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Telefonieren mit Podolski oder Bohlen – Sprachdialogsysteme im Marketing-Einsatz

Bonn/Köln, www.ne-na.de – Man wählt eine Nummer und hat Lukas Podolski am anderen Ende der Leitung. Und obwohl der Nationalkicker nicht selber ans Telefon geht, weiss „Prinz Poldi“, was der Anrufer will. Telepathie? Nicht wirklich. Viel mehr: Sprachdialogsysteme. Ein anderes Beispiel nutzt die Stimme von Dieter Bohlen für ein Telefon-Gewinnspiel. Unternehmen entdecken die Sprachdialogsysteme als Marketing-Tool.

Die Zeiten, dass Fussball-Clubs noch nach altem Schema geführte Vereine sind, sind bekanntlich vorüber. Eher lassen sich vor allem die Erstligisten mit mittelständischen Unternehmen vergleichen. Und so wirbt Lukas Podolski im Rahmen eines Gewinnspiels für neue Mitglieder beim 1. FC Köln. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Impulse http://www.impulse.de . Und Dieter Bohlen hatte seine Stimme einem Gewinnspiel einer grossen Molkerei gegeben. „Tatsächlich entdecken immer mehr Firmen Sprachanwendungen fürs Marketing“, zitiert das Magazin den Inhaber der Düsseldorfer Unternehmensberatung Mind Business Consultants http://www.mind-consult.de, Bernhard Steimel. „Aktionen lassen sich jetzt leichter per Telefon durchführen: Sprachdialogsysteme rufen selbsttätig an. Sie offerieren aktuelle Sonderangebote oder laden zu Verkaufsevents ein“, erzählt Steimel weiter, der auch Sprecher der Brancheninitiative „Voice Business“ http://www.voiceaward.de ist.

Solche intelligenten Sprachprogramme agieren mit den Stimmen der Prominenten. Sie bestehen aus einer grossen Anzahl gesprochener Textbausteine, die digital in einer Datenbank gespeichert sind. Je nach Gesprächsverlauf greift das Programm auf diese Datenbank zu und stellt Nachfragen und Informationen individuell zusammen. Die Systeme sind in der Lage, die Sätze des Anrufers zu verstehen und dementsprechend darauf zu reagieren. Somit sind die Systeme sowohl als Verkäufer und Kundenberater als auch als Info-Dienste, Bestellsysteme und Gewinnspiele einsetzbar.

Intelligente Sprachdialogsysteme haben einen weiteren positiven Effekt. Sie sollen die Wartezeit des Kunden am Telefon verkürzen. Ein besonderer Vorteil sei, so Impulse, dass die Systeme die Anrufer nicht mehr über zeitraubende Umwege ans Ziel leiten. Bernhard Steimel, der auch Mitorganisator des Kongresses „Voice Day“ http://www.voiceday.de ist, erklärt: „Das Sprachdialogsystem erkündigt sich nach den Wünschen und Problemen des Anrufers, fragt bei Unklarheiten nach und sucht aus der Datenbank die richtige Lösung heraus.“ Auch die Erreichbarkeit wird gesteigert. „Die Firmen sind in der Lage, per Telefon Aufträge anzunehmen“, so Steimel weiter. Und die Programme bieten noch einen weiteren Clou. Die neueste Entwicklung geht in Richtung „Voice Print“. „Das System nimmt beim ersten Gespräch einen ‚Stimmabdruck’ und verbindet ihn mit den Kundendaten. Beim nächsten Anruf erkennt das System den Kunden an der Stimme und macht ihm individuelle Angebote“, wird Steimel von dem Magazin Impulse zitiert. Stichwort Kostenfaktor. Die Sprachdialogsysteme mit der sogenannten Touch-Tone-Technik sind nicht einmal teuer. Laut Impulse lässt sich ein Gewinnspiel mit der Technik bereits für 250 Euro installieren.

Posted by on 24. August 2005. Filed under Information & TK. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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