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Business Intelligence soll aktiven Beitrag zur Krisenbewältigung leisten

(Bad Oeynhausen/ 26.03.2009) In wirtschaftlichen Krisenzeiten gewinnt für die Unternehmen die Qualität der BI-Lösungen zusätzlich an Bedeutung. Dies hindert sie nach einer Studie von coretelligence aber nicht daran, bei den Investitionen den Gürtel enger zu schnallen und sich gegenüber dem letzten Jahr etwas zu beschränken. Damit Business Intelligence in den derzeitigen schwierigen Konjunkturverhältnissen einen aktiven Beitrag zur Krisenbewältigung des Unternehmens leistet, sollen vor allem die technische Infrastruktur schlanker gestaltet und die BI-Prozesse stärker mit den Geschäftsprozessen verzahnt werden.

Dem Urteil der befragten BI-Verantwortlichen aus über 250 Firmen zufolge hat Business Intelligence gerade auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen einen hohen Stellenwert für den Unternehmenserfolg. Jeder zweite sieht in solchen Zeiten sogar noch größere Notwendigkeiten an BI-Lösungen als sonst. Eine gegenteilige Position nehmen lediglich 7 Prozent ein, für alle anderen ermisst sich der Wert von Business Intelligence-Maßnahmen weitgehend unabhängig von konjunkturellen Verhältnissen.

Diesen Einschätzungen entspricht jedoch nicht das Investitionsverhalten der Firmen. So gibt fast ein Drittel der Befragten an, dass im laufenden Jahr die BI-Budgets geringer ausfallen als 2008. In zusätzlich jedem zehnten Betrieb sind die Investitionsplanungen noch mit Fragezeichen versehen. Allerdings gibt es auch eine Reihe Unternehmen (12 Prozent), die für das aktuelle Jahr sogar mehr Geld ausgeben wollen. Bei fast der Hälfte der Unternehmen wird sich jedoch nicht viel ändern. Ihre Maßnahmenintensität soll sich den gegenwärtigen Planungen zufolge auf einem ähnlichen Niveau wie ihm Vorjahr bewegen. Auch zu Verschiebungen von Projekten, die ursprünglich für 2009 vorgesehen waren und nun auf einen späteren Zeitpunkt terminiert werden, kommt es nur in einem sehr begrenzten Teil der Unternehmen. Dies erfolgt bei einem Viertel der Firmen in mittlerem oder geringerem Umfang, lediglich 9 Prozent der Anwender wollen tiefere Einschnitte in ihr BI-Engagement vornehmen und mit geplanten komplexeren Vorhaben erst in den nächsten Jahren an den Start gehen.

Da die meisten Unternehmen der coretelligence-Erhebung zufolge ihre Hände sowieso nicht in den Schoß legen wollen, ist die Frage interessant, welche konkreten Schritte ins Auge gefasst werden, damit BI in der aktuellen Konjunktursituation zum Krisenhelfer werden kann. An vorderster Stelle steht dabei für 62 Prozent eine Konsolidierung der technischen Infrastruktur, weil sie sich häufig als Folge unkoordinierter Einzelprojekte sehr heterogen entwickelt hat und dadurch zu hohe Betriebskosten, unnötige Redundanzen und eine schwer steuerbare Komplexität aufweist. Ähnlich viele wollen sich auch einer stärkeren Integration von BI mit den Geschäftsprozessen widmen und die internen BI-Konzepte vereinheitlichen. Ein weiterer Schwerpunkt in den Vorhaben besteht für jeden zweiten Befragten darin, das BI-Verständnis zwischen Fachbereichen und IT zu verbessern. Auch die Steigerung der Benutzerakzeptanz soll nach Meinung von 45 Prozent der Befragten einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten.

„In der gegenwärtigen Konjunktursituation verbirgt sich auch die Chance, dass die Unternehmen infolge der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen kritischeren Blick auf die bisherigen Strategien, Vorgehensweisen und Prinzipien richten“, sieht coretelligence-Geschäftsführerin Marianne Wilmsmeier nicht nur negative Effekte. Denn nach einer längeren Zeit des stetigen und oft unorganisierten Wachstums bei BI-Lösungen seien Strukturen entstanden, die das Nutzenpotenzial nicht ausreichend ausschöpfen und Hürden für die weitere Entwicklung aufweisen würden. „Deshalb ist eine solche Phase des Atemholens durchaus von Vorteil, weil die Frage der Konsolidierungserfordernisse stärker in den Vordergrund gerückt werden kann.“ Einen ähnlichen Standpunkt vertreten auch eine Reihe Firmen. Denn 54 Prozent planen durchgreifende Stärke-/Schwächeanalysen, 37 Prozent wollen sogar ihre BI-Strategie ganz neu aufsetzen.

Posted by on 26. März 2009. Filed under New Media & Software. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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