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Cloud Computing-Marktbarometer: Die Ergebnisse liegen vor

Lange Zeit galt Deutschland als „schwieriger“ Markt für Cloud Computing: Zu hohe Anforderungen in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit, Vorbehalte gegenüber neuen IT-Konzepten, langjährig eingefahrene (größtenteils) indirekte Vertriebskanäle und die Angst vor Kontrollverlust wurden in der Vergangenheit als die wichtigsten Gründe genannt, weswegen es Cloud Computing-Anbietern in Deutschland schwerfiel, ihre in der Cloud betriebenen Services erfolgreich zu vermarkten. Glaubt man der aktuellen Ausgabe des Cloud Computing-Marktbarometers Deutschland, so hat sich dieses Situation deutlich geändert.

Cloud Computing-Marktbarometer 2017: Einschätzung der aktuellen Geschäftslage im Cloud Computing-Bereich

In der Befragung 2017, die zum Jahreswechsel 2017/2018 durchgeführt wurde, gaben 80 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie ihre aktuelle Geschäftslage im Cloud Computing-Bereich als „sehr gut“ oder „gut“ bewerten, weitere 15 Prozent bewerteten die Lage als „befriedigend“. Die drei Prozent der Unternehmen, die ihre Geschäftslage im Cloud Computing-Bereich als „mangelhaft“ bezeichnen, sind da nur ein kleiner Wermutstropfen.

Gründe für gute Cloud Computing-Geschäfte in Deutschland: Auswirkungen der digitalen Transformation

Betrachtet man sich die Gründe, die dafür genannt werden, dass sich Cloud Computing auch hier in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit erfreut, so lassen diese sich größtenteils unter dem Schlagwort „digitale Transformation“ subsummieren. Je digitaler viele Vertriebs- und/oder Geschäftsmodelle werden, desto agiler und flexibler müssen Unternehmen werden. Dies gilt auch und gerade für die IT-Umgebung des Unternehmens. Der digitale Kunde von heute – unabhängig davon ob, er ein Auto, einen Kühlschrank oder Schuhe kauft oder eine Reise bucht, eine Versicherung abschließt oder ein Bankkonto eröffnet – erwartet heute einen reibungslosen Rundum-Service und ein positives Kundenerlebnis während seiner gesamten „Customer Journey“.

Diese Herausforderung können Anbieter heute nur meistern, wenn sie auf eine leistungsfähige und flexible IT-Infrastruktur zurückgreifen können, die sich rasch den sich ändernden Anforderungen des Marktes anpassen. Die traditionellen Entwicklungszyklen in den IT-Abteilungen vieler Unternehmen können da häufig nicht mehr mithalten.

Und deshalb „sticht“ mittlerweile wohl auch das lange Jahre gebetsmühlenartig vorgetragene Argument vieler Cloud Computing-Anbieter, dass der Kunde sich beim Einsatz entsprechender Cloud Services besser auf sein Kerngeschäft fokussieren kann. Um die Bereitstellung der dafür notwendigen IT kümmert sich der Dienstleister.

„Fachabteilung dann nicht mehr so abhängig von der IT-Abteilung“

Diese Aussage aus der aktuellen Ausgabe des Cloud Computing-Marktbarometers Deutschland spricht sicher vielen Marketing-, Vertriebs- oder Personalleitern aus der Seele. Cloud Services können in der Regel per Mausklick getestet und häufig auch sofort gebucht werden. Zur Bezahlung reicht häufig eine Kreditkarte. Der oft leidige Gang in die IT-Abteilung mit der Bitte, sich doch dringend einmal um eine neue Softwareanwendung zu kümmern, entfällt damit. Dasselbe gilt für den kontinuierlich steigenden Bedarf an Rechenleistung oder Speicherkapazitäten. Auch diese lassen sich heute über entsprechende Cloud-Portale einfach „dazu klicken“. Allerdings hat diese neue Selbstständigkeit der Fachabteilungen auch ihre Schattenseiten. Genau: es droht eine „Schatten-IT“, d.h. der Einsatz von IT ohne Wissen – und damit Kontrollmöglichkeit – der eigenen IT-Abteilung. Für die Fachabteilung mag dies wenig relevant sein, für das gesamte Unternehmen birgt dies allerdings allerlei Gefahren: Stichwort Datenschutz, Stichwort Compliance, Stichwort IT-Sicherheit. Schon heute kämpfen viele IT-Verantwortlichen damit, sich irgendwie einen Überblick über die außerhalb der eigenen IT betriebenen Lösungen zu verschaffen. Beispiel Datenschutz: Der deutsche Gesetzgeber macht schon heute keinen Unterschied bei der Einhaltung von Vorschriften nach dem Bundesdatenschutzgesetz, ob die Daten inhouse im Unternehmen oder extern bei einem Cloud Service Provider gespeichert und bearbeitet werden. Die Verantwortung trägt das Unternehmen. Die im Mai in Kraft tretende EU-DSGVO sieht dies übrigens ähnlich.

Das Beste aus beiden Welten: Hybrid Cloud heißt die Devise

Ziel eines IT-Verantwortlichen in einem deutschen Anwenderunternehmen kann es also heute nur sein, gemeinsam mit seinen Kollegen in den Fachabteilungen eine IT-Strategie zu verfolgen, die das Beste aus beiden Welten – inhouse und Cloud – vereint. Damit ist er in der Lage, die Anforderungen des Marktes und seiner Fachabteilungen schneller zu erfüllen, kann sich um die wirklich wichtigen IT-Themen in seinem Unternehmen kümmern und bei Bedarf auf Cloud Service Provider verlassen, die ihn professionell beim Aufbau und Betrieb einer hybriden IT-Infrastruktur unterstützen.

Dass sich diese Denkweise in immer mehr deutschen Unternehmen durchsetzt, ergibt sich ebenfalls auch den Ergebnissen des Cloud Computing Marktbarometers. Denn auch die zukünftige Marktentwicklung wird von den meisten befragten Cloud-Anbietern sehr positiv gesehen. Die große Mehrheit geht davon aus, dass sich die positive Marktentwicklung weiter fortsetzen wird.

Cloud Computing-Marktbarometer Deutschland 2017: Ergebnisbericht anfordern

Die Ergebnisse des Cloud Computing-Marktbarometers können im Cloud Computing Report angefordert werden.

Posted by on 13. März 2018. Filed under Allgemein,Cloud-Computing. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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