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IP-Kommunikation und die neuen Anforderungen für Abrechnungsdienstleister

Düsseldorf – Das Leitmotiv „It’s no e-commerce, if you can’t get paid!“ hat seit den späten 70er Jahren zu einer stürmischen Entwicklung elektronischer Bezahlverfahren geführt. So lassen sich allein für das Internet mehr als hundert Verfahren aufzählen, von denen ein Teil auch kommerziell eingesetzt wird. Trotz intensiver Anstrengungen auf Seiten der Wirtschaft – insbesondere der Banken und in jüngerer Zeit auch der Mobilfunkbetreiber – konnte sich bisher keines der innovativen elektronischen Bezahlsysteme mit einer breiten Akzeptanz im Massenmarkt durchsetzen.

Viele Entwicklungen konzentrierten sich zu sehr auf die technische Umsetzung von Bezahlverfahren und auf ausgefeilte Sicherheitsmerkmale. Es entstand eine heterogene Landschaft von Einzelsystemen, die in ihren charakterisierenden Eigenschaften wie Bedienung, Sicherheitsmechanismen, Kostenstruktur oder Anwendungen kaum vergleichbar sind. „Das ändert sich allerdings zusehends. Die Bedürfnisse der Nutzer rücken stärker in den Vordergrund. Zusammenfassen lassen sich die Anforderungen an elektronische Zahlungssysteme durch die Kategorien Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit“, so die Markteinschätzung von Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de, einem Dienstleister, der sich auf Abrechnungen spezialisiert hat.

Die nahtlose Verfügbarkeit von Diensten auf Basis des Internet Protokolls (IP) erfordere das Sammeln und Aufbereiten einer Fülle von Daten im Internet. „So müssen heute Dienstleistungen wie Downloads, Internetspiele, SMS oder MMS erfasst und abgerechnet werden. Eine besondere Erschwernis der Rechnungsvorgänge liegt darin, dass innerhalb der Wertschöpfungskette Service Provider, Rechteinhaber, Netzbetreiber, oder aber auch Vertriebspartner an den Einkünften beteiligt sind“, sagt Khorshed.

Daher müssten alle Informationen über die zu bezahlenden Vorgänge in entsprechender Genauigkeit erfasst werden. Es bestehe ein grosser Bedarf an Abrechnungsdienstleistungen, die die Erfassung, die Verarbeitung, die Anwendung der Billing-Schemata und die Verteilung der Einkünfte bieten. In solchen Berechnungsarchitekturen verlangten die Endkunden zudem „One Stop Billing“ – eine Rechnung über alle genutzten Dienste. Es spiele dabei keine Rolle, welcher Anbieter sie im entsprechenden Netz zur Verfügung stellt: „Die Nutzer erwarten eine nach Diensten spezifizierte Rechnung, die alle Leistungen des Netzbetreibers oder unabhängigen Service Provider auflistet“, führt Khorshed aus.

„Wir vereinbaren mit unseren Carriern eine ganz simple Formel. Du gibst uns deine Verbindungsdaten. Wir machen alles, was dazwischen liegt und am Ende des Tages kriegst du von uns das Geld“, skizziert Korshed das Geschäftsprinzip seines Unternehmens. Die Billing-Strategie sei dabei die Essenz für neue Geschäftsmodelle. Das würden einige Unternehmen der TK-Branche aber auch die Energiewirtschaft oder die Gesundheitsbranche unterschätzen oder erst viel zu spät berücksichtigen. „Wir sehen voraus, wie das Geschäft in der Zukunft aussehen könnte. Wir stellen uns grundsätzlich Fragen, wie wir für unsere Kunden das Geschäft positiv beeinflussen können, wie können wir mit unseren Kunden ein komplett neues Geschäftsmodell entwickeln und durch Billing unterstützen“, so Khorshed.

Posted by on 28. Juli 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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