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Studie: Japan Trendsetter bei mobilen Bezahlverfahren – Nachholbedarf in Europa

München – Mobile Bezahlverfahren haben auch in Europa realistische Chancen auf einen erfolgreichen Marktdurchbruch. Nach Einschätzung der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton http://www.boozallen.de weist allein der deutsche Markt ein jährliches Gebührenpotenzial für Zahlungsverkehrsabwicklung von 100 Millionen Euro auf. Aktuell werden über 60 Prozent aller Transaktionen im deutschen Einzelhandel noch immer mit Bargeld abgewickelt – ein hohes Wachstumspotenzial für bargeldloses Bezahlen. Da nahezu 90 Prozent der relevanten Zielgruppe über ein Mobiltelefon verfügen, drängen sich Handy basierte Bezahlverfahren zunehmend in den Vordergrund. Dafür spricht auch, dass die Akzeptanz für Mobile Payment-Lösungen in der Bevölkerung stark zunimmt.

Banken, Kreditkartengesellschaften, Gerätehersteller und Telekommunikationsunternehmen könnten durch ein innovatives Kooperationsmodell einen durchschlagenden Erfolg erzielen. „Alle Beteiligten haben Interesse an diesem Markt, doch bislang waren die Berührungsängste vor Kooperationen zu gross. Versuche einzelner Unternehmen der Vergangenheit wie Paybox oder SIMPAY sind gescheitert“, so Telekommunikationsexperte Roman Friedrich.

Die Abrechnung der Internet-Dienste ist für die Anbieter nach wie vor ein Problem – besonders die kostenpflichtige Nutzung von Webseiten und Webfunktionen. Da das zugrunde liegende Internet-Protokoll keine Strukturen für Gebühren aufweist, muss jede Zahlungsmethode praktisch „outband“ erfolgen. Hier steht die Universalität und Einfachheit eines Kommunikationsnetzes für nichtkommerzielle Anwendungen den Interessen der Anbieter von werthaltigen Inhalten entgegen. „Über Jahre hinweg gab es viele verschiedene Ansätze, zu viele Technologien und zu viele Anbieter. Die Heterogenität der Lösungen hat verhindert, dass sich ein Verfahren breit im Markt durchsetzen konnte. Zahlung per Bankeinzug, Kreditkarte und die Abrechnung über Service-Rufnummern, das sind heute die akzeptierten Lösungen in Deutschland“, urteilt Andreas Dippelhofer, Mitglied der Geschäftsleitung der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de.

Die besten Chancen hätten elektronische und mobile Zahlungssysteme, wenn sie an bestehende und akzeptierte Plattformen anknüpfen. „Für kleinere Beträge hat sich besonders im Mobilfunk die Abrechnung über Premium-SMS bewährt“, so Dippelhofer. Das Beispiel Japan zeige, wie es schnell und problemlos funktionieren könne. In kurzer Zeit hätten NTT DoCoMo und Sony eine einfache Zahlungsmethode etabliert. FeliCa-Handys sind mit einem Sony-Chip ausgestattet. Dieser ermöglicht das Bezahlen per Handy in zahlreichen Geschäften, die über entsprechende Lesegeräte verfügen. Nur fünf Monate nach dem Start des Dienstes verzeichneten die Anbieter Ende 2004 bereits eine Million Teilnehmer. Ende 2005 werden es mehr als zehn Millionen sein.

Posted by on 12. Juli 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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