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Ford und die Universität Cambridge arbeiten an Fahrzeugen für die steigende Anzahl von Menschen mit Sehproblemen

– Ford nutzt den Simulator für Hör- und Sehbehinderungen der
Universität Cambridge, um Fahrzeuge für Menschen mit altersbedingten
Sehproblemen zu entwickeln

– Eine spezielle Software ermöglicht den Ingenieuren, die
Instrumente im Armaturenträger mit den Augen von Personen mit
Sehproblemen zu betrachten

– Weltweit leiden rund 285 Millionen Menschen an unterschiedlichen
Formen von Sehstörungen, etwa 65 Prozent der Erkrankten sind über 50
Jahre alt

– Bereits 2030 werden fast 25 Prozent der Europäer über 65 sein,
im Jahr 2007 waren es noch 17 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt
auch das Risiko für Sehproblemen

Mit vereinten Kräften arbeiten Ford und Experten der Universität
Cambridge an einem besseren Verständnis von Sehproblemen einer immer
älter werdenden Bevölkerung. Ford nutzt den Simulator für Hör- und
Sehbehinderungen der Universität Cambridge, um Fahrzeuge für Menschen
mit altersbedingten Sehbeeinträchtigungen zu entwickeln.

Gemäß Angaben der WHO (World Health Organisation) leiden weltweit
etwa 285 Millionen Menschen an unterschiedlichen Formen von
Sehstörungen. Rund 65 Prozent der Erkrankten sind über 50 Jahre alt,
Tendenz weiter steigend. Denn immer mehr Menschen werden in Zukunft
ein hohes Lebensalter erreichen.

Mit dem Alter lässt die Sehschärfe nach, ebenso die Fähigkeit für
das Sehen in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Schwierigkeiten
bereitet den Betroffenen insbesondere das Ablesen der Instrumente im
Armaturenträger, sofern sie keine speziellen Mehrbereichs- oder
Gleitsichtbrillen tragen. Weitere Augenkrankheiten wie das Glaukom,
der graue Star oder die Degeneration der Makula (Netzhautzellen)
führen bei Personen über 50 ebenfalls oft zu spürbaren Sehstörungen.

„Sehbeeinträchtigungen gehören zum natürlichen Alterungsprozess
und betreffen Millionen von Menschen rund um den Globus“, so Angelika
Engel, Ergonomie Spezialist, Ford Europa.

„Doch weil das Fortschreiten von Sehstörungen ein langsamer
Prozess ist, werden sie oft jahrelang gar nicht wahrgenommen. Wir
neigen dazu, die Probleme mit dem Sehen so lange auszublenden, bis
sie so schlimm werden, dass wir sie nicht mehr ignorieren können. Das
betrifft vor allem das Glaukom und die Makula-Degeneration.“
Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge Um dem wachsenden
Problem der Sehbeeinträchtigungen zu begegnen, arbeitet Ford mit
einem Team von Experten der Universität Cambridge zusammen, das
bereits zuvor einen Simulator für Hör- und Sehbehinderungen
entwickelt hatte, um die Effekte von Sehstörungen für normal sehende
Ingenieure zu visualisieren.

„Das System erlaubt uns, verschiedenste Sehstörungen vor jedem
beliebigen Bildhintergrund zu simulieren. Sie laden ein Bildmotiv und
wählen eine bestimmte Form der Sehstörung, dann können Sie mit
eigenen Augen sehen, wie sich das gewählte Bild für den Menschen mit
der Sehstörung darstellt“, sagt Sam Waller, wissenschaftlicher
Mitarbeiter in Cambridge und Entwickler der Software. „Man kann
außerdem die Ausprägung der Sehstörung variieren, um visuelle Effekte
unter geänderten Bedingungen zu vergleichen“.

„Die Software eignet sich sogar zur Visualisierung der
altersbedingten Degeneration der Makula, bei der sich der Punkt des
schärfsten Sehens verschlechtert. Durch das Verschieben dieses
Punktes können fast alle Auswirkungen dieser Augenkrankheit
dargestellt werden“, so Waller weiter.

Ford nutzt die Forschungs-Software, um das Design der Displays und
Instrumente im Armaturenträger zu optimieren – damit soll
sichergestellt werden, dass die Instrumente von möglichst vielen
Autofahrern sicher und komfortabel abgelesen werden können. Die
Software der Universität Cambridge konnte sich zuvor bereits bei der
Entwicklung von Mobiltelefonen und Hochschul-Lehrmitteln bewähren.

„Uns geht es um die Förderung von integrativem Design, das die
Bedürfnisse von möglichst vielen Menschen erfüllt“, fügt Waller
hinzu. „Die Bedienoberfläche der Software bietet einen Schieberegler,
mit dem der Grad der Sehstörung beliebig verstellt werden kann. Damit
können Unternehmen wie Ford klare Ziele für die Entwicklung von
Technologien für Menschen mit Sehstörungen festlegen“.

Maximale Benutzerfreundlichkeit

Die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Sicherheit von
Autofahrern liegt Ford seit jeher am Herzen. Seit 1994 kommt bei der
Entwicklung von Fahrzeugen beispielsweise der so genannte
„Altersanzug“ zum Einsatz. Durch Anlegen dieses Anzugs können sich
die Entwicklungsingenieure in den Zustand älterer, oder in der
Mobilität eingeschränkter Menschen hineinversetzen. Zum Anzug gehören
auch spezielle Brillen, mit denen bei Ford das mit zunehmendem Alter
eingeschränkte Sehen simuliert wird.

„Zwar haben sich unsere Brillen durchaus bewährt, aber die neue
Software bedeutet einen großen Fortschritt, da wir nun ein breiteres
Spektrum von Sehstörungen bis ins Detail visualisieren können“,
erklärt Engel. „Wenn wir zum Beispiel die weit verbreitete
Rot-Grün-Sehschwäche simulieren, können wir ganz leicht erkennen,
dass einige Buchstaben und Zahlen für Betroffene schlechter zu
identifizieren sind. Dann können wir das Design der
Instrumententräger ändern bzw. optimieren.“

„Unzählige Autofahrer mit Sehstörungen sind heutzutage im
Straßenverkehr unterwegs. Für diese Menschen möchten wir das Fahren
sicherer und einfacher machen“, sagt Engel. „Unsere Arbeit mit den
Experten aus Cambridge verschafft uns ganz konkret ein besseres
Verständnis für Menschen mit altersbedingten Sehbeinträchtigungen –
das ist für uns eine hervorragende Grundlage für die Entwicklung von
Produkten, die optimal zu den Bedürfnissen unserer Kunden passen“.

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz
in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln,
Saarlouis und Genk/Belgien insgesamt 29.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1925 in
Berlin hat Ford über 40 Millionen Fahrzeuge in Deutschland und
Belgien produziert. Für weitere Informationen zu den Produkten von
Ford besuchen Sie bitte www.ford.de.

Kontakt:
Ute Mundolf
Ford-Werke GmbH
0221/90-17504
umundolf@ford.com

Weitere Informationen unter:
http://

Posted by on 21. Dezember 2011. Filed under Software,Softwareindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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