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Das Geheimnis von Big Data durch Excel erklärt…

Nehmen wir eine neue Excel-Datei.
Erstellen wir diese, erscheint ein leeres Blatt und fangen wir an, dieses Blatt zu füllen.
Zunächst wählen wir uns irgendeine Zelle in diesem Blatt aus. (Überschriften und andere Gliederungen brauchen und wollen wir nicht…
In dieser Zelle speichern wir jeweils ein Objekt, es kann alles sein:
in Zelle A1 ein Video eines Fussball-Trainings des Kindes,
in Zelle A2 die Fotosammlung der Australien Reise aus dem Jahre 1995,
in Zelle A3 die Quittungen für ihre private Steuer des Jahres XXXX (als Pdf Datei)
, usw. usw.
Und: Wir schauen sich diese Datei eigentlich nie an, sondern schreiben immer in eine leere Spalte.
Jetzt noch ein kleines bisschen Technik:

Wir speichern die Quittungen für die private Steuer XXXX nicht nur in 1 Excel-Sheet, sondern direkt in 3 verschiedenen.
Und um genau zu sein, es ist nicht immer die Zelle A1, es kann auf die Zelle X8 in Tabelle 2 sein, und wiederum eine andere in Tabelle 3.
Okay, um es noch genauer zu sagen, es kann auch durchaus sein, dass die Quittungen in verschiedenen Zellen gespeichert werden, um nicht zu viel Platz in einer Zelle zu verwenden. Also in Zelle a3 und x2 und yx7 der Datei 1 sowie b9 und d9 und q1 der Datei 2 usw.

Und warum sollte man dies machen??
Ein neues Scenario:
In unserem Bahnhof installieren wir 10 Videokameras, die uns ständig einen kompletten Überblick über das Geschehen am Bahnhof geben.
Weiterhin speichern wir stündlich die Videos der vergangenen Stunde in einer Zelle einer Excel Datei ab. Versehen mit den Informationen über Uhrzeit etc. (Sie haben Recht, es sind ja eigentlich mehrere Exceldateien)
Sie sehen einen Nutzen….
Vermutlich werden Sie aufgrund der Vorkommnisse in dieser Zeit denken, dass man damit sehr gut herausfinden kann, wer vielleicht etwas Böses gemacht hat.
Dann gehen wir diesen Weg einmal weiter. Die Gesichts- und Personenerkennung ist viel besser als vielleicht bisher vermutet wird. Also nehmen wir uns die stündliche Videodatei, lasse diese durch eine Erkennungssoftware laufen und versehen eine neue Excel-Datei mit den Personen und Gesichtern, die da erkannt werden. Bei 10 Videokameras wird das bei einem belebten Bahnhof schon eine große Datenmenge werden.
Jetzt wird es ja wirklich interessant. Was es da für Auswertungsmöglichkeiten gibt…. Was da alles vorausgesagt werden kann. Was an schlimmen Sachen verhindert werden kann.,,,
Stop!
Wir sind immer noch in der Excel Datei, die auch Data Lake genannt werden kann. Und eigentlich haben wir schon einen Vorgang dabei, der so gar nicht in einen Data Lake per Definition gehört, unseres Erachtens aber doch:
Der Vorgang des „Veredelns und Erzeugen der Daten“, haben wir doch Rohdaten genommen und diese veredelt, und damit neue Daten erzeugt.
Was für Möglichkeiten…

Zurück zu dem ersten Beispiel:
Eigentlich sehen wir es nicht ein, so etwas zu speichern, da wir definitiv keinen, aber auch gar keinen Nutzen darin sehen. Was soll das? Auch der (Kosten-) Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Gegenfrage: Warum sollte ein Bahnhof, an dem seit Jahrzehnten nichts Aufregendes passiert, ständig von allen Seiten gefilmt werden?
Ja, bei dem Bahnhof kommen sofort die Auswertungsmöglichkeiten in Betracht, und, seien wir ehrlich, es gibt nahezu unendlich viele.
Und unsere langweilige, private Excel-Datei?
Nehmen wir mal an: Nicht nur wir schreiben so eine Excel-Datei, sondern auch unsere Kollegen und Kolleginnen.
Beispiele:
Lassen wir doch mal eine Erkennungssoftware über das Fussballvideo laufen, welche erkennt, welche Trikot-Kombinationen, Schuhe etc. getragen werden. Was werden Sie als Sportartikelhersteller demnächst anbieten?
Und vergleichen wir mal die Veränderung in Australien von den Jahren 1995 angefangen. Wo sollten Sie als Reiseveranstalter Übernachtungen anbieten? Wohin geht die Tendenz?
Welche Art von Investitionen werden immer wieder von Steuerpflichtigen angeführt?
Und wie hat sich das private, steuerrelevante Konsumverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Das ist alles Zukunftsmusik?

Nein, ist es nicht. Big Brother and his Big Data is watching you. Nicht als totalitäres System, sondern als Geschäftsmodell. Und das ist erst der Anfang.
Was heißt das für Sie? Speichern Sie alles, und lassen Sie nichts vergessen.
Die neuen Cloud Lösungen geben bei intelligentem Einsatz unglaubliche, preiswerte Möglichkeiten der Datenanalyse.
Nutzen Sie diese! Und denken Sie daran, dass nur Sie der Big Brother sein werden!

Posted by on 20. Februar 2018. Filed under Business Intelligence. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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