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Trend zu mobilen Breitbandzugängen nicht aufzuhalten

Düsseldorf – „Kombiprodukte aus Festnetz und Mobilfunk schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden“, berichten die vdi-nachrichten http://www.vdi-nachrichten.de. Debitel vermarktet Mobilfunkverträge zusammen mit DSL-Zugängen. O2 und Vodafone bieten günstigere Handygespräche und Surfzugänge für zu Hause an. Technisch noch weiter geht BT: Für das neue Angebot integrierte die schwedische Firma Ericsson http://www.ericsson.com/de im BT-Netz einen so genannten Home Base Station Controller. „Er sorgt dafür, dass Sprache, Daten und Signalisierung in IP-Pakete eingepackt und über das IP-DSL-Netz von BT zum Teilnehmer hin übertragen werden“, erläutert der Ericsson-Manager Jörg Pentz gegenüber den vdi-nachrichten. Über die Bluetooth-Basisstation zu Hause, die demnächst auch WLAN integriert, werde der Datenstrom entgegengenommen und an das Handy übermittelt.“

BT-Fusion-Nutzer bauten sich zu Hause über ihre Basisstation eine eigene Funkzelle für ihr Mobiltelefon auf, so Pentz. Damit das reibungslose Hin und Her zwischen IP-DSL- und Mobilfunknetz funktioniert, wird das neue Verfahren Unlicensed Mobile Access (UMA) eingesetzt. „Im Handy sorgt die UMA-Software dafür, dass IP-Pakete wieder ausgepackt werden, um Sprache, Daten und Signalisierung zurückzuerhalten“, so Pentz. In allen Phasen bleiben die Gespräche von der GSM-Vermittlungsstelle gesteuert. Damit sei eine reibungslose Übergabe zwischen GSM-Netz und der Zelle zu Hause möglich. Pentz rechnet mit kombinierten UMA-WLAN-Handys bereits gegen Ende des Jahres.

Kombiprodukte laufen auf einen verstärkten Wettbewerb zwischen Mobilfunk- und Festnetzanbietern hinaus. Entscheidend für die Durchsetzung neuer Technologien und Anwendungen für Privatkunden und Unternehmen ist nach Auffassung von Mehdi Schröder, Sales Director für das Enterprise-Geschäft von Ericsson, der Nutzerkomfort und die Einfachheit in der Bedienung.

„Videokonferenzen sind dafür ein gutes Beispiel. Die Technologie ist seit zehn Jahren auf dem Markt und trotzdem nutzt es fast niemand. Man benötigt ein spezielles Equipment und eine Anmeldung über sogenannte Conference-Bridges. Damit sind die Gebrauchshürden sehr hoch. Mit dem IP Multimedia Subsystem (IMS) und Mobile Broadband wird sich das in der Unternehmenswelt ändern. Ob Laptop mit Multimedia-Ausstattung oder Camera-Handy, dank Presence Service und genereller Video-Unterstützung ist eine Videokonferenz für IMS-Anwender jederzeit und überall spontan möglich“, so Schröder.

Der ITK-Markt in Deutschland sei zwar insgesamt recht konservativ und nehme neue Entwicklungen nur zögerlich an. „Da aber Hewlett Packard das erfolgreiche Konzept aus Schweden, nämlich Ericsson OnePhone als Bestandteil der HP-UCS Lösung auch für den deutschen Markt vorstellt, werden die Mobilfunkanbieter in Deutschland kurzfristig auf diese Marktchancen reagieren“, ist sich Schröder sicher.

Die klassischen TK-Anlagen werden nach seiner Einschätzung mittelfristig verschwinden: „Mit OnePhone, IP Centrex und Virtuale PBX werden sich Lösungen durchsetzen, wo Teile der Leistungsmerkmale aus dem Operator-Netz oder Remote über ein Hosting-Center bereitgestellt werden – bei kleinen Unternehmen sogar vollständig. Hier treffen sich die technologischen Entwicklungen mit der Weiterentwicklung der Dienstleistungen: Managed Services und Hosted Solutions nutzen stärker zentrale Einrichtungen als dezentrale Installationen. Das kommt den Centrex-Konzepten entgegen“, sagt Schröder.

Der Durchbruch für IP-Telefonie komme mit dem flächendeckenden Angebot von VoIP-Providern. „Dabei werden die breitbandigen IP-Zugänge nicht nur stationär, sondern auch mobil verfügbar sein. Breitband-Switching schafft dann gegenüber Schmalband-Switching die Voraussetzung für die IMS-Anwendungen, nämlich Multi-Session und Multimedia-Verbindungen in einem einzigen Übertragungskanal. IP-Telefonie darf man nicht nur als Eins-zu-Eins-Ersatz für leitungsvermittelte Telefonie begreifen. Hier werden die Möglichkeiten der Technik massiv unterschätzt“, so Schröder.

Die verschiedenen Übertragungsverfahren für die letzte Meile und den Netzzugang seien komplementär zu betrachten. „WLAN ist im Grunde eine ‚Last Meter’ Anwendung, die nur dort eingesetzt werden kann, wo breitbandige Netzanschlüsse auf Basis anderer Technologien wie etwa DSL verfügbar sind. WiMAX kann eine Alternative zu DSL in Gebieten sein, wo DSL aufgrund verschiedener Restriktionen nicht angeboten wird. HSDPA/HSUPA wird landesweit und auch via internationalem Roaming mobile breitbandige Zugänge bieten. Je nach Kundenanforderungen, lokalen Voraussetzungen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis werden sich diese Technologien ergänzen“, prognostiziert Schröder.

Posted by on 29. Juni 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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