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Krisenforscher Roselieb: „Es gibt weniger echte Krisen, aber mehr mediale Empörung“

Die Zahl „echter“ Krisenfälle bei
Flugzeugabstürzen, Hotelbränden oder tödlichen
Lebensmittelvergiftungen ist in den letzten Jahren nach einer
Auswertung des Kieler Krisenforschers Frank Roselieb um etwa ein
Drittel gesunken. Gleichzeitig sei jedoch die Zahl „gefühlter“
kommunikativer Krisen bei Skandalen und Enthüllungen zusammen mit
„medialen Empörungen“ in etwa gleichem Umfang gestiegen, erklärte
Roselieb in einem Interview mit dem Hamburger Medienmagazin –new
business–.

„Wir regen uns über immer unspektakulärere Krisenfälle auf – und
übersehen dadurch vielleicht irgendwann einmal die wirklich
wichtigen“, sagte Roselieb, Geschäftsführender Direktor des Instituts
für Krisenforschung, einem „Spin-Off“ der Universität Kiel. Sein
Institut wertet in Datenbanken nahezu alle öffentlich gewordenen
Krisenfälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1984 aus.
Nach einer Definition des Experten hat bei einer Krise anders als bei
einer Katastrophe die „Wende zum Schlimmen“ noch nicht stattgefunden.

Pressekontakt:
new business
Reiner Kepler
Telefon: 040-60900972
kepler@new-business.de

Original-Content von: new business, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 9. September 2017. Filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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