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FH St. Pölten: Software gegen Kryptomining

Fast jede und jeder
kennt das Phänomen: Man surft im Web, der Rechner wird langsam und
laut. Der Grund dafür könnte sogenanntes Kryptomining sein, also der
Zugriff auf die Rechnerleistung zum Generieren von Kryptowährungen
ohne Wissen der NutzerInnen. Die Fachhochschule St. Pölten hat die
Open-Source-Software “CoinEater” entwickelt, die davor schützt und
gratis als Add-on für Firefox und Chrome erhältlich ist.

Cryptojacking beschreibt das Erzeugen von Kryptowährungen durch
Website-Besucherinnen und -Besucher ohne deren Zustimmung. Da Mining
ein sehr rechenintensiver Vorgang ist, kann dies auf mobilen Geräten
zu einer stark verminderten Akkulaufzeit führen.

“Zum Erzeugen von Kryptowährungen wird normalerweise
Hochleistungshardware verwendet. Cryptojacking verteilt das Mining
auf viele, weniger leistungsfähige Geräte und ist eine neue Form der
Bedrohung im Internet”, erklärt Sebastian Schrittwieser, Leiter des
Instituts für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten, der die
Software mitgestaltet hat.

Laufende Suche nach neuen Bedrohungen

Ein an Schrittwiesers Institut entwickelter Scanner untersucht
regelmäßig automatisiert das Internet nach Cryptojacking. Die
Forscherinnen und Forscher haben über eine Million der beliebtesten
Webseiten durchsucht und unter diesen mehr als 3.000 Seiten gefunden,
die ohne Wissen der BesucherInnen nach Kryptowährungen schürfen. Das
Programm der ForscherInnen bietet zudem eine technische Analyse der
auf diesen Webseiten verwendeten Methoden.

“Der Einsatz solcher Techniken ist durchaus legitim, wenn die
Webseiten-Besucherinnen und -Besucher dem zustimmen, zum Beispiel, um
Werbung auf den Webseiten ausblenden zu lassen”, sagt Schrittwieser.
Cryptojacking hingegen ist ein Missbrauch der Geräte der
BenutzerInnen.

“Auch wenn mit Coinhive dieser Tage der größte Anbieter von
Online-Mining-Software seinen Betrieb einstellt, ist das Problem
nicht ganz aus der Welt und das Mining könnte sich zu einem späteren
Zeitpunkt wieder mehr lohnen”, sagt Schrittwieser. Der entwickelte
Scanner erkennt aber auch andere Anbieter von Kryptomining und
darüber hinaus auch ein weiteres neues Phänomen im Internet: den
Pop-up-Scam. Dabei öffnen sich beim Besuch von Webseiten
Pop-up-Fenster mit Werbung oder kurzen Nachrichten, die zu
kostenpflichtigen Angeboten oder Schadsoftware verlinken und von den
Webseitenbesucherinnen und -besuchern mühsam weggeklickt werden
müssen.

Download des Add-ons zum Schutz vor Kryptomining

https://www.coineater.io

Forschungsprojekt PriSAd

Entwickelt haben die ForscherInnen der FH St. Pölten die Software
CoinEater im Forschungsprojekt PriSAd (Privacy and Security in Online
Advertisement), gefördert von der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Partner im Projekt war das
IT-Sicherheitsunternehmen Nimbusec.

https://research.fhstp.ac.at/projekte/privacy-and-security-in-onli
ne-advertisement

Fachhochschule St. Pölten

https://www.fhstp.ac.at

Logo: https://mma.prnewswire.com/media/834319/Fachhochschule_St_Po
elten_Logo.jpg

Informationen und Rückfragen:
Mag. Mark Hammer
Section Head Press
Marketing and Communications
St. Pölten University of Applied Sciences
T: +43/2742/313-228-269
M: +43/676/847-228-269
E: mark.hammer@fhstp.ac.at
I: https://www.fhstp.ac.at/de/presse
Pressefotos: https://www.fhstp.ac.at/de/presse/pressefotos-logos
Facebook: www.facebook.com/fhstp
Twitter: https://twitter.com/FH_StPoelten

Original-Content von: Fachhochschule St. Pölten, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 14. März 2019. Filed under Computer & Technik,Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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