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Ausbau der Breitband-Netze trotzt konjunktureller Abschwächung

Die Bandbreite im Anschlussnetz und gleichzeitig die Zahl der Anschlüsse steigen seit Jahren kontinuierlich an. Damit verlagert sich das Problem der letzten Meile auf den letzten Meter vom Hausanschluss zum Endgerät. „Zur Lösung des Problems ist ein breitbandiges Backbone-Netzwerk im Gebäude notwendig, welches sich auch ohne großen Aufwand nachträglich in die bestehende Gebäudestruktur integrieren lässt“, verdeutlichte Dirk Kalinowski vom Duisburger OpTech-Net. Zur Sicherstellung von Dienstgüte und Bandbreite sei dabei ein eigenständiges Netzwerk im Gegensatz zu „Shared Netzwerken“ ideal.

Kalinowskis Ausführungen zufolge ermöglichen LWL Netzwerke auf POF Basis eine nachhaltige Lösung, die die Robustheit der optischen Faser mit der einfachen Installation der Kupfer basierten Netzwerke verbindet. Gleichzeitig seien diese energieeffizient, da die aktiven Komponenten im Vergleich zu PLC oder beispielsweise WLAN mit einer geringeren Leistungsaufnahme ausgestattet seien.

Smart Grid Netze bei Energieversorgern

Über neue Geschäftsmodelle für Energieversorger im Zusammenhang mit Smart Grid Netzen referierte Gerd Filthaut von der Mönchengladbacher Nexans Deutschland GmbH. „Der Ausbau der Stromnetze und das Hinzufügen von Intelligenz im Sinne neuer Monitoring und Regelungsmöglichkeiten bietet die Gelegenheit, parallel neue Kommunikationsstrukturen aufzubauen“, erläuterte Filthaut. Stromnetzbetreiber erhielten durch Fibre To The Home (FTTH) die Chance, quasi nebenbei zum Anbieter für neue Breitbanddienste zu werden.

Filthaut zufolge stehen den Energieversorgern in diesem Szenario verschiedene Geschäftsmodelle zur Verfügung. Diese reichten vom einfachen Vermieten der LWL bis hin zum eigenen Triple-play-Service. Letzteres bezeichnet das für das gebündelte Anbieten der drei Dienste audiovisuelle Unterhaltung wie zum Beispiel Fernsehen oder Video-on-Demand, IP-Telefonie und Internet.

Anwendungen in der Automatisierungstechnik

Moderne industrielle Kommunikationsnetze nutzen eine auf Ethernet basierende Datenübertragung. Die Herausforderung besteht in den stetig höheren Datenmengen in Verbindung mit Echtzeitanforderungen, zum Teil extremen Umweltbedingungen, unterschiedlichen Verfügbarkeitsanforderungen und einer Vielzahl von Installationssituationen, die ein optimal angepasstes Verkabelungskonzept erfordern. Am Beispiel des populären Systems PROFINET zeigte Bernd Horrmeyer anlässlich der Fachtagung auf, wie sich ein durchgängiges System aufeinander abgestimmter Komponentenanforderungen und Qualitätsmaßnahmen zu einer wirtschaftlichen und zuverlässigen Lösung gestalten lässt.

„Die Zuverlässigkeit des PROFINET-Netzwerkes hängt dabei entscheidend von der Qualität der eingesetzten Komponenten ab“, unterstrich Horrmeyer. Die hierzu erforderlichen Anforderungen seien in der Richtlinie „Guideline PROFINET Cabling and Interconnection Technology“ definiert.

Weitere Informationen unter:
http://www.vde.com

Posted by on 7. Januar 2012. Filed under Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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