Startseite » Allgemein » Gebrauchte Lizenzen sind kein Risiko – fragwürdige Anbieter schon

Gebrauchte Lizenzen sind kein Risiko – fragwürdige Anbieter schon

Dubiose Anbieter schüren immer wieder Misstrauen auf dem Gebrauchtsoftware-Markt – und bringen damit eine seriöse Branche in Verruf. Laut einer aktuellen Untersuchung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz agieren derzeit zahlreiche kriminelle Software-Anbieter auf dem Markt, die illegale Lizenzen verkaufen – oder überhaupt nicht liefern. Hersteller und seriöse Händler sollten geschlossen gegen sie vorgehen und Kunden schützen.

Betrüger gibt es auf jedem Markt, der Profit verspricht – also auch auf dem derzeit boomenden Gebrauchtsoftware-Markt. Lizenzen aus zweiter Hand bieten sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen enorme Kostenvorteile und werden daher immer beliebter. Genau das machen sich Kriminelle nun verstärkt zunutze, wie die aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zeigt. So werben manche Online-Händler mit Preisvorteilen von bis zu 95 Prozent gegenüber dem Neukauf beim Hersteller und sind optisch kaum von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Unerfahrene Kunden laufen hier schnell Gefahr, unwissentlich in die Falle zu tappen und Raubkopien zu erwerben – und das mit teilweise strafrechtlichen Folgen.

Betrüger nutzen Unwissenheit von Kunden aus

Zielgruppe der dubiosen Anbieter sind vor allem Privatpersonen, die zum Beispiel Microsoft-Office für den Hausgebrauch erwerben wollen. Mittlerweile kommt es aber auch immer öfter vor, dass betrügerische Software-Händler gegenüber Unternehmen auftreten und sogar bei öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen. Denn letztere sind rechtlich dazu verpflichtet, Gebrauchtsoftware-Händler bei der Auswahl eines geeigneten Lieferanten zu berücksichtigen.

Die Betrüger locken auch hier mit Preisen und Stückzahlen, die weder marktkonform noch realistisch sind und nutzen vorsätzlich die Unwissenheit von Verantwortlichen über die komplexe Rechtslage aus. Oftmals werben Händler auch mit erfundenen Kundenzahlen und Referenzen, um das Vertrauen der potenziellen Käufer zu gewinnen. Dieses Vorgehen ist hinsichtlich des Wettbewerbsrechts höchst bedenklich. Denn das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet unter anderem die Ausnutzung von geschäftlicher Unerfahrenheit sowie irreführende Werbung.

Unseriöse Software-Händler schädigen Geschäft und Ruf

Hier sind nicht nur seriöse Händler, sondern vor allem auch Software-Hersteller in der Pflicht, Kunden zu schützen, die ihre Produkte nutzen. Denn schlechte Erfahrungen mit Fälschungen wirken sich – wie auch bei allen anderen Markenprodukten – letztlich auf den Ruf des Unternehmens aus. Es gilt schlagkräftige Partnerschaften zu etablieren, die sowohl das nötige fachliche Know-how als auch die finanziellen Möglichkeiten mitbringen, um rechtlich gegen Betrüger vorzugehen. Nur so lassen sie sich nachhaltig vom Markt verbannen.

Über Andreas E. Thyen von Lizenzdirekt
Andreas E. Thyen ist Präsident des Verwaltungsrats der Lizenzdirekt AG und bereits seit über elf Jahren in führenden Positionen auf dem Gebrauchtsoftware-Markt tätig. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist insbesondere die Klärung rechtlicher Fragestellungen. Das Management der Lizenzdirekt AG ist seit 2007 auf dem Gebrauchtsoftware-Markt aktiv – und damit fast von Beginn an – und hat selbst viele wichtige Entscheidungen für den Markt vorangetrieben. Das Unternehmen leistet neben dem Handel mit gebrauchten Lizenzen auch Aufklärungsarbeit. So unterstützt es Seminare von unabhängigen Juristen und weist regelmäßig auf gängige Betrügermaschen hin.

Posted by on 13. Dezember 2018. Filed under Allgemein,Management. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis