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Neue Mainframe-Generation für die globale Wirtschaftswelt

New York/Düsseldorf – In Unternehmen müsse nach Ansicht von Bill Zeitler, Senior Vice President von IBM http://www.ibm.com/us, künftig sehr viel mehr über Ländergrenzen und die Grenzen des eigenen Unternehmens hinweg zusammengearbeitet werden. Dafür brauche man eine offene und zugleich sichere, vollständig zuverlässige Computerarchitektur. Das berichtet die FAZ http://www.faz.net. „Diese Fähigkeiten soll die neue Mainframe-Generation von IBM besitzen, es sind sozusagen die Computer für die globalisierte Wirtschaftswelt. Für Mainframes spricht unter anderem, dass die Technik völlig frei von Viren und Würmern ist, die die meisten Computernutzer heute im Alltagsumgang mit ihrem Personalcomputer plagen. Ein Mainframe kann darüber hinaus zeitgleich eine grosse Anzahl von Nutzern bedienen, komplizierte und aufwendige Aufgaben bewältigen, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig unterstützen – und mit den neuen, sogenannten offenen Standards umgehen, die die Verbindung mit dem Rest der modernen Computerwelt überhaupt erst möglich machen“, so die FAZ.

Bei dem Ausfall eines der Prozessoren sei ein anderer in der Lage, unterbrechungsfrei die Arbeit zu übernehmen. Banken oder auch Verwaltungen könnten auf so etwas wohl nicht verzichten, und auch nicht darauf, dass über die digitale Identität eines Menschen bei der Nutzung eines Computers jederzeit vollständige Klarheit besteht. Auf diesen Bedarf setze IBM. Deshalb investiert das Unternehmen auch weiterhin viel Geld in die Technologie für Grossrechner. „Das bestätigt genau unsere Auffassung. Wir verzeichnen in dem Geschäftsfeld Grossrechner Zuwachsraten um 40 Prozent. Die Mainframes stehen Serverarchitekturen in nichts nach, im Gegenteil, sie sind wesentlich einfacher zu managen, sind ausfallsicherer, können mehr Volumen verarbeiten und sind obendrein schneller. Für grosse Unternehmen sind sie unverzichtbar. Kombiniert mit modernen Betriebskonzepten wie Outtasking oder Managed Services sind Grossrechner keine Dinosaurier, sondern die Zukunft in der Informationstechnik immer dort, wo Sicherheit, Hochverfügbarkeit, grosse Volumen und Schnelligkeit bei gleichzeitiger Beherrschbarkeit gefragt sind“, so die Markterfahrungen von Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer IT-Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de.

Die neuen Mainframes von IBM könnten an einem Tag die unvorstellbar hohe Zahl von einer Milliarde Geschäftstransaktionen einer Bank abwickeln, zum Beispiel in Form von Überweisungen. „Die insgesamt 1,2 Milliarden Dollar Entwicklungskosten, die Arbeit von 5000 Ingenieuren in drei Jahren – für das menschliche Auge sichtbar haben sie lediglich zu einem schwarzen Computer geführt, der so gross ist wie zwei knapp zwei Meter hohe Kühlschränke nebeneinander. Sein Inhalt sind bis zu 54 Prozessoren“, schreibt die FAZ.

Die IMB-Grossrechner werden ausschliesslich an Grossunternehmen verkauft. Sie kosten mehr als 250000 Euro. Und für die Vollausstattung mit 54 Prozessoren wird leicht ein Kaufpreis fällig, der 3 Millionen Euro übersteigt. „Das heisst aber nicht, dass diese Mainframes im Alltag normaler Menschen keine Rolle spielen, im Gegenteil: Wer seinen Zahlungsverkehr über eine Bank abwickelt, eine Reise bucht, mit einer Behörde zu tun hat oder mit einer Versicherung, kann sich sicher sein, dass seine persönlichen Daten von einem solchen Grossrechner verarbeitet werden. Komplexe technische Produkte wie zum Beispiel Flugzeuge werden ebenfalls mit der Unterstützung von Mainframes entwickelt. An einigen Mainframes arbeiten 40000 Angestellte einer Bank gleichzeitig“, so die FAZ. Die IBM-Strategie für Grossrechner ist nach Einschätzung des Harvey Nash IT-Experten Nadolski absolut korrekt und mit der virtuellen Integration von Server Systemen auch noch clever. „Firmen wie Sun merken das bereits heute, die Marktanteile sinken“, betont Nadolski. Auch die Darmstädter Software AG profitiert vom Aufwärtstrend der Grossrechner. Der Absatz von entsprechenden Softwareprodukten stiegt im ersten Geschäftsjahr nach Angaben des Unternehmens um neun Prozent. Auch im Geschäft mit Integrationssoftware hat die Software AG den Absatz deutlich gesteigert und verzeichnet hier sogar ein Wachstum von 31 Prozent.

Problematisch sei es nach Erkenntnissen von Harvey Nash allerdings, Mitarbeiter mit dem entsprechenden Know-How für Grossrechner zu finden, „da diese Spezies langsam aus Altersgründen vom Markt verschwindet. Neues kommt nicht nach, da unsere Universitäten diese Ausbildungsgänge nicht mehr anbieten. Hier muss die Industrie für die entsprechende Weiterbildung sorgen. So haben sich Informatikstudenten bei Harvey Nash gemeldet, um Adressen von Mainframe-Kunden zu erfragen für ein Praktikum im Mainframe Umfeld“, sagt Nadolski. An der Hochschule sei das nicht möglich.

Posted by on 29. Juli 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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