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Europa-Universität Viadrina testet neue Lernformen

Bonn/Frankfurt an der Oder – Deutsche Hochschulen sind mittelmässig und unflexibel. Sie verschlafen technologische Trends und können im internationalen Vergleich nicht mithalten. Solche Vorwürfe werden nicht nur an den Stammtischen, sondern auch in den Zeitungsspalten erhoben. Wissenschaftliche Eliten, die an den hiesigen Universitäten ausgebildet wurden, wandern in Besorgnis erregender Zahl ins Ausland ab, weil sie dort grössere gesellschaftliche Anerkennung erfahren und über bessere Aufstiegschancen verfügen. Doch nicht in jedem Fall trifft der Vorwurf der Starre an die Adresse der akademischen Welt zu. Einzelne Universitäten beschreiten durchaus neue Wege und setzen moderne Technologien ein.

Die Universität Stuttgart präsentiert an ihrem Tag der Wissenschaft Mitte Juni die grösste IP-Telefonanlage an einer deutschen Hochschule. Die kostenbewussten Schwaben, die das Projekt mit dem Stuttgarter IT-Dienstleister Nextiraone http://www.nextiraone.de umsetzten, wollen dadurch Kosten senken und Arbeitsabläufe übersichtlicher und einfacher gestalten. Und an einer Hochschule im äussersten Osten Deutschlands, an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder http://www.euv-frankfurt-o.de, startet ab dem Wintersemester 2005/2006 ein Blended E-Learning-Programm Business Informatics. Damit kann erstmalig ein Studiengang in Kombination von virtuellem Lernen und Präsenzphasen absolviert werden. In dem englischsprachigen Master-Programm International Master of Business Informatics (MBI) können Studienanfänger ein oder zwei Semester an der Viadrina verbringen und dann weitere Vorlesungen über das Internet besuchen.

Der MBI-Studiengang werde unter Federführung der Europa-Universität von einem Netzwerk bekannter Wirtschafts-Informatik-Professoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz betrieben, die in der privaten Virtual Global University (VGU) http://www.vg-u.de zusammengeschlossen sind, so die Auskunft der Pressestelle der Viadrina http://www.presse-euv-frankfurt-o.de. Die Professoren lehren mit Hilfe von Multimedia-Technologien im Internet und betreuen die Studenten weltweit mit elektronischen Medien. Programmleiter ist der Viadrina-Professor Karl Kurbel. Neben der reinen Online-Variante des MBI-Programms bietet die Europa-Universität nun auch eine Blended-Learning-Form dieses Weiterbildungsstudiengangs an, sagt Jana Schwedler vom Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Einige wichtige Kurse würden direkt face-to-face an der Viadrina gelehrt, während die anderen in der VGU online studiert werden könnten. Die Gesamtkosten seien niedriger als beim reinen Online-Studium. Die Studienbewerber, die sich bis zum 31. August 2005 zum Wintersemester unter http://www.vg-u.de anmelden wollen, benötigen einen Bachelor-Abschluss oder ein Diplom.

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn auch Universitäten den Nutzen von E-Learning erkennen. In der betrieblichen Weiterbildung der Unternehmen wird diese moderne Lehr- und Lernform nicht nur deshalb so geschätzt, weil sie Kosten senkend wirkt. Die Erfolgsformel des Blended E-Learning liegt in der Mischung aus webbasiertem Lernen mit tutorieller Unterstützung und externen Seminaren“, kommentiert Günter Greff, Inhaber und Vorstand der e-Learn AG http://www.e-learn.de.

Posted by on 16. Juni 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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