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Der Nutzer im Mittelpunkt: Fraunhofer FIT kooperiert mit Buhl Data

Gemeinsam entwickeln Fraunhofer FIT und Buhl Data eine Referenz-Oberfläche für Wohnzimmer-Multimedia-PCs. Die Media Center Software Sceneo TVcentral von Buhl Data soll für den Alltagseinsatz optimiert werden. Ziel sind konvergente Systeme, die die Leistungsfähigkeit von PCs mit der einfachen Nutzung von Hifi-Komponenten verbinden.

Die Digitalisierung des Fernsehens bringt unweigerlich Informationstechnologie in die Wohnzimmer. Das führt zu völlig neuen Herausforderungen. Ein PC ist darauf optimiert, dass er von einem einzigen, in der Regel technisch versierten Anwender aus direkter Nähe bedient wird. Dazu gibt es die Eingabegeräte Maus und Tastatur. Ein Digital Home Server oder Media Center im Wohnzimmer dagegen wird von der ganzen Familie genutzt. Und das mit einer Fernbedienung und in gebührendem Abstand vom Bildschirm. Ein geeignetes Bedienkonzept für solche Konvergenzgeräte ist bislang noch nicht entwickelt.

Aus diesem Grund beauftragt jetzt der deutsche Softwareanbieter Buhl Data Service das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT mit der Entwicklung und Evaluierung neuer Nutzungs-Szenarien speziell für den Einsatz von PC-Systemen im Wohnzimmer.

Da immer mehr Computer-Anwendungen unser tägliches Leben betreffen, entstehen hier enorme Anforderungen. Denn der normale PC-Einsatz ist häufig begleitet von Schulungen, damit er als Arbeitsgerät instrumentalisiert werden kann. Diese Auseinandersetzung mit Bedienlogiken wird sich im privaten Umfeld aber nicht durchsetzen. Wenn der viel beschriebene Internet-Kühlschrank 404-Errors produziert und zwischendurch mehrmals wissen will, ob man sicher ist, wirklich fort zu fahren, wird er wohl in hundert Jahren noch nicht zum Wohnstandard gehören.

Zusammen mit den Software-Entwickern von Buhl Data Service will Prof. Dr. Wulf vom Fraunhofer FIT jetzt die Media Center Software Sceneo TVcentral für den Alltagseinsatz im Wohnzimmer optimieren. „Damit schaffen wir einen Referenzpunkt für neue, konvergente Systeme, die die Leistungsfähigkeit von PCs und die einfache Nutzung von Hifi-Komponenten verbinden“, beschreibt Projektleiter Professor Wulf die Kernaufgabe.

In Kooperation mit dem Media Experience and Design Lab (MEL), das sich an der Universität Siegen aktuell in der Gründung befindet, wird versucht, eine beispielhafte Umsetzung bis zur WM 2006 zu realisieren.

„Wir sehen noch riesige Potenziale was die Vereinfachung unseres Produkts angeht“, kommentiert Dr. Thomas Becker, Geschäftsbereichsleiter Digital Home bei Buhl Data Service. „Wenn ich mit Tastatur und Maus vor dem Bildschirm sitze, kann ich problemlos viel Text und viele Optionen darstellen. Auch die Vereinfachung, Arbeitsschritte in verschiedene Assistenten aufzuteilen, macht Sinn. Dies gilt aber definitiv nicht, wenn ich vom Wohnzimmer-Sofa aus mit der Fernbedienung meinem Media PC einfach nur mitteilen möchte, er soll Musik spielen. Die Bedienung im Wohnzimmer ist absolut gegenläufig zur Bedienung im Büro. Im Wohnzimmer ist der PC nur eine technologische Basis. Die Bedienung muss sich an einfachen Schaltern orientieren, ähnlich wie man sie von einem normalen DVD-Spieler kennt. Jeder Schalter steht für eine Aktion.“

Mit der nun begonnenen Kooperation wird die zweite Stufe in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen gestartet. Bereits seit längerem ist Sceneo ein Partner der Fortbildungsakademie Medien FAM im Bereich Software-Testing. Auch mit verschiedenen Fachbereichen der Universität Siegen bestehen zum Teil enge Kontakte sowohl auf technischer als auch betriebswirtschaftlicher Ebene.

„Wir denken, durch den Kooperationsvertrag mit Fraunhofer FIT und speziell die Zusammenarbeit mit Prof. Wulf können wir den begonnenen Weg erfolgreich fortführen“, so Dr. Becker. „Im internationalen Wettbewerb wird letztendlich derjenige Erfolg haben, der über das beste Leistungsangebot verfügt. Hier wollen wir mit Software made in Germany ein klares Nutzenversprechen für unsere Lizenzpartner und OEM-Kunden abgeben.“

Im einigen Wochen veröffentlicht Sceneo die zweite Version von TVcentral. Auf dieser Basis beginnen in einem dreistufigen Projekt die Optimierungen am Benutzeransatz, die bis Ende Mai 2006 abgeschlossen sein sollen.

Über Fraunhofer FIT
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT erforscht nutzerorientierte Informations- und Kooperationssysteme. Ziel ist die Optimierung der Gebrauchs- und Anwendungstauglichkeit der Informationstechnologien im Wechselspiel von Organisation, Geschäftsprozess und Handlungspraxis. Im Fokus der Arbeiten stehen Methoden und Systeme für Anforderungsmanagement (Requirements Engineering), Nachvollziehbarkeit (Traceability) und Benutzbarkeitsoptimierung (Usability Engineering) von Software.

Über Sceneo
Unter der Marke Sceneo bietet die Buhl Data Service GmbH, einer von Deutschlands grössten Software-Anbietern, innovative Software rund um die Digitalisierung des Fernsehens und die Vernetzung privater Haushalte an.

Über TVcentral
TVcentral ist Deutschlands führende Mediacenter-Software. TVcentral integriert alle Arten von Medien und Kommunikation wie z.B. Bilder, Musik, Videos, Internet, Telefonie und TV in einer zentralen Oberfäche. Sämtliche Funktionen lassen sich über eine handelsübliche Fernbedienung steuern. Damit wird TVcentral zur optimalen Lösung, um den PC als Bindeglied zwischen Unterhaltungselektronik und Telekommunikation zu nutzen.

Posted by on 6. September 2005. Filed under Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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