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Hardware-Offensive der asiatischen Firmen mit intelligenten Dienstleistungskonzepten kontern

München/Stuttgart – Bei Netzwerken und Telekommunikation drängen chinesische und taiwanesische Hersteller immer stärker auf die europäischen Märkte. Auch BenQ-Firmenchef Kuen-Yao Lee http://www.benq.com will mit der eigenen Marke auftrumpfen und sich nicht mehr mit der Rolle als Auftragsfertiger zufrieden geben. Bislang machen die Fremdbestellungen noch 60 Prozent des gesamten Geschäfts aus. Diese Quote soll auf 50 Prozent sinken. Die Übernahme der Handysparte von Siemens ist nach Einschätzung von Branchenexperten nur der erste Schritt. „Im globalen Wettbewerb sind die Weichen klar gestellt. Firmen wie BenQ, Acer oder Huawei begnügen sich nicht mehr mit Auftragsfertigungen für westliche Markenhersteller, sondern treten mit eigenen Marken auf“, so die Analyse von Helmut Reisinger, Geschäftsführer des Stuttgarter IT-Dienstleisters Nextiraone http://www.nextiraone.de.

Dieser Prozess sei nicht mehr aufzuhalten. „Es ist doch eine Tatsache, dass die deutsche Exportweltmeisterschaft nur noch gesichert wird durch die Auslagerung der Industrieproduktion. Das kann man am Beispiel der Computer oder Mobilfunkgeräte erkennen. Ob Mittelstandsunternehmen mit nationalem Fokus oder international operierende Konzerne, der weltweite Wettbewerb erlaubt niemandem, unter Inkaufnahme von Standortnachteilen geschäftlich tätig zu sein“, so Reisinger.

Es sei nur konsequent, wenn die westliche Welt nach Alternativen zur klassischen Industrieproduktion suche und sich verstärkt um die Veredelung von Produkten, um intelligente Dienstleistungen und einer verbesserten Vermarktung bemühe. „Die Hardware ist heute eine austauschbare Massenware, die in jedem Winkel der Erde hergestellt werden kann. Da können die westlichen Länder nicht mithalten. Neue Marktpotenziale ergeben sich aber beispielsweise bei der Kommunikation über das Internet Protokoll. Die Funktionen, Anwendungen und unterstützenden Dienstleistungen zählen künftig zu den Kernkompetenzen der Kommunikationsbranche. Wir müssen den Schritt in die Dienstleistungsgesellschaft forcieren mit innovativen Marketing- und Vertriebsideen, mit international verteilten Service-Modellen, mit exzellenten Finanzdienstleistungen, mit neuen Anwendungsszenarien und Geschäftskonzepten“, weiss Reisinger.

Ein flexibler, anwenderfreundlicher und dabei preiswerter Service, gepaart mit innovativen Produktkonzepten hinsichtlich Aufrüstbarkeit und Zukunftssicherheit zählten zu den wichtigen Wettbewerbsfaktoren, um gegenüber der asiatischen Konkurrenz zu bestehen.

Posted by on 15. Juni 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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