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KEYMILE: Breitbandbedarf treibt Investitionen im TK-Markt

Auch wenn beim Breitbandausbau im ländlichen Raum und bei der Beseitigung der sogenannten „weißen Flecken“ im letzten Jahr spürbare Fortschritte im deutschen Telekommunikationsmarkt erzielt wurden, bleiben für 2012 und 2013 Herausforderungen bestehen.

Einer der zentralen Treiber im Markt ist die Nachfrage nach mehr Bandbreite. Das über Breitbandanschlüsse erzeugte Datenvolumen steigt um rund 20 Prozent pro Jahr und hat sich laut einer aktuellen Studie des Branchenverbands VATM und des Marktforschers Dialog Consult in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Rund 40 Prozent des gesamten Internetverkehrs sind Videodaten und deren Anteil soll Prognosen zufolge bis 2014 gar auf 90 Prozent wachsen. Steht die Bandbreite zur Verfügung, nutzen Privathaushalte und Unternehmen sie auch. Nach Marktbeobachtungen von KEYMILE, einem technologisch führenden Anbieter von Kommunikationslösungen im Bereich der Zugangs- und Übertragungssysteme, wird sich der Bandbreitenbedarf für einen „optimalen“ Teilnehmeranschluss, vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage nach IPTV-Diensten, von 2011 bis 2016 nahezu versechsfachen, nämlich von 25 bis 30 Mbit/s auf dann 150 bis 200 Mbit/s.

Parallel zum stetig steigenden Bedarf an Breitband-Internetverkehr müssen die deutschlandweit tätigen Netzbetreiber und regionalen Carrier auch das ISDN-Erbe berücksichtigen. Gerade dort, wo Gebiete neu mit einem Breitbandzugang erschlossen werden, kommt idealerweise eine Multi-Service-Zugangsplattform zum Einsatz. Mit dieser sind die Netzbetreiber in der Lage, Breitband-Internet und gleichzeitig traditionelle Telefonie anzubieten. Privathaushalte und Unternehmen können so ihre gewohnten Endgeräte weiterhin nutzen und zusätzlich von neuen Dienste-Angeboten profitieren. KEYMILE sieht folgende Trends, die das Geschehen im TK-Markt in Deutschland maßgeblich prägen werden:

1. Der VDSL2-Ausbau ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu FTTH-Netzen.

Zu Beginn dieses Jahres ist VDSL2 in vielen Städten aber auch verstärkt auf dem Land verfügbar. Damit können zur Zeit zirka ein Drittel der Haushalte einen sehr schnellen Internetzugang nutzen. Der Ausbau soll kontinuierlich fortgesetzt werden, um die weißen Flecken, d.h. Gebiete mit geringer Bandbreite, zu eliminieren. Für breitbandige VDSL2-Anschlüsse wird die Glasfaser bis zum Kabelverzweiger (FTTC) verlegt. Dies schafft einen guten Startpunkt für die zukünftige Erweiterung der Glasfaser bis zu Gebäuden (FTTB) und in die Wohnung (FTTH). Mit aktuellen VDSL2-Karten können Netzbetreiber ADSL- und VDSL2-Dienste mit nur einer Karte anbieten und sind in der Lage, ihren Privatkunden Triple-Play-Dienste wie Breitband-Internet, VoIP, Video-on-Demand und IPTV über DSL bereitzustellen. Mit der neuesten Vectoring-Technik lässt sich der Leistungsverlust bei Massen-Rollouts vermindern, sodass auch bei vielen gleichzeitig übertragenen VDSL-Signalen Datenraten von über 50 Mbit/s bereitgestellt werden können.

2. Der Glasfaserausbau gewinnt langsam an Fahrt.

VDSL2 mit Vectoring ist der ideale Zwischenschritt, der bis zur Realisierung von FTTH-Netzen sehr hohe Bandbreiten bereitstellen kann. Noch hinkt Deutschland beim Glasfaser-Breitband-Ausbau im europäischen Vergleich weit hinterher – in Litauen, Norwegen und Schweden sind bereits zehn Prozent aller Anschlüsse über Glasfaser realisiert, in Deutschland unter 1%. Aber langsam gewinnt der Ausbau auch hierzulande an Fahrt, vor allem getrieben von lokalen und regionalen Carriern und Stadtwerken. Sie errichten neue Glasfasernetze oder bauen bestehende aus, beispielsweise in München, Oldenburg oder Schwerte.

3. Bessere Kostenverteilung mit Open-Access-Netzen.

Um die Glasfaser bis zu jedem Haus zu verlegen, sind hohe Infrastrukturkosten mit einer (für Netzbetreiber untypischen) langen Return-on-Investment-Zeit nötig. Durch die kürzlich vom Next-Generation-Access (NGA)-Forum verabschiedete Regelung zum Aufbau von Open-Access-Netzen wird die Kostenverteilung erleichtert. Mit Open Access können problemlos mehrere Netzbetreiber auf die Teilnehmeranschlüsse zugreifen. Die mögliche Kostenverteilung in Open-Access-Netzen wird die Investitionsbereitschaft in Glasfasernetze sicherlich erhöhen. Der Bundesverband Breitbandkommunikation schätzt, dass sich durch weitere Investitionen die Zahl der per Glasfaser angeschlossenen Haushalte bis 2015 verdreifacht.

„Branchenexperten gehen davon aus, dass sich der Breitbandbedarf für einen gut ausgestatteten Teilnehmeranschluss von 2011 bis 2016 versechsfacht. Der weitere Ausbau von VDSL2-Anschlusspunkten bildet dazu einen wichtigen Zwischenschritt“, sagt Klaus Pollak, Head of Consulting & Projects bei KEYMILE in Hannover. „Auf lange Sicht sind nur Glasfasernetze in der Lage, das Bandbreitenwachstum zu bewältigen. Dafür sind beträchtliche Investitionssummen notwendig. Vor allem kommunal getriebene Projekte, bei denen beispielsweise Städte und regionale Energieversorger kooperieren, bringen aktuell die benötigten Finanzmittel auf und realisieren den Glasfaserausbau. In der Zwischenzeit bietet VDSL2 eine Brückentechnologie und schafft die benötigte Infrastruktur für lückenlose Glasfaserverbindungen von FTTC bis zu FTTB/FTTH.“

Diese Presseinformation kann auch unter www.pr-com.de abgerufen werden.

Weitere Informationen unter:
http://www.keymile.com

Posted by on 22. März 2012. Filed under Computer & Technik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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