensten für
Unternehmensprozesse aller Art wegen der bevorstehenden Abschaltung
von ISDN besonders Lösungen aus dem Bereich Unified Communication as
a Service im Vordergrund, die sämtliche Kommunikations-Tools in der
Cloud bereitstellen, die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen und
Kostenvorteile bringen.

Drohnen: Geschäftsideen zum Abheben

Eine komplette Messehalle belegte der Bereich Unmanned Systems &
Solutions. Die große Flugarena zeigte live die vielversprechendsten
Einsatzmöglichkeiten der smart vernetzten Flugkörper zu Lande, zu
Wasser und in der Luft. Dabei reichten die vorgestellten Anwendungen
von der Logistik über die Vermessungstechnik bis zum Einsatz in
Katastrophengebieten. So präsentierte der chinesische Hersteller
Yuneec einen Flugroboter, der selbstständig Hindernisse erkennt und
ihnen ausweicht, während ein weiteres Modell von Globe UAV Luftbilder
in einem Radius von 30 Kilometern sammeln kann – dank
Nachtsichtfunktion auch bei Dunkelheit. Doch die Entwicklung geht
bereits weiter: Ein Spin-off der Technischen Universität Darmstadt
stellte in Hannover einen Flugroboter vor, der dank der patentierten
Schwenkrotor-Mechanik auch für vertikale Starts oder Landungen
geeignet ist.

Augmented & Virtual Reality: Grenzenlose Möglichkeiten

In direkter Nachbarschaft zu den Drohnen konnten sich
CeBIT-Besucher über das Potenzial der Trend-Technologien Augmented &
Virtual Reality für Industrie, Handel und Touristik informieren und
sich mit den Anbietern professioneller Businesslösungen vernetzen.
Auch im Bereich Research & Innovation gab es spannende VR-Anwendungen
für die Industrie zu sehen: Die Westsächsische Hochschule Zwickau
stellte einen Schutzhelm mit integrierter Datenbrille vor, der mit
Warnhinweisen die Sicherheit von Stahlarbeitern verbessern soll. Und
Fraunhofer-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, das große
CAD-Modelle, die nicht auf ein gängiges Endgerät passen, mit
Internettechnologie in der erweiterten Realität sichtbar macht.

Mobility: Elektrische und autonome Trendsetter

Auch in vielen weiteren Bereichen untermauerte die CeBIT 2017 ihre
Bedeutung als weltweit wichtigste Veranstaltung für die
Digitalisierung. So war in Hannover das revolutionäre Elektroauto
e.GO Life zu sehen, das auf dem Campus der RWTH Aachen in durchgehend
digitalisierten Prozessen entwickelt wurde und bald für rund 16 000
Euro in Serie gebaut werden soll. Realität für CeBIT-Besucher wurde
dagegen schon eine andere Vision: die Fahrt mit einem chauffeurlosen
Bus über Teile des Messegeländes. Das „Smart Shuttle“ der Schweizer
Post machte an den fünf Messetagen den ersten aufregenden Ausflug in
die Zukunft des vollautonomen Fahrens möglich.

Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Gabriele Dörries
Tel.: +49 511 89-31014
E-Mail: gabriele.doerries@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.cebit.de/de/presseservice/

Original-Content von: Deutsche Messe AG Hannover, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. März 2017. Filed under Allgemein,Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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