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Dresdner Software-Technologie erschwert Fördermittelbetrug

Auf stolze 3,5 Milliarden Euro summiert sich der jährliche Verlust, der öffentlichen Haushalten durch Fördermittelbetrug entsteht. Die Software-Technologie G2, die die Dresdner Software-Firma Stella Systemhaus für Verwaltungsfachleute entworfen hat, macht es Betrügern schwer.

Je mehr Geld im Spiel ist, desto größer wird auch die Versuchung betrügerischer Zeitgenossen, einen Teil davon für sich abzuzweigen. 500 aufgedeckte Fälle von Subventionsbetrug registriert das Bundeskriminalamt pro Jahr. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA hervor. Verglichen mit anderen Delikten scheinen 500 Betrugsfälle erst einmal wenig zu sein. Berücksichtigt man jedoch, dass der Schaden je Fall im Schnitt sieben Millionen Euro beträgt, summiert sich der jährliche Verlust für die öffentlichen Haushalte auf stolze 3,5 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommen die Universität Halle-Wittenberg und das Unternehmen PricewaterhouseCoopers in einer Studie. Da sollte man in Sachen Prävention etwas tun. Das jedenfalls empfiehlt Kriminalhauptkommissar Ingo Sorgatz, zuständig für Interne Revision und Korruptionsprävention. Er gibt regelmäßig Praxisseminare für Führungskräfte, die sich mit der Aufdeckung von Betrug und Korruption im Förderwesen beschäftigen.

Nicht immer steckt Betrug dahinter

Sorgatz zufolge steigt das Risiko, dass Fördergelder veruntreut werden, vor allem mit der Höhe des Fördervolumens, aber auch mit dem Abstand zur letzten Prüfung, der Zahl der Projekte und der Laufzeit des Programms. Auch bei Zuwendungsempfängern, die schon einmal negativ aufgefallen sind, und neuen Antragstellern sollte man genauer hinschauen, empfehlen langjährige Mitarbeiter von Prüfbehörden. Freilich steckt nicht immer Betrug hinter einer Unregelmäßigkeit. Manchmal handelt es sich auch um Unwissenheit oder schlicht um ein Versehen. Den Schaden hat in jedem Falle die geförderte Institution, weil sie die Fördermittel zurückzahlen muss, oder, wenn sie das nicht kann, die Behörde, die die Mittel bewilligt hat.

Kein Wissen verlässt die Behörde

Gut geeignet, um Unregelmäßigkeiten im Fördermittelwesen gar nicht erst zu ermöglichen, ist die Software-Technologie G2, die die Dresdner IT-Firma Stella Systemhaus u.a. für öffentliche Verwaltungen entwickelt hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit Hilfe der Fördergelder Schulhäuser saniert oder Photovoltaikanlagen gebaut werden sollen. Verwaltungen, die ihre Daten übersichtlich mit G2 abbilden, können nämlich die unterschiedlichsten Informationen aus all den Anträgen und Zuwendungsbescheiden herauszuziehen, analysieren und für einen Bericht an das Ministerium bzw. die EU als Fördermittelgeber aufbereiten. Beispielsweise lässt sich so schnell herausfinden, ob Gelder auffällig oft an eine bestimmte Bankverbindung gezahlt wurden oder ob ein Empfänger binnen kurzer Zeit seine Bankverbindung mehrfach geändert hat. Riesenvorteil: Weil es sich bei der Technologie um eine programmierfreie Anwendungsentwicklung handelt, können Mitarbeiter ohne spezielle IT-Kenntnisse von Anfang an damit arbeiten. Mit herkömmlicher Technologie bräuchten sie erst einen Entwickler eines IT-Unternehmens, dem sie ihr Anliegen erklären müssten, damit er ihnen die verschiedenen Prüfindikatoren einrichtet. Dieser zeit- und kostenaufwendige Zwischenschritt entfällt mit G2. Missverständnisse sind ausgeschlossen. Zudem verlässt kein Wissen mehr die Behörde. Fakt ist, dass mit den immer umfangreicher werdenden Förderprogrammen auch die Risiken für einen Subventionsbetrug zunehmen. Zugleich ändern sich die kriminellen Methoden ständig. Das bedeutet, dass auch die Prüfindikatoren immer wieder an die neue Situation angepasst werden müssen, um möglichen Betrügern auf die Schliche zu kommen.

G2 garantiert Medienbruchfreiheit

Die Technologie G2 bietet weitere Vorteile: Sie garantiert Medienbruchfreiheit. Die Zuwendungsnehmer dürfen ihre Anträge nicht mehr in Papierform, sondern nur noch elektronisch einreichen. Das verhindert Übertragungsfehler, die Antragsteller sind verantwortlich für die Richtigkeit der Angaben. Die Formulare können so auch nicht mehr nachträglich manipuliert werden wie auf Papier. Sämtliche Daten liegen komplett in elektronischer Form vor – vom Zuwendungsantrag bis zum Verwendungsnachweis. G2 speichert alle entstandenen Versionen übersichtlich ab. Aus der Datenbank verschwinden kann nichts. Die Dresdner Technologie sorgt zudem dafür, dass nur die Mitarbeiter an die Daten herankommen, die die Befugnis dazu haben. Auch das hilft, Subventionsbetrug zu vermeiden.

Zahlen und Fakten: Die Dresdner Softwarefirma Stella Systemhaus besteht seit 1991. Sie hat eigenen Angaben zufolge rund 100 Kunden mit 28000 Anwendern in ganz Deutschland und gehört neben großen internationalen Firmen wie Microsoft zu den wenigen kleinen Firmen, die einen Rahmenvertrag mit der Bundesrepublik geschlossen haben. Stella hat u.a. für das Bundeskriminalamt in Wiesbaden eine Verschlusssachenregistratur entwickelt und auch schon für das sächsische Finanz-, das Wirtschafts- und das Sozialministerium gearbeitet. Von der Firma stammen u.a. Lösungen für die Verwaltung von Störungsmeldungen, Ruhegehaltsberechnungen und Warenwirtschaftssystemen, für IT-Rahmenpläne und Baumängelverwaltungen.

Posted by on 23. Juli 2018. Filed under Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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