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IT-Outsourcing: ASP oder SaaS? (Teil II)

ASP oder SaaS – wo war nochmal der Unterschied?

Der zentrale Unterschied zwischen ASP (Application Service Provider) und SaaS (Software as a Service) ist im ersten Teil bereits zur Sprache gekommen: ASP bedeutet, dass der IT-Dienstleister für jeden einzelnen seiner Unternehmenskunden eine individuell gestaltete Softwarelösung auf separater Hardware betreibt. Bei SaaS stellt er dagegen eine standardisierte Softwarelösung allen Interessenten zur allgemeinen Verfügung.

SaaS: Die Vor-…

Aus diesem grundsätzlichen Gegensatz folgen die großen Vorteile von SaaS: Eine SaaS-Anwendung kann besonders unkompliziert und quasi ohne Zeitverzögerung genutzt werden. Auch erfordert SaaS praktisch keine Investitionen, da ja alles Nötige bereits vorhanden ist und keine IT-Lösung neu aufgesetzt werden muss. Darüber hinaus profitieren Anbieter und Kunde gleichermaßen davon, dass sich SaaS-Systeme viel einfacher und kostengünstiger verfügbar und aktuell halten lassen: Jedes Update braucht nur einmalig aufgespielt zu werden, um alle Kunden auf den neuesten Stand zu bringen. Bei ASP ist der Wartungsaufwand erheblich höher, weil sich der Anbieter ja um jede Kundenplattform separat kümmern muss.

…und Nachteile

Andererseits bringt SaaS aber auch Nachteile mit sich. Zum ersten ist eine standardisierte Anwendung natürlich nur eingeschränkt an die individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens anpassbar. Zum zweiten lässt sich bei SaaS nicht ganz so zuverlässig ausschließen, dass es im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit zu Engpässen kommt. Außerdem stellt sich bei SaaS die Frage nach der Datensicherheit – schließlich werden die eigenen Daten gemeinsam mit denen von anderen Unternehmen innerhalb derselben Datenbanken verarbeitet.

IT-Outsourcing: Der Dienstleister muss vertrauenswürdig sein

Um so wichtiger ist die Wahl des richtigen SaaS-Anbieters: Ein vertrauenswürdiger IT-Dienstleister gewährleistet mit zuverlässigen Autorisierungsmechanismen auf Softwarebasis auch bei SaaS eine hohe Datensicherheit – obgleich es hinsichtlich der Hardware keine Trennung nach Kunden gibt. Außerdem garantiert er für eine hohe Verfügbarkeit seines SaaS-Angebots und dafür, dass es gut skalierbar ist: Weil ja eine Vielzahl von Kunden auf dieselben Webserver und Datenbanken zugreift, gerne auch zur gleichen Zeit, ist dies bei SaaS besonders wichtig.

Das spricht für eine ASP-Lösung

Die Nachteile von SaaS stellen wiederum Argumente für ASP dar: Hierbei betreibt der Dienstleister seine Softwarelösungen in voneinander getrennten und für jedes einzelne Unternehmen exklusiven IT-Infrastrukturen. Entsprechend empfiehlt sich diese Variante, wenn ein Unternehmen sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit und Skalierbarkeit stellt. Allerdings muss es dafür in der Regel auch höhere Kosten in Kauf nehmen.

Fazit: Jedem das Seine

Wie so oft gibt es auch auf die Frage „In-House-Lösung, ASP oder SaaS?“ keine perfekte Antwort. „Jede der drei Möglichkeiten stellt einen Kompromiss dar“, gibt Andreas Borrmann, Geschäftsführer von GBZM, zu bedenken. „Generell lässt sich aber festhalten, dass SaaS durch die Standardisierung und die höchste Systemauslastung in den meisten Fällen am preisgünstigsten und schnellsten ist. ASP erfordert etwas mehr Vorlaufzeit und bringt etwas höhere laufende Kosten mit sich, weist dafür aber Vorteile in puncto Leistungsfähigkeit und Datensicherheit auf. Unternehmen, die einen sehr hohen Bedarf in Sachen Customizing haben, voraussichtlich viele Jahre gleichbleibend intensiv mit einer Software arbeiten werden und zu größeren Investitionen in der Lage sind, werden dagegen eher mit einer In-House-Lösung glücklich.“ ASP, SaaS oder In-House – Unternehmen, die vor einer solchen Entscheidung stehen, sollten sich unbedingt von einem erfahrenen IT-Dienstleister individuell beraten lassen, um konkret für ihre Vorhaben die jeweils beste Lösung zu finden.

Weitere Informationen unter:
http://www.gbzm.de

Posted by on 26. Januar 2012. Filed under Cloud-Computing,CRM,Softwareentwicklung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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